Bild von Jane, an einen Baum gelehnt und auf einen See blickend. Aufschrift: "Meine 11 wichtigsten Tipps aus 11 Jahren Selbstständigkeit"

Auf der Suche nach einem Dokument habe ich kürzlich meine Aktenordner durchgeblättert und plötzlich fiel sie mir in die Hand: Die Anmeldung meiner Selbstständigkeit als freie Journalistin. Zum 1.10.2014. Und ich saß da komplett baff und dachte: “Krass, so lange ist das schon her?!”

Dieses Business hier habe ich “erst” 2019 gegründet, aber ja, es stimmt: Selbstständig bin ich eigentlich schon seit elf Jahren. Es war eine wilde, manchmal auch anstrengende, aber immer spannende Reise bis hierhin und ich habe extrem viel gelernt. Elf Erkenntnisse aus elf Jahren möchte ich heute mit Dir teilen.

Ich beobachte so oft frisch Selbstständige dabei, wie sie sich im stillen Kämmerlein verschanzen und sagen: “Ich kann jetzt noch nicht anfangen. Ich muss erst meine Positionierung/mein neues Angebot/meinen Content-Plan/whatever ausfeilen.” Endlose Gedankenschleifen inklusive.

In die Falle bin ich am Anfang auch getappt. Ich wollte einfach alles richtig machen.

Das Problem daran ist, dass das Leben oft eigene Pläne hat und Dinge in Wahrheit anders laufen als ich mir das im Kopf ausmale. Das ging los bei den Wunschkund:innen (Ich saß am Schreibtisch und habe mir in allen Details überlegt, mit wem ich arbeiten möchte und was diese Personen ausmacht – nur um dann in der Praxis festzustellen, dass das doch nicht so hundertprozentig passt) und hörte lange nicht auf bei Angeboten, die ich mit viel Liebe entwickelt habe und die sich dann nicht verkauft haben.

Am Schreibtisch kommst Du nur bis zu einem gewissen Punkt. Danach musst Du rausgehen und einfach loslegen. Nur so merkst Du, was wirklich funktioniert. Es ist ein stetiges Ausprobieren und Feinschleifen!

2. Erfolgreiche Menschen sind deshalb erfolgreich, weil sie Entscheidungen treffen.

Dieser Punkt schließt direkt an den ersten an: Es bringt nix, lange herumzueiern. Perfektionismus, Aufschieberitis und nächtelange “Aber was ist, wenn …?”-Ketten bremsen Dich nur aus, ohne auf der Gegenseite einen Nutzen zu haben. Klartext:

Du wirst Fehler machen. Und Du wirst Entscheidungen bereuen. Das gehört dazu.

Aber: Selbst wenn Du irgendwo falsch abbiegst, lernst Du aus der Situation etwas über Dich, Deine Wünsche und Ziele. Du kannst Deinen Kurs jederzeit korrigieren. Und Du bist dann immer noch weiter als alle, die sich gar nicht zu einer Entscheidung durchringen können und immer noch an der ersten Kreuzung festhängen.

Achte gerne mal drauf: Erfolgreiche Menschen treffen Entscheidungen überlegt und informiert – aber schnell und konsequent (ohne sie danach noch fünfmal zu hinterfragen).

3. Es ist wichtig, regelmäßig seine Ziele zu kalibrieren.

2021 hatte ich ein großes Ziel: Ich wollte 100.000 Euro Umsatz machen. Mein damaliger Coach wurde nicht müde zu betonen, dass mein Business sonst nur ein teures Hobby sei und ich war umgeben von anderen Leuten, die das gleiche Ziel verfolgten. Es war wie ein Sog.

Um mein Ziel zu erreichen, habe ich sehr viel Zeit und Mühe investiert. Ich stellte alles andere hinten an, verzichtete auf Pausen und Urlaub, fühlte mich bei Rückschlägen wie eine Versagerin, definierte meinen Wert als Person über mein Business.

Am Ende des Jahres habe ich das Ziel tatsächlich erreicht. Aber statt mich zu freuen und zu feiern, fiel ich in ein tiefes Loch. Ich war bodenlos erschöpft und wusste plötzlich auch nicht mehr, wohin.

Alles, was ich tat, fühlte sich sinnlos an.

Erst da merkte ich, dass die 100.000 Euro Umsatz gar nicht mein wahres Ziel gewesen waren – ich hatte es von außen übernommen. Es hatte emotional wenig mit mir zu tun und deshalb stürzte es mich in eine ausgewachsene Sinnkrise (zusätzlich zu der Tatsache, dass ich weit über meine Grenzen gegangen war).

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich aus dem Loch wieder herausklettern konnte. Danach veranstaltete ich das genaue Gegenteil: Ich setzte mir gar keine Ziele mehr. Ich dachte, so wäre alles viel unverfänglicher und leichter. Ich würde weniger Stress haben und nicht enttäuscht werden.

Long story short: Das löste nur die nächste Krise aus. Denn ohne Ziel wusste ich nie, welche Richtung ich einschlagen sollte. Ich mäanderte mal hierhin, mal dorthin und war dabei hochgradig gestresst, weil ich keine Prioritäten setzen konnte und immer alles gleichermaßen wichtig aussah.

Ich habe aus dieser Episode gelernt, wie wichtig es ist, gesunde Ziele zu haben. Es geht nicht darum, ein großes Ziel im selbstgesteckten Zeitraum X unbedingt zu erreichen, sondern darum, mich selbst auszurichten. Mit Ziel vor Augen weiß ich, in welche Richtung ich gehen muss. Ich kann Entscheidungen bewusster und klarer treffen und meine Zeit bewusster nutzen.

Mittlerweile nehme ich mir einmal pro Quartal Zeit, meine Ziele zu prüfen:

  • Was ist mein großes Hauptziel und was sind Zwischenziele auf dem Weg?
  • Sind diese Ziele realistisch?
  • Spornen sie mich noch an oder sind sie eher eine Belastung? Will ich sie anpassen?
  • Sind das wirklich meine Ziele – oder die von anderen?
  • Bin ich auf dem richtigen Weg oder braucht es eine Kurskorrektur?

4. Im Weglassen liegt große Kraft.

Der größte Stressfaktor in meiner Selbstständigkeit ist, zu schnell zu viel auf einmal zu wollen. Hier wartet ein cooler Auftrag, dort ein neues Projekt, dann ist da noch diese Kooperationsanfrage und natürlich will ich auch an meinem Content und meinem Buch schreiben und wie wär’s, wenn ich ein neues Tool ausprobiere?

Wenn ich der Verheißung nachgebe, macht mich das im ersten Moment froh, denn neue Dinge sind aufregend und machen Spaß. Im zweiten Moment fühle ich mich dann aber überfordert, weil ich so viele lose Enden im Kopf habe und schiebe Überstunden, damit ich alles irgendwie schaffe.

Die Lösung ist, weniger gleichzeitig zu machen. Ich wähle mittlerweile sehr bewusst aus, was ich auf meine Business-To-do-Liste schreibe und was ich sein lasse oder auf später verschiebe.

Auch hier hilft es mir, Klarheit über meine mittel- und langfristigen Ziele zu haben, denn sie fungieren als Kompass. Bei jedem Projekt, jeder Anfrage, jedem Geistesblitz frage ich mich: Bringt mich das meinen Zielen näher? Falls nicht, mache ich es nicht (schreibe das Projekt aber auf eine “Vielleicht später!”-Liste, wenn es mich reizt).

Bewusst Dinge wegzulassen, gibt mir Fokus in meinem Business, hält meinen Krafthaushalt stabil und trägt so zu meinem Erfolg bei.

5. Du brauchst keine Website und kein Logo, um zu verkaufen.

Und erst recht kein Briefpapier!

Eine meiner ersten größeren Business-Investitionen war die in eine Grafikdesignerin. Diese Person war toll! Ich war sehr happy mit dem Branding, das sie für mich entwickelt hat, mit den Farben, den Schriften, dem Logo.

Rückblickend denke ich nur, dass diese Investition zu früh kam, denn ich hatte damals noch keine einzige Kundin gewonnen und sind wir ehrlich: Niemand bucht bei mir, weil ich so ein schönes Logo habe. Und von dem Briefpapier habe ich nie auch nur einen einzigen Bogen verwendet … Später hat meine Tochter darauf gemalt. 🤷‍♀️

Ich musste mir später eingestehen, dass ich mir selbst etwas vorgemacht hatte. Ich dachte, alles müsste erst superprofessionell aussehen und perfekt sein, bevor ich mein Angebot irgendwem zeigen kann. Dabei hatte ich in Wahrheit einfach nur Angst vor Ablehnung und wollte das Verkaufen noch ein bisschen hinauszögern, mir mit schönem Design quasi einen Schutzwall bauen.

Meine Website zu erstellen, war grundsätzlich natürlich sinnvoll, aber statt Wochen an Zeit da reinzubuttern, bevor überhaupt mein Angebot richtig klar ist, hätte eine schnelle, rudimentäre Version völlig genügt. Verkaufen geht nämlich auch ohne all das Tamtam, ganz oldschool von Person zu Person und über Empfehlungen im Bekanntenkreis. Design, Textoptimierungen, Landing Pages … Das kann alles später dazukommen.

Geld verdienen first, Schönmachen second.

Genauer erklärt habe ich das übrigens in diesem Blogbeitrag. Lies gerne rein, wenn Du Dich gerade in Deinen eigenen Ansprüchen verrennst. 😉

6. Fast alles, was Du online siehst, ist eine beschönigte oder lückenhafte Version der Tatsachen.

Oh, was habe ich mich schon mit anderen verglichen! Person X ist mit ihrem Business schon viel weiter als ich. Person Y hat viel mehr Zeit mit ihrem Kind. Person Z kriegt diese eine Sache, die mir Mühe macht, einfach so mit einem Fingerschnippen hin.

Bei anderen sieht immer alles so leicht und toll aus. Aber das liegt nicht daran, dass bei ihnen auch immer alles leicht und toll ist. Sie teilen die Schwierigkeiten, Zweifel und Rückschläge nur einfach nicht.

Und dann gibt es natürlich noch die, die aktiv beschönigen und verzerren, weil es ihnen beim Verkaufen hilft.

“SEO ist tot, Du musst jetzt unbedingt KI-Optimierung lernen! Hier, nimm meinen 3.000 € teuren Kurs!” – Bro, Optimieren für Suchmaschinen und generative KI ist beides der gleiche Prozess, sagt sogar Google selbst!

“Ich zeige Dir, wie Du einen Evergreen-Funnel aufsetzt – ganz easy, für passives Einkommen, während Du in der Hängematte liegst! Komm in meine High-Energy-Gruppe für 5.000 €!” – Mmh-hmm, einen funktionierenden Funnel aufzubauen dauert Wochen bis Monate und er muss fortlaufend analysiert, optimiert und erneuert werden, weil er sich unheimlich schnell abnutzt. Alles voll “passiv”. 🤡

Es gibt viel Kram in der Art. Vieles davon könnte ich nicht erkennen, weil mir das Fachwissen fehlt. Aber alleine, was ich bei meinen Themen an Quatsch kursieren sehe, lässt mich auch insgesamt skeptisch sein. Glaube nicht alles, was Du siehst.

7. Arbeitszeit sollten wir als Selbstständige anders berechnen.

Als Selbstständige haben wir niemals wirklich Feierabend. Mal rattert der Kopf abends auf dem Sofa noch mal los, mal will ich beim Spazierengehen schnell eine Idee aufschreiben und in der Badewanne lässt mich das Gespräch mit dem Anwalt nicht los.

Diese Art Denkarbeit im Hintergrund ist oft unsichtbar, aber deshalb nicht weniger Arbeit. Wenn ich dann noch wie eine Angestellte stur acht Stunden am Schreibtisch sitze, wird das schnell ungesund, weil dauerhaft und regelmäßig Erholungszeit fehlt.

Es hat echt lange gedauert, bis ich mir das erlaubt habe. Aber mittlerweile plane ich bei meiner regulären Arbeitszeit am Schreibtisch nur noch mit sechs Stunden. Damit Raum bleibt, Gedanken nachzuhängen, Zweifel zu bezweifeln, spontane Ideen zu verfolgen, Mindfucks aufzulösen, bei der Geburtstagsparty einer Freundin neuen Bekanntschaften meine Angebote zu erklären, mich zu fragen, wofür ich den ganzen Mist hier eigentlich verdammt noch mal mache oder bei einem Stück Kuchen zu feiern, dass meine Traumkundin sich für eine Zusammenarbeit entschieden hat. 🙂

8. Du kannst es mit Deinen Angeboten nicht allen recht machen.

Ja, ich geb’s zu: Ich habe eine Tendenz zum People Pleasing. Deshalb bin ich am Anfang über jedes Stöckchen gesprungen, das mir jemand hingehalten hat, wenn es um meine Angebote ging.

1:1-Zusammenarbeit ist Dir zu teuer? Okay, ich erstelle einen Kurs.

Was, mein großer, erprobter SEO-Kurs ist Dir zu lang? Du würdest lieber mit Häppchen lernen? Dann erstelle ich Minikurse.

Oh, Du wünschst Dir eine Membership? Aber klar doch, warum nicht?

Bis ich irgendwann gemerkt habe, dass ich trotzdem nicht mehr verkaufe –

denn nur, weil jemand sich etwas wünscht, heißt das nicht, dass er oder sie bereit ist, auch Geld dafür auszugeben.

Und die Wünsche sind fachlich, didaktisch und wirtschaftlich auch nicht immer sinnvoll.

Das ganze Hin und Her hat meinen Verkäufen geschadet. Es gab immer mehr Angebote und niemand blickte mehr so richtig durch, was denn nun die beste Wahl wäre.

Ich habe erkannt, dass ich mit meiner Fachkompetenz und Erfahrung in Führung gehen muss. Die Kernfrage ist nicht: “Welche Formate und Features wünschen sich meine Kund:innen?”, sondern: “Wie kommen sie so schnell wie möglich an ihr Ziel?”

Wenn ich nach diesem Grundsatz wenige, inhaltlich klar unterscheidbare Angebote schaffe, mache ich spürbar mehr Umsatz – und meine Kund:innen bekommen bessere Ergebnisse. Win-win!

Mein Fazit ist deshalb: Es ist absolut wichtig, den eigenen Kund:innen zuhören und Wünsche aufnehmen. Es ist aber genauso wichtig, diese Wünsche zu prüfen und bewusst zu entscheiden, was aufgenommen wird und was nicht. 🙂

9. Lass Dich nicht von der Energie mitreißen.

Am Anfang meiner Selbstständigkeit bin ich schnell in ungute Kreise geraten.

Die Sphären im Internet, in denen Coaches mit größter Überzeugung irgendwas behaupten und sich selbst so wahnsinnig gut verkaufen, dass kaum noch jemand hinterfragt, ob das Gesagte Hand und Fuß hat.

Die Sphären, bei denen es Live-Events gibt, bei denen Musik gespielt und gemeinsam getanzt wird und wenn alle ausgelassen und gelöst sind, sich von der Gruppendynamik getragen fühlen, genau dann wird ein hochpreisiges Angebot gemacht. Nur jetzt! Entscheide Dich sofort, sonst ist es weg.

Rückblickend muss ich an das Lied “Mindset” von Adam Angst denken:

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Ich bin dieser Art Coach genau ins Netz gegangen. Ich habe alles rund um Mindset und Manifestieren und Groß denken geglaubt, weil diese Leute ihre Präsentation so schlau und manipulativ aufgebaut haben. Und weil damals in meinem Denken die Möglichkeit noch nicht vorkam, dass mich vielleicht jemand übers Ohr hauen will.

Heute weiß ich: Das ist eine bis ins letzte Detail durchgeplante Masche. Ich darf und sollte mir Zeit nehmen, eine Nacht über Investitionsentscheidungen zu schlafen – ganz besonders bei hohen Preisen. Wer mir das ausreden will, ist unseriös.

10. Manchmal haben die anderen Unrecht.

Beim Radio wollte ich unbedingt Nachrichtensprecherin werden. Ich nahm viele Monate Unterricht bei einem Sprechtrainer, holte mir Tipps bei anderen Nachrichtensprecher:innen und übte wie eine Wilde. Unter der Dusche habe ich sogar Shampooflaschen in Nachrichtenmanier vorgelesen. 😂

Live vors Mikro durfte ich trotzdem nur in meiner Zeit beim Uniradio, nicht beim MDR. “Zu leise”, war das Feedback. “Zu wenig präsent”, “zu nasal” oder “zu viel Dialekt”.

Ich wusste, dass ein Teil dieser Rückmeldungen subjektiv war, aber es hat mich trotzdem mitgenommen. Besonders das Argument “zu leise”, denn das wurde auch in anderen Lebensbereichen ständig hervorgehoben und es fühlte sich an, als würde mit mir generell etwas nicht stimmen.

Erst während meiner Selbstständigkeit als SEO- und Textmentorin habe ich gemerkt, dass ich einfach im falschen Umfeld war. Heute schätzen mich Menschen gerade für meine ruhige Art und ich bekomme oft E-Mails, wie sehr Menschen meinen Podcast mögen und dass sie meine Stimme angenehm finden.

Gut, dass ich das Mikro damals nicht in die Ecke geschmissen habe!

11. Manchmal haben die anderen Recht.

Als ich 2022 einen Freund einstellen wollte, haben mir alle davon abgeraten: eine erfahrene Business-Coachin, eine Mentorin für Team-Aufbau, sogar meine Mutter.

Ich hab’s trotzdem gemacht – und es bitter bereut, denn es ging nicht gut und hätte uns um ein Haar die Freundschaft gekostet. Ich hätte mir viel Stress, Tränen und Ängste sparen können, wenn ich bereit gewesen wäre, die Ratschläge vorab anzunehmen.

Die Schwierigkeit ist zu unterscheiden, wann andere recht haben und wann eben vielleicht auch nicht, ergo: Welche Ratschläge für mich sinnvoll sind und welche ich in den Wind schlagen kann.

Leitfragen, die mir dabei helfen:

  • Ist die ratgebende Person vom Fach? (Hinz und Kunz können nämlich eine Menge raten, wenn der Tag lang ist.)
  • Habe ich nach einem Ratschlag gefragt oder kommt er ungebeten? Dann fehlt der beratenden Person nämlich ziemlich wahrscheinlich Hintergrundwissen und Kontext zu meiner Situation.
  • Ist die Einschätzung subjektiv (“Du bist zu leise”) oder hat sie ein überprüfbares Fundament (“Ich habe viele Jahre Erfahrung und über 30 Personen gesehen, die Freunde eingestellt haben. In keinem dieser Fälle ist es gut gegangen.”)?

Fazit: Selbstständigkeit ist der größte Booster für die Persönlichkeitsentwicklung.

Meine Lernkurve in der Selbstständigkeit war und ist gigantisch steil. Ich höre niemals auf, neue Erfahrungen zu machen, muss oft aus meiner Komfortzone raus, mich der Welt präsentieren, Kontra aushalten, mich mit Zweifeln auseinandersetzen und höchste Höhen wie tiefste Tiefen durchsteuern. Daran wachse ich als Person so krass, dass ich mittlerweile denke: Es gibt keine bessere Persönlichkeitsentwicklung als sich selbstständig zu machen. 😆

Welche Erkenntnisse hattest Du in Deiner Selbstständigkeit bisher? Schreib sie mir gern in die Kommentare. Ich bin gespannt! 🙂

Jane von Klee

Jane von Klee

ist SEO-Fachfrau, Werbetexterin und Content-Strategin. Sie unterstützt Selbstständige dabei, online sichtbar zu werden, mit ihren Botschaften und Angeboten mutig Raum einzunehmen und zu verkaufen, ohne dabei schmierig oder marktschreierisch zu sein. Janes Strategien sind speziell auf Selbstständige zugeschnitten: effizient und zeitsparend, mit Fokus auf Empathie und Menschlichkeit.

18 Kommentare

  1. Antonia Ludwig

    Hi Jane, ein toller und ehrlicher Einblick, danke fürs Teilen das Lesen hat mir Spaß gemacht und ich konnte die für mich interessanten Tipps rauspicken. Das mit dem Coach ist mir am Anfang meiner Selbstständigkeit auch passiert… Teures Lehrgeld war das und es beschäftigt mich bis heute, dass das immer noch klappt und da auch viel zu wenig drüber geredet wird, weil wenn es keine Ergebnissse gibt ja selbst da Mechanismen genutzt werden, die dann den Leidtragenden Käufer*innen erzählen, sie sind selber schuld, weil sie es nicht genug wollten… Nun ja, wie gesagt, lässt mich auch seit Jahren nicht los das Thema, deswegen schön hier zu lesen, dass du es offen ansprichst. LG, Antonia

    Antworten
    • Jane von Klee

      Hei Antonia,

      ja, das ist wirklich ein perfides System: Zum Schluss ist immer der Kunde selbst schuld, weil sein Mindset nicht gepasst hat oder seine Energie nicht offen war oder weil er leider im Zeichen des Saturn geboren wurde oder was auch immer – irgendeine Begründung findet sich da immer. Ich finde es erschreckend, wie hartnäckig sich solche Angebote am Markt halten, aber die Hoffnung, dass sie irgendwann den Bach runtergehen, stirbt zuletzt …

      Antworten
  2. Solveig

    Hey Jane, vielen Dank, ein toller Artikel! Und er gibt mir das Gefühl, nicht alleine zu sein. 😊
    Danke für deine Offenheit!
    Gerade der Punkt mit den vielen Angeboten – die bei mir aus genau dem gleichen Grund enstanden sind – hat mich motiviert, mich da nochmal besser zu klären.
    Liebe Grüße und bis im nächsten SEO Call! 😀
    Solveig

    Antworten
    • Jane von Klee

      Hei Solveig,

      danke, dass Du Deine Gedanken mit mir teilst! Es freut mich, dass Du aus meinem Artikel etwas mitnehmen konntest. 🙂

      Antworten
  3. Susanne

    Hey Jane,
    ich bin ähnlich lange selbstständig (habe auch vergessen, zu feiern) und kann Deine Punkte alle „unterschreiben“. Jeder Mensch darf seine eigenen Erfahrungen machen, aber Vieles trifft eben doch business-übergreifend zu.
    Viel Erfolg weiterhin im eigenen Tempo und Stil – mag ich. 🙂
    Susanne

    Antworten
    • Jane von Klee

      Danke, Susanne! Vielleicht holst Du Deine Feier ja auch einfach noch nach? 😀

      Antworten
  4. Monika Frauendorfer

    Was für ein großartiger Artikel mal lieber liebe Jane! Ich teile zu 100% alles was du schreibst. Es liest sich ein bisschen wie meine Learnings – ich hab sie bisher nur leider noch nicht so wunderbar in Worte gefasst wir du. Danke dafür!

    Antworten
    • Jane von Klee

      Sehr gern, Monika!

      Antworten
  5. Nina

    Hej Jane,

    danke für Deine ehrlichen, persönlichen Einblicke. 🙂

    Zwei der bisherigen Erkenntnisse in meiner Selbstständigkeit: a) Selbstzweifel ohne Ende und immer noch Zweifel, ob Selbstständigkeit wirklich sinnvoll für mich ist (aufgrund Belastung, organisatorisch und finanziell) b) Noch nie habe ich mich so auf Montagmorgen gefreut, wenn ich mich wieder an meine Arbeit setzen kann und weiß, dass ich damit meiner Kundschaft wirklich weiterhelfe und sie das wertschätzt. Weil ich mache, was ich gut kann, und das sowohl mir Spaß macht als auch meine Kundschaft weiterbringt. Wenn’s nur die ganzen anderen drölfhundert Dinge nicht gäbe, die ich weder mag noch besonders gut kann, die man als Selbstständige(r) aber eben auch selbst machen muss. Siehe Punkt a.
    Für nächstes Jahr bleibe ich auf jeden Fall dabei. Bin grad dabei, meine Ziele zu Kalibrieren. 😉

    Liebe Grüße
    Nina

    Antworten
    • Jane von Klee

      Hei Nina,

      oh ja, die drölfhundert Dinge, auf die ich keine Lust habe, kenne ich auch – Buchhaltung zum Beispiel, örks. :’D ich glaube, einen Sinn in der eigenen Arbeit zu sehen, ist da wirklich der wichtigste Motivator, um dranzubleiben.

      Ich wünsche Dir schon mal viel Erfolg für das nächste Jahr!

      Antworten
  6. Birgit Krüger

    Liebe Jane,

    ich bin dieses Jahr 25 Jahre selbstständig. Werde das Ende des Jahres mit einem Blogartikel würdigen, habe ich mir überlegt.

    Was ich spontan ergänzen kann:

    – Eine Flaute im Geschäft dauert nicht ewig. Aber Höhenflüge auch nicht

    – Kund:innen, die leicht gewonnen werden, sind meistens unkompliziert. Wenn es allerdings schon vor Beginn der Zusammenarbeit hakt: Lass die Finger davon!

    – Als Selbstständige ist alles, was du machst, potenziell Akquise: der Kindergeburtstag genauso wie die Yogagruppe. Aber hüte dich davor, dies auch so betreiben. Dann wird es nicht mehr funktionieren. Die Botschaft dahinter: Gehe ruhig zum Sport. Bringt oft mehr, als stumpf weiterzuarbeiten

    Antworten
    • Jane von Klee

      Danke für die Ergänzungen, Birgit! Ich würde sie alle so unterschreiben. Vor allem den ersten: Es ist immer alles nur eine Phase. Ich finde, es hat etwas sehr Beruhigendes, Erdendes, das zu wissen. 🙂

      Antworten
  7. Karin Bäumler

    Liebe Jane,

    ich hatte das Glück, als eine meiner ersten Investitionen in deinen Kurs zu investieren. Das hat mir nicht nur Sichtbarkeit verschafft, sondern mich auch als Nebeneffekt von unseriösen Coaches ferngehalten, da dein ‚Hat-Hand-und-Fuß‘-Angebot mit deiner ‚Down-to-Earth‘-Mentalität die Messlatte für alle anderen Sachen enorm hochgelegt hat. Lieben Dank dir noch einmal dafür!

    Liebe Grüße
    Karin

    Antworten
    • Jane von Klee

      Oh, wow, mit diesen lieben Worten hast Du mir gerade sehr den Tag versüßt. Ich freue mich sehr, dass Du das so empfindest. Danke für das Lob, Karin!

      Antworten
  8. Nancy

    Liebe Jane,

    ich bin ja sowieso ein Riesenfan deiner Blogartikel. Und dieser hier hat von der ersten bis zur letzten Zeile zu konsequentem Nicken bei mir geführt. 🙂

    Meine Ergänzung geht in die Richtung von Birgit: Vertrauen lernen. Durststrecken gehören dazu. Aber in aller Regel kommt nach Regen Sonnenschein. Auch im Business.

    Mit Vertrauen meine ich aber auch auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Gerade bei der Entscheidung mit welchen Kund:innen man zusammenarbeiten möchte, ist das ein wertvoller Wegweiser, den man nicht ignorieren sollte.

    Danke für dein (gewohnt) ehrliches und unterhaltsames Mitnehmen in deine Welt, Jane.

    Herzliche Grüße
    Nancy

    Antworten
    • Jane von Klee

      Danke für die Blumen, Nancy! 🙂 Das mit dem Vertrauen fiel mir extrem schwer und erst jetzt, nach Jaaahren, habe ich das richtig verinnerlicht. Aber es ist wirklich so: Das Bauchgefühl hat meistens recht. Und alles ist immer nur eine Phase.

      Antworten
  9. Sibille

    Liebe Jane,

    danke dir für den Einblick und deine gesammelten Erfahrungen. Mein größtes Learning ist, ich selbst zu bleiben. Was tatsächlich eine Lernkurve war und immer noch ist.

    Achtsam bleiben sich selbst und den Kund:innen gegenüber.

    Antworten
    • Jane von Klee

      Das ist auf jeden Fall auch ein wichtiges Learning. Danke fürs Teilen, Sibille!

      Antworten

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