Zuletzt aktualisiert am 24. Juli 2026.

Ein aufgeschlagenes Buch, erkennbar ist das Inhaltsverzeichnis. Aufschrift: "So fügst Du Deinen Blogbeiträgen ein Inhaltsverzeichnis hinzu"

Heute möchte ich Dir die Geschichte erzählen von meinem Onkel Paul, der einen Pflaumenkuchen nach einem Rezept im Internet backen wollte, dazu allerdings zuerst die Lebensgeschichte der Uroma der Urheberin besagten Rezepts lesen musste, dabei eingeschlafen ist und dann doch lieber zum Bäcker gegangen ist, statt Kuchen zu backen.

Das ist natürlich Quatsch. Weder habe ich einen Onkel Paul, noch wollte der Pflaumenkuchen backen, noch möchte ich Dir heute davon erzählen. 😅

Was aber nur so halb erfunden ist, ist der Teil mit der Uroma der Bloggerin. Frag mich nicht, wie oft ich schon gefühlte Minuten durch irgendwelche Blogbeiträge scrollen musste, damit ich endlich die Information gefunden habe, die ich brauchte. Und ich bin ehrlich – manchmal scrolle ich eben nicht bis an die gewünschte Stelle, sondern gehe zurück zu den Suchergebnissen und öffne den nächsten Link.

Abgesehen davon, dass das für mich als Benutzerin suboptimal ist, ist das natürlich besonders ärgerlich für die Person, die den Beitrag geschrieben hat. Da hat sie es schon in die Top-Ergebnisse bei Google geschafft – nur damit den Beitrag dann doch keiner liest, weil die wesentlichen Informationen zu weit unten versteckt sind.

Dabei gibt es einen ganz einfachen Weg, das zu verhindern (sogar ohne, dass Du den kompletten Artikel umschreiben musst): Ein Inhaltsverzeichnis.

Dadurch sehe ich als Besucherin sofort, ob der Beitrag für mich relevant ist und kann bei Bedarf an die richtige Stelle springen.

Übrigens nicht nur das: Auch für Suchmaschinen und KI-Tools ist alles hilfreich, was Struktur in Deinen Beitrag bringt und ihnen hilft, Deine Inhalte schneller und besser einzuordnen. Ein Inhaltsverzeichnis tut genau das und ist eine der klassischen SEO-Maßnahmen, die wir z. B. in unserem SEO-Kurs empfehlen.

Du hast noch kein Inhaltsverzeichnis in Deinen Blogbeiträgen und fragst Dich, wie Du das einfügen kannst? Das schauen wir uns jetzt an.

Das Wichtigste über das Einfügen von Inhaltsverzeichnissen in Kürze

  • Du hast verschiedene Möglichkeiten, ein Inhaltsverzeichnis einzubauen – je nachdem, mit welchem Website-System Du arbeitest.
  • Bei WordPress kannst Du ein Inhaltsverzeichnis mit wenigen Klicks entweder über Deinen Pagebuilder oder ein Plugin wie Easy Table of Contents einbinden.
  • Du kannst Inhaltsverzeichnisse auch manuell einbauen: über sogenannte HTML-Anker.
  • Damit Dein Inhaltsverzeichnis funktioniert, ist es wichtig, die Überschriften in Deinem Text richtig auszuweisen.

Voraussetzung für ein automatisches Inhaltsverzeichnis: Deine Überschriften sind richtig ausgewiesen

Zumindest in den ersten beiden Varianten, die ich Dir gleich vorstelle, wird das Inhaltsverzeichnis automatisch mit wenigen Klicks für Dich generiert. Damit das richtig funktioniert, gibt es allerdings eine Voraussetzung:

Deine Überschriften müssen im Code als solche (also als H1, H2, ….) ausgewiesen sein.

Wenn Du Deine Überschriften “nur” über Textformatierung kenntlich machst (also z. B. größere Schrift, gefettet etc.), dann werden die entsprechenden Tools nicht in der Lage sein, das zu erkennen und die Überschriften werden im Inhaltsverzeichnis fehlen.

Genauso wichtig ist es, dass Deine Überschriftenstruktur auch tatsächlich Sinn macht, d. h. Du EINE H1-Überschrift hast, darunter beliebig viele H2-Überschriften und evtl. für einzelne Unterpunkte noch H3s (viel “tiefer” sollte es in einem Blogbeitrag auch nicht gehen).

Screenshot: Beispielüberschriftenstruktur im WordPress Gutenberg-Editor

Alles andere führt im besten Fall dazu, dass Dein Inhaltsverzeichnis aussieht wie Kraut und Rüben, im schlechtesten Fall zu ernsthaften Fehlern auf Deiner Website.

Passt alles? Super, dann können wir weitermachen.

Variante 1: Automatisches Inhaltsverzeichnis mit Pagebuilder

Möglicherweise bietet Deine Website bereits die Möglichkeit, ein Inhaltsverzeichnis einzufügen. Standardmäßig ist diese Funktion in WordPress nicht enthalten, es gibt aber diverse Pagebuilder (z. B. Elementor Pro oder Thrive), die ein entsprechendes Element beinhalten.

Wenn Du einen solchen Pagebuilder verwendest und Deine Blogbeiträge auch damit erstellst, rate ich Dir, einfach dieses Element zu verwenden.

In der Regel ziehst Du es dazu einfach per Drag and Drop an die gewünschte Stelle und kannst anschließend über die Design-Einstellungen das Aussehen einstellen.

Es kann sein, dass Du das eigentliche Inhaltsverzeichnis im Bearbeitungsmodus nicht sehen kannst, sondern stattdessen nur ein Platzhalter angezeigt wird. In der Vorschau und auf der Live-Seite sollte das Inhaltsverzeichnis dann aber angezeigt werden.

Variante 2: Automatisches Inhaltsverzeichnis mit kostenlosem WordPress-Plugin

Wenn Du keinen Pagebuilder für die Erstellung Deiner Blogbeiträge nutzt oder es diese Funktion bei Dir einfach nicht gibt (das ist zum Beispiel in Divi der Fall), dann kannst Du stattdessen ein Plugin nutzen.

Wir empfehlen dafür in der Regel das Plugin “Easy Table of Contents. Falls das bei Dir nicht funktioniert oder zu Problemen auf der Website führt, kannst Du alternativ auf “LuckyWP Table of Contents” ausweichen.

Step 1: Globale Einstellungen

Nachdem Du das Plugin installiert hast, solltest Du zunächst die globalen Einstellungen aufrufen (also die, die für die gesamte Website gelten). Für Easy Table of Contents findest Du die in WordPress unter Einstellungen und dann beim Punkt Inhaltsverzeichnis.

Dort kannst Du unter anderem einstellen, ob das Inhaltsverzeichnis automatisch in Deine Beiträge (und Seiten) eingefügt werden soll, an welcher Stelle es angezeigt wird und Du kannst zumindest einige grobe Design-Einstellungen vornehmen, um das Inhaltsverzeichnis an Dein Branding anzupassen.

Screenshot: Teil 1 der globalen Einstellungen fürs Inhaltsverzeichnis (mit dem Plugin Easy Table of Content)
Screenshot: Teil 2 der globalen Einstellungen fürs Inhaltsverzeichnis (mit dem Plugin Easy Table of Content)

Step 2: Beitragseinstellungen

Nachdem Du hier alles wie gewünscht angepasst hast, kannst Du in die Beitragseinstellungen wechseln. Nimm dazu erstmal einen beliebigen Beitrag auf Deinem Blog und klicke auf “Bearbeiten”.

Wenn Du hier nach unten scrollst, siehst Du, dass es dort jetzt weitere Einstellungen gibt, die das Inhaltsverzeichnis betreffen. Sofern Du gewählt hast, dass das Inhaltsverzeichnis automatisch bei allen Beiträgen eingefügt werden soll, kannst Du es hier für den spezifischen Beitrag deaktivieren. Genauso natürlich anders herum – wenn Du das automatische Einfügen deaktiviert hast, kannst Du hier mit einem Klick das Inhaltsverzeichnis für diesen Beitrag hinzufügen. Außerdem kannst Du hier noch weitere Einstellungen vornehmen und z. B. bestimmte Überschriften ausschließen oder anpassen.

Screenshot: Teil 1 der Einstellungen fürs Inhaltsverzeichnis im Beitrag selbst
Screenshot: Teil 2 der Einstellungen fürs Inhaltsverzeichnis im Beitrag selbst

Beachte: Was Du hier angibst, überschreibt für diesen spezifischen Beitrag die globalen Einstellungen, die Du im vorherigen Schritt gemacht hast. Auf das Inhaltsverzeichnis der anderen Beiträge hat das keine Auswirkungen.

Schau Dir den Beitrag unbedingt auch in der Vorschau an und prüfe, dass die Einstellungen im Inhaltsverzeichnis richtig sind.

Variante 3: Ein manuelles Inhaltsverzeichnis (funktioniert auch für Nicht-WordPress-Websites)

Last but not least kannst Du Dein Inhaltsverzeichnis auch komplett manuell erstellen. Das würde ich Dir aber nur raten, wenn die beiden oberen Methoden für Dich aus irgendwelchen Gründen nicht funktionieren und/oder Du kein WordPress nutzt und Dein Baukasten standardmäßig kein Inhaltsverzeichnis hinzufügt.

Step 1: Inhaltsverzeichnis schreiben

Zunächst solltest Du Dein Inhaltsverzeichnis als Text einfügen, d. h. Du listest einfach untereinander alle (wesentlichen) Überschriften auf.

Um das ganze funktional (d. h. anklickbar) zu machen, brauchen wir jetzt sogenannte Anker-Links. Das sind Links zu einem bestimmten Element auf Deiner Website (in diesem Fall die entsprechende Überschrift).

Step 2: Den Überschriften eindeutige CSS-Bezeichner hinzufügen

Damit Dein Ankerlink funktioniert, braucht Deine Überschrift eine eindeutige ID. Im WordPress-Gutenberg-Editor wählst Du dazu das Element/den Block, in dem Deine Überschrift steht und klickst rechts in der Seitenleiste auf “Erweitert”. Beim Punkt “HTML-Anker” trägst Du jetzt eine eindeutige Bezeichnung ein.

Screenshot: HTML-Anker hinzufügen im Gutenberg-Editor in den erweiterten Einstellungen

Diese Bezeichnung kannst Du frei wählen, achte aber bitte darauf, keine Umlaute, Sonder- oder Leerzeichen zu verwenden (Bindestriche sind erlaubt). Außerdem braucht jede Überschrift eine eigene eindeutige Bezeichnung.

In anderen Editoren und Baukästen gibt es diese Funktion in der Regel ebenfalls. Es kann aber sein, dass sie dort anders heißt (z. B. CSS-ID oder “Eindeutiger Bezeichner”, …).

Falls Du gar nichts in diese Richtung findest, kannst Du den Bezeichner auch manuell im HTML-Code hinzufügen. Dazu fügst Du ein HTML-Element an Stelle der Überschrift ein (nicht zusätzlich!) mit folgendem Inhalt:

Screenshot: HTML-Code mit CSS-ID als Bausteine

Statt h[1-6] wählst Du die Überschriftenebene, die Du brauchst (also z. B. h1, h2, h3, …). Statt dein-bezeichner nimmst Du eine Bezeichnung Deiner Wahl (siehe oben) und statt [Deine Überschrift] schreibst Du dort Deine Überschrift, so wie sie angezeigt werden soll (inklusive Umlauten, Sonder- und Leerzeichen).

Fertig zusammengesetzt kann das zum Beispiel so aussehen:

Screenshot: Beispiel-HTML mit H2-Überschrift und ausgewiesener ID

Step 3: Ankerlinks erstellen und hinterlegen

Damit ist der schwierigste Teil geschafft. Jetzt musst Du “nur” noch den Ankerlink erstellen.

Dafür gehst Du zurück zum Inhaltsverzeichnis, das Du in Schritt 1 erstellt hast. Du wählst die erste Überschrift aus und fügst dort einen Link hinzu. Der Link besteht aus einer Raute (Hashtag) und anschließend dem eindeutigen Bezeichner von oben.

In unserem Beispiel wäre das also

#ihv-manuell

Beachte:

Dieser Link funktioniert nur innerhalb der jeweiligen Seite. Möchtest Du von einer anderen Seite zur entsprechenden Überschrift verlinken, musst Du vorher die URL der Seite ergänzen, also z. B.

https://janevonklee.de/inhaltsverzeichnis-hinzufuegen/#ihv-manuell

Vergiss nicht, Dir die Seite in der Vorschau anzuzeigen und alle Links einmal anzuklicken und zu testen, ob sie auch funktionieren wie gewünscht.

Fazit: Wenn Du noch kein Inhaltsverzeichnis hast, wird es jetzt höchste Zeit

Mit den entsprechenden Tools ist ein Inhaltsverzeichnis wirklich schnell erstellt und Du machst Dir und Deinen Besucher:innen das Leben leichter. Außerdem können sich auch Google und Co. schneller und besser bei Dir zurechtfinden und danken dir das im besten Fall mit besseren Rankings bzw. mehr Erwähnungen. Eine klassische Win-Win-Win-Situation.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Einfügen eines Inhaltsverzeichnisses auf der Website

Was bringt mir ein Inhaltsverzeichnis?

Zunächst einmal hilft ein Inhaltsverzeichnis Deinen Besucher:innen, sich direkt einen Überblick zu verschaffen, worum es in Deinem Beitrag geht und ob dieser (bzw. Teile davon) für sie relevant ist. Ist das der Fall, haben sie die Möglichkeit, direkt an die für sie relevante Stelle zu springen, ohne erst durch den halben Artikel scrollen zu müssen.

Auch Suchmaschinen und KI-Tools nutzen die Informationen aus dem Inhaltsverzeichnis und können Deine Beiträge dadurch schneller und besser indexieren.

Braucht wirklich jeder Beitrag ein Inhaltsverzeichnis?

Nein. Wenn Du Beiträge hast, die entweder gar keine oder nur sehr wenige (2–3) Zwischenüberschriften haben, brauchst Du natürlich auch kein Inhaltsverzeichnis.

Wie kann ich bestimmen, an welcher Stelle das Inhaltsverzeichnis angezeigt wird?

Erstellst Du Dein Inhaltsverzeichnis mit einem Pagebuilder oder manuell, kannst Du es einfach an der Stelle einfügen, wo Du es haben möchtest.

Nutzt du ein Plugin, hast Du dort häufig verschiedene Varianten zur Auswahl, wo das Inhaltsverzeichnis angezeigt werden soll (Standard ist meist vor der ersten H2-Überschrift). Möchtest Du es an einer ganz anderen Stelle haben, gibt es dafür sogenannte Shortcodes, die Du an der gewünschten Stelle in deinen Text einfügen kannst. Schau am besten in die Dokumentation des Plugins, welche das sind und wie sie funktionieren.

In meinem Inhaltsverzeichnis fehlen Überschriften, was kann ich tun?

Wenn nicht alle Deine Überschriften automatisch im Inhaltsverzeichnis auftauchen, prüfe, ob wirklich alle Überschriften korrekt als H2, H3 etc. ausgewiesen sind.

Ist das der Fall, prüfe die Einstellungen des Plugins bzw. die Beitragseinstellungen, ob Du vielleicht bestimmte Wörter/Überschriften vom Inhaltsverzeichnis ausgeschlossen hast.

In meinem Inhaltsverzeichnis sind Überschriften, die ich dort nicht haben möchte. Was kann ich tun?

Nicht jede Überschrift soll unbedingt ins Inhaltsverzeichnis. In WordPress ist zum Beispiel oft die Möglichkeit zum Kommentieren/die Anzahl der Kommentare eine eigene Überschrift, die natürlich im Inhaltsverzeichnis nichts verloren hat. Dafür gibt es in den Einstellungen einen Punkt “Überschriften ausschließen” (oder so ähnlich), wo Du die Überschriften eintragen kannst, die nicht auftauchen sollen. Du hast hier sogar die Möglichkeit, mit sogenannten Wildcards zu arbeiten und sämtliche Überschriften auszuschließen, die ein bestimmtes Wort enthalten. Gibst Du z. B. *Kommentar* ein (mit Sternchen davor und dahinter), werden alle Überschriften ausgeschlossen, die das Wort “Kommentar” enthalten.

Wie wähle ich am besten die Bezeichnung des Seitenankers?

Das kannst Du tatsächlich frei entscheiden. Ich rate Dir dazu, die Bezeichnung möglichst kurz zu halten (1–2 Worte), aber trotzdem so, dass Du wiedererkennst, was damit gemeint ist. Im Grunde kannst Du Dich an den Regeln zur Auswahl einer SEO-URL orientieren.

Sarah Osenberg

Sarah Osenberg

ist im Team Jane für alles rund um die Technik verantwortlich: von der Fehlerbehebung in WordPress, der Verknüpfung der Website mit anderen Tools und Plattformen bis hin zur Erstellung von E-Mail-Automationen. Ihre Mission ist es, Technik-Themen so verständlich zu erklären, dass auch Anfänger:innen sie meistern können.

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