Jane an ihrem Laptop. Aufschrift: Marketing ohne Social Media: Geht das - auch mit einem Online-Business?

Anfang 2025 habe ich mich mit meinem Business von den Meta-Plattformen verabschiedet. Das Ziel: Innerhalb eines Jahres komplett unabhängig von Instagram und Facebook werden.

In den darauffolgenden Monaten habe ich viel ausprobiert, um das möglich zu machen, unheimlich viel gelernt, Erfolge gefeiert, aber auch einige Rückschläge verzeichnet. Nun ist das Jahr rum und ich ziehe Bilanz. In diesem Beitrag teile ich meine Höhen und Tiefen, meine größten Erkenntnisse und wie mein Fazit ausfällt: Ist ein Online-Business ohne Social Media realistisch möglich?

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Jahr lang habe ich versucht, als Selbstständige ohne Instagram und Facebook auszukommen.
  • Dabei habe ich gemerkt: Eigentlich geht es nicht nur um diese beiden Plattformen, sondern um Social Media insgesamt.
  • Ich habe viel ausprobiert. Besonders gut funktionieren für mich Blog (SEO), Podcast und Newsletter.
  • Neue Marketing-Wege zu gehen, kann auch psychisch eine Herausforderung sein.
    Ein Online-Business ohne Social Media zu führen, ist möglich – Du solltest aber unbedingt genügend Zeit einplanen.

Warum ich Facebook und Instagram den Rücken kehren wollte

Schon länger hatte ich mit Facebook und Instagram gehadert. Zuerst mal war da die Tatsache, dass es mir einfach keinen Spaß machte, dort zu posten. Es fühlte sich wie eine Belastung für mich an und weil mir andere Marketing-Kanäle durchaus Freude bereiteten, spürte ich den Unterschied sehr deutlich.

Darüber hinaus bemerkte ich an mir die negativen Folgen von Social Media, die ja wissenschaftlich hinlänglich erforscht sind und öffentlich auch immer mal wieder thematisiert werden. Konkret: Ich merkte, dass ich mich schlechter konzentrieren konnte, mich auf ungesunde Weise mit anderen verglich, viel Zeit mit stupidem Scrollen verplemperte und Momente im Alltag weniger genießen konnte, weil ich mich in einem Winkel meines Hirns immer fragte, ob sich das nicht auf Instagram teilen ließe. Stellenweise fühlte sich mein Social-Media-Konsum an wie eine Sucht.

2023 hatte ich das schon mal an mir beobachtet und Insta daraufhin für ca. zwei Monate von meinem Handy gelöscht. Das tat mir psychisch extrem gut – ich war hinterher entspannter, zufriedener und mehr bei mir. Trotzdem bin ich nach ein paar Wochen zurückgekehrt, weil ich das Gefühl hatte, kaum noch etwas von anderen Online-Selbstständigen mitzubekommen und mir den Austausch zurückwünschte.

Bis hierhin hätte es vielleicht keine komplette Abkehr von Insta und Facebook gebraucht: Ich hätte auch einfach wieder eine längere Pause machen können.

Was den entscheidenden Ausschlag gab, die Plattformen verlassen zu wollen, war das Geschäftsgebahren des Mutterkonzerns Meta. Anfang 2025 biederte sich das Unternehmen immer mehr an die Trump-Regierung an und traf Entscheidungen, die sich mit meinen Werten nicht mehr vereinbaren ließen: von abgeschafften Faktenchecks über die offizielle Erlaubnis, Transpersonen und Migrant:innen zu beleidigen bis zu verschwundenen Hashtags und Beiträgen – aber zufällig nur bei progressiven Inhalten. Für mich war eine Grenze erreicht. Ich wollte das nicht weiter unterstützen, weder mit meiner Aufmerksamkeit noch mit meinem Geld.

Diesen Plan habe ich mir zu Beginn überlegt

Das Problem war: Wie viele andere auch war ich mit meinem Business ein Stück weit abhängig. Auf Facebook hatte ich bisher meine Online-Kurse betreut. Außerdem liefen regelmäßig Ads, über die ich neue Interessent:innen auf mich aufmerksam machte und in meinen Newsletter einlud.

Einfach über Nacht alle Accounts zu löschen, funktionierte also nicht. Ich brauchte Zeit, um Alternativen auszuloten, aufzustellen und feinzuschleifen. Deshalb habe ich das Ziel ausgerufen, bis Ende 2025 weg von Meta zu sein.

Das waren die Zwischenschritte, die ich mir anfangs vorgestellt habe:

  • Alle Kursgruppen auf unsere eigene Kursplattform umziehen
  • Meinen alten Pinterest-Account reaktivieren
  • Pinterest Ads testen
  • Mehr auf LinkedIn posten
  • LinkedIn Ads testen
  • Bluesky ausprobieren
  • Nach weiteren alternativen sozialen Medien Ausschau halten
  • YouTube Ads testen

Was ich alles probiert und getestet habe

Nicht alles, was ich mir zu Beginn dachte, habe ich im Laufe des Jahres auch wirklich gemacht. Das lag daran, dass ich auf dem Weg neue Erkenntnisse über mich selbst, meine Wünsche und Arbeitsweise gewonnen habe und an diversen Hindernissen, mit denen ich mich beschäftigen musste und auf die ich später noch zu sprechen komme. Trotzdem ist auf der “Haben”- bzw. “Getestet”-Seite einiges zusammengekommen:

Eigene Kursplattform mit Community-Funktion

Die erste Amtshandlung war, mit unseren Kursen unabhängig zu werden und eine Alternative zu Facebook-Gruppen zu finden. Wir hatten schon eine eigene Kursplattform über WordPress. Da schien es naheliegend, diese weiter zu nutzen und “einfach” noch eine Community-Funktion zu ergänzen.

Zum Glück habe ich Sarah als Mitarbeiterin an meiner Seite, die technisch sehr versiert ist und an die ich diese Aufgabe überwiegend abgeben konnte. Sie hat viel recherchiert, verschiedene Plugins und Funktionen ausprobiert und wieder verworfen – und es am Ende tatsächlich recht schnell geschafft, uns ein eigenes Forum zu verschaffen. Dort können unsere Kursteilnehmer:innen nun Fragen stellen und sich miteinander austauschen. Alles in allem funktioniert das wunderbar und ich genieße die Unabhängigkeit, die es uns gibt. 🙂

Sofortiger Posting-Stopp bei Instagram

Bei Facebook hatte ich schon länger kaum noch Posts abgesetzt. Bei Instagram stellte ich das organische Posten in Feed und Storys nun ebenfalls ein. Und ja, das ging tatsächlich so einfach, wie es klingt. Ich habe nichts angekündigt, nichts erklärt. Ich war einfach weg.

Glücklicherweise war Instagram noch nie mein größter Umsatzlieferant. Alle paar Wochen habe ich darüber mal eine Anfrage bekommen, aber der Großteil meiner Aufträge und Anfragen erreicht mich dank Website und SEO. Dadurch habe ich auch keinerlei Umsatzeinbußen verzeichnen müssen. Alles lief stabil weiter – nur dass ich weniger Druck hatte, mal wieder etwas zu posten.

Bluesky

Die erste alternative Marketing-Plattform, die ich mir Anfang 2025 angesehen habe, war Bluesky. Ich habe mir einen Account neu angelegt und angefangen zu posten, ohne lange zu fackeln.

Leider war ich auf Bluesky fast alleine. Ich hätte dort trefflich über Politik diskutieren können, aber habe nur wenige andere Selbstständige getroffen – und die sind nun mal meine Zielgruppe. Es ist kaum Austausch entstanden und auf meine Posts wurde selten bis gar nicht reagiert. Gefühlt hätte ich auch mit meiner Topfpflanze sprechen können und es hätte einen ähnlichen Effekt gehabt. 😅

Deshalb habe ich mich nach ein paar Monaten direkt wieder von Bluesky verabschiedet.

Pinterest (organisch)

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit, ab 2019 hatte ich schon mal einen Pinterest-Account, der sehr gut lief und mir viele Klicks auf meine Website gebracht hat. Irgendwann, ich glaube, es war 2020 oder 2021, hat Pinterest aber seinen Algorithmus grundlegend verändert – und meine Reichweite brach rapide ein. Deshalb habe ich den Account damals stillgelegt.

Nun dachte ich: Es ist etwas Zeit ins Land gegangen – lass uns doch mal gucken, was sich getan hat! Ich buchte mir ein Coaching bei einer Pinterest-Fachfrau, um mich auf den neusten Stand bringen zu lassen, was die Plattform sehen will und was aktuelle Best Practices sind.

Mit diesem Wissen gerüstet, habe ich meinen alten Account dann reaktiviert.

Am Anfang war ich total motiviert und habe mich gefreut, wieder auf Pinterest loszulegen. Pins zu erstellen war auch viel leichter als früher, weil ich viele Teilschritte an die KI abgeben konnte.

Leider hat sich aber auch hier herausgestellt, dass die Plattform für mich nicht funktioniert. Ich habe über Monate hinweg jeden Tag drei frische Pins abgesetzt und bekommen habe ich auf die Art 18 Klicks – über das komplette Jahr 2025 hinweg. Uff.

Pinterest Ads

Parallel zum organischen Posten habe ich auf Pinterest auch Ads ausprobiert. Das war erst herausfordernd, weil die Einrichtung des Trackings nicht funktioniert hat. Ich habe ja nun schon öfter Trackings für verschiedene Anlässe eingerichtet, weiß also grundsätzlich durchaus, wie so etwas funktioniert. An Pinterest aber habe ich mir die Zähne ausgebissen.

In meinem Frust wandte ich mich an eine Technik-Freelancerin, die aber auch nicht sofort eine Lösung finden konnte.

An der Stelle tat sich Pinterest das erste Mal positiv hervor: Nach einer Meldung beim Support wurde mir schnell und gut geholfen. Das war eine schöne Überraschung, denn von Meta bin ich es gewöhnt, dass der Support niemals und unter keinen Umständen auf Anfragen reagiert.

Zusätzlich zur technischen Unterstützung hat Pinterest mir außerdem einen 1:1-Call mit einer Mitarbeiterin angeboten, die sich meinen Account angesehen und mir Empfehlungen mitgegeben hat. Auch das war sehr interessant.

Meine ersten Ads bewarben eines meiner Freebies und starteten vielversprechend. Sie waren teurer als bei Facebook und Instagram, aber es war alles noch in einem Rahmen, mit dem ich mich arrangieren konnte. Nach wenigen Tagen aber sind die Preise explodiert.

Dieses Phänomen wiederholte sich bei einem weiteren Freebie und fand seinen Gipfel, als ich ein Launch-Webinar bewerben wollte. Nach 5 Tagen hatte ich rund 160 € ausgegeben und eine einzige Anmeldung für mein Webinar bekommen. Das geht gar nicht – erst recht nicht mit dem Hintergrund, dass ich nicht allein herumgekaspert, sondern mir von Anfang an Unterstützung gesucht habe.

Auch Pinterest Ads habe ich also zu den Akten gelegt.

LinkedIn Ads

Dann hatte ich noch LinkedIn auf dem Zettel, sowohl organisch als auch mit Ads. Organisch habe ich das sehr schnell wieder aufgegeben, weil mir LinkedIn noch weniger Spaß macht als Instagram. Ich fühle mich dort einfach nicht wohl und habe für mich anerkannt, dass das auch ein Faktor für die Auswahl meiner Kanäle ist.

Was die Ads angeht, kreiste extrem viel Meinung ohne Beweise durch den Äther und ich musste erstmal sortieren, was Hand und Fuß hat.

Beispiel: Ich habe laut ausgesprochen, dass ich überlege, mal LinkedIn Ads zu testen. Reaktion: “Nee, das funktioniert nicht!” Aber als ich neugierig nach den Erfahrungen der Person gefragt habe, stellte sich raus: Sie hat gar keine. Sie hat das nur von einer anderen Person gehört (die übrigens auch keine eigenen Erfahrungen, sondern es nur irgendwo her hat). Und ich so: 🤨

Mir war es wichtig, zu diesem Thema Expert:innen zu hören und habe mich mit drei verschiedenen unterhalten. Die einhellige Meinung bei ihnen war, dass sich LinkedIn-Ads nicht lohnen, und zwar aus drei Gründen:

  1. Linked Ads sind vergleichsweise teuer.
  2. Sie lassen sich nicht so gut steuern wie bei Meta.
  3. Um Ads bei LinkedIn schalten zu können, brauche ich ein Business-Profil. Dieses bekommt aber organisch kaum Reichweite, was dazu führt, dass ich letzten Endes zwei Profile pflegen müsste.
LinkedIn habe ich den Rücken gekehrt, noch bevor ich richtig angefangen hatte.

Blog & Podcast

Blog und Podcast zählten vor meinem Selbstexperiment bereits zu meinen wichtigsten Marketing-Kanälen (neben dem Newsletter). Beide habe ich dann zwischendurch aber ein wenig vernachlässigt, weil mein Fokus darauf lag, Neues zu testen und auch ich nicht alles auf einmal schaffe.

Das führte mir einmal mehr vor Augen, wie wichtig Konstanz im Marketing ist: Im Herbst habe ich bewusst einen Monat Podcast-Pause gemacht, also zwei Folgen ausgelassen. Die Zahl der Hörer:innen brach dadurch sofort um die Hälfte ein. Sobald ich wieder neue Folgen veröffentlichte, erholten sie sich aber genauso schnell wieder, wie sie gefallen waren und über das ganze Jahr hinweg konnte ich die Zahl der monatlichen Hörer:innen allein durch stoisches Dranbleiben um 17,4 % steigern.

Im Blog sanken meine Zahlen nicht annähernd so schnell, wenn ich mal nichts tat – aber nach ein paar Wochen doch zumindest ein wenig. Sobald ich ihm wieder mehr Aufmerksamkeit schenkte, neue Beiträge schrieb oder alte überarbeitete, kletterten sie sofort wieder nach oben.

Das ist vielleicht auch eine Botschaft an alle, die unken, SEO sei tot und in Zeiten von KI klicke ja sowieso niemand mehr auf Websites: Mir ist es mitten im KI-Hype gelungen, innerhalb eines Quartals und in einem heiß umkämpften Themengebiet wie SEO 219 Klicks mehr nur über Suchmaschinen auf meine Website zu holen. Das entspricht einer Steigerung von 15,5 %. Durch ein bis zwei Blogartikel im Monat, von denen nicht mal alle optimiert waren. SEO lebt, aber sowas von!

Krisen und Schwierigkeiten auf dem Weg (und warum ich von meinem ursprünglichen Plan abgewichen bin)

Wie oben schon angedeutet, habe ich zwar viel ausprobiert, aber einige Teile meines ursprünglichen Plans letztendlich doch fallen lassen. Namentlich YouTube Ads und das Ausloten weiterer Social-Media-Alternativen.

Warum?

Weil das ganze Experiment mich psychisch und emotional viel mehr herausgefordert hat, als ich gedacht hätte. Das lag vor allem an vier Hauptfaktoren:

Überforderung

Mein Selbstversuch fand nicht im luftleeren Raum statt. Nebenbei lief mein Business ganz normal weiter: mit Kundenaufträgen, der Betreuung meiner Kurse, Buchhaltung und all den anderen Dingen, die wir als Selbstständige eben so zu tun haben.

Eine Zeit lang ging das gut, aber Richtung Sommer habe ich gemerkt, wie mir die Puste ausging. Ich hatte mir zu viel gleichzeitig aufgehalst und kam kaum noch hinterher. Gleichzeitig machte ich mir selbst Druck, denn: “Ich wollte ja noch …” und: “Bis Ende des Jahres soll ja …”.

Wenn ich in den vergangenen Jahren aber eines gelernt habe, dann dass ich als Unternehmerin mehr mein Wohlbefinden priorisieren muss, denn sonst lande ich irgendwann im Burnout und kann den Laden hier zumachen.

Ich habe mir deshalb Zeit für eine Zwischenreflexion genommen und To-dos bewusst gestrichen oder verschoben. Dazu zählten insbesondere die YouTube Ads. Das fiel mir schwer, denn ich hatte sogar schon einen Kurs dazu gemacht und alles wäre parat gewesen, um in die Umsetzung zu gehen. Aber es hat in dem Moment einfach nicht mehr bei mir reingepasst.

Meinen Kund:innen sage ich immer wieder:

Du kannst nicht alles gleichzeitig machen. Geh Schritt für Schritt!
Und es tat gut, mich daran zu erinnern, dass ich das auch für mich selbst anwenden darf. 😂

Erkenntnis, dass die Sache größer ist

Angetreten bin ich mit der Absicht, von Instagram und Facebook wegzukommen. Mit der Option, dafür auf anderen Plattformen aktiv zu werden. Dieses Bild wackelte, als ich in den Nachrichten las, dass die Trump-Regierung Bluesky entdeckt hatte und dort unkommentiert und unmoderiert Hass und Hetze verbreiten konnte (was genau da problematisch ist, kannst Du u. a. hier nachlesen).

In dem Moment war ich froh, dass meine Bemühungen auf Bluesky unfruchtbar geblieben waren. Ich hätte sonst vielleicht erneut über einen Wechsel nachdenken und woanders wieder bei Null beginnen müssen.

Trotzdem machte mir diese Episode im Herbst bewusst:

Die Frage ist eigentlich nicht, ob ein Online-Business ohne Meta funktioniert. Sie lautet, ob ein Online-Business ganz allgemein ohne Social Media auskommen kann.

Denn sobald wir auf irgendeiner Drittplattform sind, sind wir immer zu einem gewissen Grad abhängig.

Dieser Gedanke fühlte sich im ersten Moment überwältigend an, weil er meinen ganzen Plan in Frage stellte und ich musste mich erstmal neu sortieren.

Einsamkeit

Ähnlich wie bei meiner Instagram-Pause 2023 überfiel mich nach einiger Zeit das Gefühl, den Anschluss an mein Umfeld zu verlieren. Das betraf mein Unternehmen, weil ich nicht einfach die Storys anderer Unternehmer:innen schauen und das als Aufhänger für kurze Gespräche zwischendurch nutzen konnte. Ich habe es aber auch privat gemerkt, wenn Freund:innen sich zum Beispiel über ein Reel unterhalten haben, das ich nicht gesehen hatte, sowie in meinem politischen Ehrenamt.

Ich fühlte mich, als würde ich die anderen nur durch eine Scheibe sehen.

In dieser Zeit war ich kurz davor, einzuknicken und das Experiment vorzeitig abzubrechen. Was mich durchhalten ließ, war die Tatsache, dass ich mein Vorhaben öffentlich geteilt hatte. Einige meiner Kund:innen hatten sogar extra einen Newsletter abonniert, in dem ich alle zwei bis drei Wochen erzählte, wie mein Weg-mit-Meta-Projekt lief. Hätte ich abgebrochen, hätten es alle mitbekommen und das hat die Hürde gleich viel höher gesetzt.

Glücklicherweise hat sich das Gefühl nach ein paar Wochen gelegt – auch, weil ich aktiv nach Möglichkeiten gesucht habe, mich wieder angeschlossen zu fühlen. Ich habe zum Beispiel angefangen, mich mit Kolleg:innen vermehrt auf einen virtuellen Tee in Zoom zu verabreden oder über Telegram und Signal Kontakt zu halten.

Rückblickend fühlt es sich an, als hätte ich Entzugserscheinungen gehabt. Ich nehme für mich mit: Durch manche Phasen muss man einfach durch. Und es hilft, sich dabei selbstwirksam zu fühlen.

Suche nach dem Sinn

Das, was mich von allem am meisten gefordert hat, war die Frage nach dem Sinn meiner Aktion. Mein Hauptgrund von den Meta-Plattformen wegzugehen, war ja, dass ich nicht einverstanden bin mit dem Unternehmen dahinter, mit den Werten, die es vertritt und den Praktiken, die es ganz selbstverständlich anwendet. Ich bin der Ansicht, dass es tendenziell demokratiegefährdend ist, wenn sich die größten Medien und Social-Media-Plattformen in den Händen weniger reicher Menschen befinden und dann noch die Algorithmen so gebaut sind, dass Empörung und Angst gepusht werden.

Es war ein Protestakt, wegzugehen. Aber im Laufe der Monate habe ich mich immer wieder gefragt, ob er wirklich etwas bringt.

Ich habe zwischendurch zum Beispiel den Gedanken gehabt, dass ja kaum jemand mitzieht. Ich wusste von einer Handvoll Personen, die Instagram ebenfalls den Rücken gekehrt haben. Die meisten in meinem Umfeld aber sagten sinngemäß: “Ja, das ist schon alles nicht so cool auf Instagram und Facebook. Aber ich bleibe dort trotzdem.” Übrigens aus ganz verschiedenen Gründen, die ich alle nachvollziehen konnte. Ich will hier also ausdrücklich niemanden blamen.

Es war nur so, dass ich an mir selbst und meiner Wirksamkeit gezweifelt habe. Ich dachte: Wenn nur ich gehe und dazu ein paar weitere einzelne Personen, ist das Meta doch komplett egal. Zählt es wirklich, was ich mache?

Den Gedanken habe ich in einem Newsletter geteilt und darauf vor allem eine Reaktion bekommen: Dass es immer jemanden brauche, der vorangeht und den Weg ebne.

Darüber habe ich viel nachgedacht. Ich verstehe, was gemeint ist, aber war trotzdem unzufrieden mit der Situation. Denn ich bin oft diejenige, die vorangeht. Aber das ist anstrengend und mit erhöhten Risiken und Rückschlägen verbunden, weil ja nicht jedes Vorhaben unbedingt glücken muss. Und in der Zwischenzeit ist der Weg verflucht einsam.

Nachdem ich wirklich monatelang gegrübelt habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich komplett überhöhte Ansprüche an mich hatte. Wir als Individuen können keine strukturellen Probleme lösen. Wir können reflektieren und Konsumentscheidungen bewusst treffen, klar – aber so richtig machtvoll wird das erst, wenn mehr Menschen mitziehen.

Es braucht ein System gegen das System.

Zumal das Problem ja eigentlich nicht nur Meta betrifft, sondern alle Ebenen: Vom schlichten Wocheneinkauf (mit Müller unterstützen wir Rechtsextreme, aber Müller ist der Mutterkonzern von fast allen anderen Milchproduktmarken, sodass es kaum Alternativen gibt, Nestlé hat ebenfalls x-tausend Tochterfirmen, Kosmetik wird an Tieren getestet etc.) über so alltägliche Dinge wie Musikhören (Was, Spotify investiert unser Geld in Waffen? Toll …) bis hin zum Business.

Der Dreck am Stecken ist überall und allein das alles zu recherchieren und Alternativen auszuloten (die dann aber vielleicht auch wieder problematisch sind), kostet so viel Zeit und Kraft. Kein Mensch kann das leisten. Wahrscheinlich läuft es auf die alte Faustregel hinaus:

Choose your battles.

Ich habe mir vorgenommen, weiter aufmerksam durchs Leben zu gehen, hinzuschauen und so gut es geht nach meinen Werten zu leben. Aber mir ist bewusst geworden, dass ich nicht überall sein und die ganze Welt retten kann und dass das in Ordnung ist. Ich darf auch eine Nummer kleiner denken. Wenn ich von Instagram und Co. weggehe, ist das ein großartiger Akt, weil es meiner Psyche gut tut und mein Business unabhängig macht. Falls es noch irgendetwas Größeres anstößt und Kreise zieht, ist das super. Aber falls nicht, schmälert das nicht den Wert meiner Bemühungen und erst recht nicht den von mir als Person.

Fazit: Ist es realistisch, Online-Marketing ohne Social Media zu machen?

Du siehst schon, ich habe auf dem Weg viel hinterfragt. Trotzdem bin ich immer stoisch drangeblieben und habe meinen Versuch bis zum Ende durchgezogen, sodass ich jetzt ein fundiertes Fazit ziehen kann: Geht Marketing, insbesondere auch mit einem Online-Business, ohne Social Media?

In meinen Augen: Ja. Aber es ist wichtig, eine realistische Zeitplanung vorzunehmen. Organisch genügend Reichweite aufzubauen, braucht Zeit.

Wie viel?

Das hängt von Deinem Business-Modell ab.

Wenn Du mit Deinen Kund:innen 1:1 arbeitest, also zum Beispiel Coachings oder Dienstleistungen anbietest, kannst Du vielleicht schon in sechs bis zwölf Monaten gut ohne Social Media leben. Wenn Du skalierbare Angebote verkaufen willst, zum Beispiel Online-Kurse oder E-Books, sprechen wir eher über Jahre.

Das klingt erstmal viel, aber wenn wir ehrlich sind, sollte uns das eigentlich nicht schockieren. Denn einen Social-Media-Account groß zu machen, dauert für die meisten Menschen genauso lange wie zum Beispiel SEO zu machen. Es ist völlig egal, welchen Marketing-Kanal Du wählst: Wenn Du auf organische Reichweite setzt, dauert es immer. Eine mögliche Abkürzung sind Ads, die Dich aber natürlich auch wieder an die eine oder andere Plattform binden.

Die Kanäle, die für mich persönlich am besten funktionieren, sind Blog (mit SEO natürlich), Podcast und Newsletter – also alles, was komplett mir selbst gehört. Der Blog schafft Reichweite und baut Vertrauen auf, der Podcast vertieft das Vertrauen (es ging aber auch lange ohne, er wäre also meine letzte Priorität in diesem Reigen) und der Newsletter leitet den eigentlichen Verkauf ein.

Wichtig beim Aufbau dieser Kanäle sind vor allem zwei Dinge: Konstanz und Durchhaltevermögen.

Wie geht es jetzt für mich weiter?

Ich haben oben schon erwähnt, dass ich komplett aufgehört habe, bei Instagram und Facebook zu posten und auch auf den anderen Social-Media-Plattformen bin ich organisch nicht mehr aktiv. Das funktioniert wunderbar, solange es um meine 1:1-Angebote geht und darum, mein eigenes Gehalt zu finanzieren. Ich allein kann sehr bequem von meinem Business leben.

Ich habe aber auch eine Angestellte. Und für sie reicht meine organische Reichweite derzeit noch nicht. Besonders vor Launches schalte ich deshalb noch Ads.

In Anbetracht der Tatsache, dass meine Blog- und Podcastzahlen sich positiv entwickeln, bin ich guter Hoffnung, dass sich die Ads langfristig ersetzen lassen – aber eben wirklich langfristig und immer zu dem Preis, dass mein Business nur sehr langsam wachsen kann.

Ich stand Ende des Jahres also vor der Entscheidung: Ist es mir wichtig genug, von Meta wegzukommen, um Sarah zu entlassen? Und die Antwort lautet: Nein.

Deshalb werde ich für den Moment weiter Ads schalten.

Mein Fokus wird aber ganz klar weiter auf meinen eigenen Kanälen liegen: Blog, Podcast und Newsletter. Deren Impact will ich stetig weiter ausbauen, damit langfristig die Ads ausdünnen und letztlich verschwinden können.

Mental habe ich mir auch die Erlaubnis gegeben, vielleicht ab und zu einen Post auf Instagram abzusetzen – weil die Ads dann günstiger sind. Praktisch habe ich mir das aber schon im Dezember gedacht und seitdem noch keine Sekunde das Bedürfnis gehabt, zu posten. Das ist okay. Ich gestatte mir diesen aktuellen Schwebezustand. Meine Form von Rebellion für den Moment wird sein, Social Media so zu nutzen, wie es mir nützt und gut tut – ohne mich dabei von einem menschenfeindlichen Algorithmus lenken zu lassen.

Wie ist Dein Verhältnis zu Social Media? Welche Erfahrungen hast Du schon gesammelt? Ich freue mich, wenn wir uns in den Kommentaren austauschen!

Jane von Klee

Jane von Klee

ist SEO-Fachfrau, Werbetexterin und Content-Strategin. Sie unterstützt Selbstständige dabei, online sichtbar zu werden, mit ihren Botschaften und Angeboten mutig Raum einzunehmen und zu verkaufen, ohne dabei schmierig oder marktschreierisch zu sein. Janes Strategien sind speziell auf Selbstständige zugeschnitten: effizient und zeitsparend, mit Fokus auf Empathie und Menschlichkeit.

10 Kommentare

  1. Beate Gödecke

    Danke für deinen interessanten Einblick und auch für deine Intention. Ich kann es so gut nachvollziehen. Aber es stimmt mich auch traurig, daß es keine Alternative zum Meta-Konzern gibt. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen eigenen Kanälen und bleibe ihnen weiterhin treu.

    Antworten
  2. Sibille

    Liebe Jane,

    was für ein wunderbarer Artikel zu einem meiner Themen, die mich seit dem Buch No Social beschäftigen.

    Ich plane mir mehr Zeit ein, Meta den Rücken zu kehren und ja ich nutze mehr Zeit um meinen Blog, Onlinemagazine und Ende März mit meinem Podcast zu starten.

    Mehr auf die eigene Bedürfnisse zu achten, schafft neue Möglichkeiten.

    Danke, Jane.

    Antworten
  3. Susan

    Liebe Jane,
    ich sehe und höre dich nur über deinen privaten Kanäle (den Newsletter, den Podcast). Und vielleicht sehe ich dich auch live auf der LBM.
    Diesen Blogartikel werde ich in meinem Newsletter aufnehmen (ich habe da eine Rubrik Internetfunde), weil du zum einen die Probleme und Möglichkeiten fundiert erklärt hast. Und zum anderen, weil ich denke, dass wir Leute brauchen, die voran gehen. Also hoffe ich, dass dir vielleicht die eine oder andere Abonnentin von mir folgt. Mir macht der Newsletter immer wieder Mut, weil das Gefühl, ich „müsste“ dabei sein, noch da ist. Danke auch für den Tipp mit Bluesky. Wieder eine Todo von der Liste.
    Liebe Grüße
    Susan

    Antworten
  4. Melanie König

    Liebe Jane

    Und wieder so ein herrlich ehrlicher Beitrag. Neben dem sehr interessanten Inhalt, habe ich auch nochmal verstanden, warum es wirklich völlig okay ist und sogar angenehm, wenn man gewisse Inhalte auch wiederholt. Ich hatte viel von diesem Beitrag schon in deinem Jahresrückblick gelesen. Jetzt zu sehen, wie du dir für einen Teil davon nochmal in einem eigenen Beitrag Zeit nimmst, ist für mich tatsächlich sehr lehrreich. Und wie gesagt: Ich habe es sehr geschätzt den Beitrag zu lesen, obwohl ich einiges schon „kannte“ – und das in meinem eigenen „Konsumverhalten“ zu erfahren, ist sehr wertvoll.

    Besonders interessant waren für mich die Details zu den verschiedenen Plattformen. Gerne erzähle ich ein bisschen von mir – quasi als Danke schön für deine Offenheit:
    Interessant, wie schlecht Pinterest für dich funktioniert hat! Ich habe damit auch schon vor längerer Zeit angefangen und aufgehört. Vor ein paar Monaten habe ich die ganze Strategie überarbeitet und nochmals angefangen und jetzt funktioniert es sehr gut! Ich erlebe nach einem Jahr Aufbauarbeit zum ersten Mal, dass ich Newsletter-Abonnenten erhalte „ohne etwas dafür zu tun“. Und das hängt vor allem an diesem (organischen) Zusammenspiel von Pinterest und Blog, das bei mir sehr gut funktioniert. Zumindest aktuell. Alles steckt noch in den Kinderschuhen. Was mich aber zusätzlich sehr positiv stimmt ist, dass nun auch die SEO Signale von anderen Suchmaschinen besser werden und mein Eindruck ist: Pinterest hat auf nicht-optimierte Blogbeiträge aufmerksam gemacht und Qualitätspublikum angelockt, deren Leseverhalten von Suchmaschinen registriert wird, und die mich jetzt im Umkehrschluss nochmals testen.
    Ich glaube, meine Zielgruppe sucht auf Pinterest aktiv nach Inspiration. Pinterest kann man als Business aber sehr gut nutzen ohne es für sich selbst zu nutzen (also als Werbeplattform, aber ohne sich selbst Inspiration zu holen) und vielleicht sind Selbstständige darum nicht unbedingt dort suchend unterwegs… Sehr spannend und auch schön zu sehen, dass jedes Business halt auch ein bisschen anders ist und jeder so seinen Weg findet was für ihn gut funktioniert. Dieses Individuelle finde ich auch so schön!

    Danke, dass du uns Mut machst unsere Wege zu finden. Und auch dranzubleiben. Den Zeithorizont zu respektieren… Das war gegen Ende des letzten Jahres für mich ein grosses Thema und ich hatte wirklich „Lust“ den Bettel hinzuschmeissen und halt doch irgendwie auf viralere Strategien zu setzen. Jetzt bin ich dankbar, dass ich mich erstmal auf die nachhaltigeren Wege fokussiert habe, die mir die Ruhe und etwas Freiheit geben darin, wann ich was mache und wo meine Energie hingehen darf.

    Ich hoffe, dass wir in Zukunft – zum Beispiel zum Jahresende hin – wieder von deinem Weg hören. Ich empfinde diese Beiträge als sehr wertvoll!

    Ganz herzliche Grüsse aus der Schweiz
    Melanie

    Antworten
  5. Sophie

    Liebe Jane,

    vielen Dank für diesen ehrlichen und inspirierenden Erfahrungsbericht.
    Es ist richtig ermutigend zu sehen, wie du ein ganzes Jahr Marketing ohne Social Media ausprobiert hast und dabei gelernt hast, welche Kanäle für dich wirklich funktionieren (z. B. Blog, Podcast, Newsletter). Gerade der Hinweis, dass organische Reichweite Zeit braucht und langfristig nachhaltiger ist als ständiges „Posten um der Sichtbarkeit willen“, trifft bei mir voll ins Schwarze.

    Ich betreibe selbst einen Blog https://liebe-zu-wachstum.de/ und habe hier ebenfalls bemerkt, wie die Besucherzahlen nach einem Google-Update plötzlich zurückgegangen sind, was natürlich frustrierend ist. Ich finde es oft auch schwierig, die Balance zwischen Social Media und weniger stressigen Kanälen zu finden. Oft ist es so anstrengend, in dieser Welt permanent präsent zu sein. Auf der anderen Seite brauche ich natürlich eine gewisse Reichweite, um zukünftig meine Produkte/Dienstleistungen erfolgreich verkaufen zu können und am Ende des Tages Geld zu verdienen, um mein Lebensunterhalt bestreiten zu können.

    Ich werde auf jeden Fall doch bald das Thema Newsletter angehen, um auch ein Stück unabhängiger von den Kanälen zu werden. Danke für den Impuls

    Danke, dass du deine Höhen und Tiefen so offen teilst – das motiviert, den eigenen Weg im Marketing bewusst und selbstbestimmt zu gehen. Ich versuche jeden Tag aufs neue mit Leichtigkeit und Vertrauen, statt mit Verbissenheit, daran zu gehen.

    Danke dir.

    Liebe Grüße
    Sophie

    Antworten
  6. Karin Scherer

    Liebe Jana,

    dein Newsletter hat mich wirklich tief berührt. Ich war beim Lesen so sehr bei dir – in so vielen Gedanken und Gefühlen erkenne ich mich wieder. Es ist fast, als hätten wir aus unterschiedlichen Richtungen denselben Weg eingeschlagen.

    Manchmal habe ich beim Lesen sogar gedacht: Wenn ich deinen Text aus einer anderen Perspektive betrachte, könnte es genauso gut unsere gemeinsame ehrenamtliche Haltung widerspiegeln.

    Schon seit längerer Zeit habe ich mich bewusst von Instagram und Facebook distanziert. Und deine offenen Worte haben mir nochmal geholfen, diesen Schritt nicht nur rational, sondern auch innerlich klarer zu sehen – und vielleicht sogar den nächsten mutig anzugehen.

    Seit 2025 lege ich meinen Marketing-Fokus verstärkt auf Blog und Newsletter, Pinterest begleitet mich ja schon länger. Nach einer kleinen, bewussten Pause starte ich dort gerade neu – mit frischer Energie und klarem Blick. Aktuell konzentriere ich mich auf ein einziges Produkt – und es ist so schön zu sehen, dass die Bestellungen ganz ohne Ads wieder spürbar anziehen.

    Das fühlt sich wie eine kleine, leise Belohnung fürs Dranbleiben an. Und genau solche Momente tun einfach gut.

    Danke dir für deine ehrlichen Worte und deinen Mut, sie zu teilen. 🤍

    Antworten
  7. Claudia Burger

    Liebe Jane,

    danke für deine spannende Selbstreflexion, durch die ich mir ein bisschen Rumprobieren ersparen kann.
    Ich setze auch vorwiegend auf meinen Blog, auf Mundpropaganda und zudem auf einige Expertenartikel in Zeitschriften. Social media nur hin und wieder. Funktioniert gut bei mir.

    Liebe Grüße aus Südtirol
    Claudia Burger

    Antworten
  8. Alexandra

    Liebe Jane,

    ich danke Dir für Deine unglaubliche Authentizität und das Du Deine Mitmenschen soviel von Dir teilhaben lässt. Ich bin voll dabei was Du schreibst zum Thema die erste zu sein oder allein damit zu sein. In meinem ersten Business hatte ich da auch so meine Themen. Jetzt in meinem zweiten Business wäge ich ab. Ich mag auch weder Facebook noch Insta und habe seit einigen Jahren dort auch nichts mehr gemacht weil es mich schlicht weg stresst und ich die Energie nicht mag. Bei LinkedIn bin ich rein und wieder raus, hat mich schlichtweg überfordert. Mein Weg ist auch eher Unhabhängigkeit. Ich werde auch den Weg einschlagen Menschen über Blog und Newsletter zu erreichen. Nur wenn es denn mal erforderlich ist Social Media zu nutzen aber das muss dann mal ein Notfall sein. Mundpropaganda war mein Verkaufsschlager in meinem ersten Business. Alles was ich an Geld für Werbung, Marketing, etc. in die Hand genommen hatte, hat sich nicht bezahlt gemacht. Aber damals waren es auch andere Zeiten und ich war anders aufgestellt.

    Viele Grüße
    Alexandra

    Antworten
  9. Brigitte Kleinhenz

    Liebe Jane,
    danke dir für deine Einblicke, die sich auch mit meinen Erfahrungen decken.
    Den eigenen Blog hat (frau) im Griff, das dürfen wir uns immer wieder bewusst machen.
    Herzliche Grüße aus Franken
    Brigitte Kleinhenz

    Antworten
  10. Anne

    Liebe Jane,

    danke für das offene Teilen deiner Überlegungen und Erfahrungen!

    Den Aspekt mit dem „luftleeren Raum“ kann ich voll unterschreiben und das ist für mich aktuell der Grund, doch noch auf Instagram unterwegs zu sein… es gibt ja leider nur sehr wenige Soloselbstständige, die im Blog solche Blicke hinter die Kulissen teilen wie du es tust. Auf Insta beobachte ich das häufiger und dieses Stück Ehrlichkeit tut sooo gut, wenn man auch einfach mal seine Zweifel teilt und die Dinge anspricht, die nicht so funktionieren wie geplant. Denn viel zu schnell nehmen wir ja an, dass es „bei allen anderen“ wie am Schnürchen läuft und nur man selber gefühlt immer herumkrebst, hinterfragt, ausprobiert, verwirft, … möp.

    Pinterest möchte ich auch nochmal eine Chance geben. Ich habe dort einen alten Account von meinem persönlichen Blog, der mir seit Jahren zuverlässig Traffic liefert. Einige Gartentipps beispielsweise wurden (und werden) da zigfach geteilt. Letztes Jahr habe ich mir dann einen zweiten Account für mein Business erstellt, mich dazu getreten, Pins zu erstellen… und dann ehrlicherweise den Drive verloren, weil da so gut wie nüscht bei herumkam. Seitdem steht es auf meiner To-do-Liste, das nochmal anzugehen und diesmal nicht nur für einen Monat Testzeitraum, sondern für drei. Motivation sieht allerdings anders aus. 😀

    Liebe Grüße
    Anne

    Antworten

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