Leere Floskeln vermeiden: Zehn Texterinnen und Texter erklären, wie es geht.

Kennst Du das auch? Du verweilst in einem gemütlichen Café in bester Lage – Wohlfühl-Ambiente pur – genießt frischen Kaffee in höchster Qualität, besiehst Dir die exklusiven Produkte in der Auslage und alles ist einfach so authentisch, individuell und innovativ, dass Dir vor Freude die Tränen kommen?

Nein? Ich auch nicht. Mir kommen bei solchen mit leeren Floskeln vollgepackten Ausführungen höchstens Tränen der Verzweiflung. Leider warten sie gefühlt aber auf jeder zweiten Website. Und weil ich echt keinen Bock mehr habe, zu heulen, habe ich neun meiner Texter-Kolleginnen und -Kollegen um Hilfe gebeten.

Jede:r von uns stellt Dir heute seine ganz persönliche Gruselfloskel Nummer 1 vor – und verrät auch, wie Du sie vermeiden kannst. Du profitierst also heute nicht nur von meinen eigenen Erfahrungen, sondern zapfst das Wissen von zehn Profis auf einmal an.

Floskeln sind meiner Erfahrung nach oft ein Akt der Hilflosigkeit. Wir haben sie schon so oft gelesen und gehört, dass sie sich förmlich in unsere Hirne eingefräst haben. Deshalb kommen sie uns auch sehr schnell in den Sinn, wenn wir Texte schreiben wollen. Tja, und manchmal will ein Text eben einfach nicht so richtig fließen … Dann sitzen wir vor dem leeren Blatt, kommen nicht in die Gänge und bevor gar nichts passiert, schreiben wir halt das Offensichtliche: Floskeln.

Auch mir als Texterin passiert das manchmal. Entgegen der landläufigen Meinung haue ich nicht am laufenden Band packende Überschriften, mitreißende Claims und superwitzige Wortspiele raus. In einen guten Text investiere ich viiiiiel Hirnschmalz. Das ist anstrengend. Ganz im Gegensatz zum Dreschen von Floskeln …

Aber komm, eine winzig kleine Floskel schadet doch nicht?!

Leider doch.

Floskeln weichen Deinen Text auf, machen ihn nichtssagend und langweilig und sorgen dafür, dass er in rasantem Tempo durch die Hinwindungen Deiner Leser:innen rauscht, ohne irgendwo hängenzubleiben. Kaum haben sich die Leser:innen umgedreht, haben sie Dich schon wieder vergessen.

Schlecht, wenn Du etwas verkaufen willst! Deshalb verpassen wir Deinen Texten jetzt ein paar Widerhaken.

Ich übergebe an dieser Stelle an meine Kolleginnen und Kollegen. Wir lesen uns dann noch mal ganz am Ende dieses Artikels. Den Start macht Stephanie Stratton:

Nicht wundern:

Ich lasse meinen Kolleg:innen gleich freie Hand. Du wirst also auf unterschiedliche Schreibstile, Arten zu Gendern und Sichtweisen treffen. Das muss so. 😉

Stephanie Stratton: exzellenter Kundenservice

Wir bieten Ihnen exzellenten Kundenservice.“ Wenn ich diese Floskel irgendwo lese, verdrehe ich so hart die Augen, dass sie kurz unter der Schädeldecke anstoßen. Anschließend gähne ich und steige aus.

Aber exzellenter Kundenservice ist doch wichtig. Was ist denn daran so schlimm?

Erstmal nichts. Aber es ist ein Feature, das deine Kundschaft von dir erwartet. Außer es ist in deiner Branche üblich, Menschen mit einer Backpfeife zu begrüßen, keine ihrer Fragen zu beantworten und ihnen abgestandenen Kaffee einzuflößen. Dann würdest du dich mit einem besseren Service deutlich vom Wettbewerb unterscheiden und der Hinweis darauf wäre relevant.

Weil deine Leser:innen also meistens davon ausgehen, dass sie einen exzellenten Kundenservice bekommen, ist diese Floskel nur blähender Füllstoff.

Was sie stattdessen wissen wollen: Ob dein Angebot das Richtige für sie ist. Dafür kannst du konkret beschreiben, was deinen Service so besonders macht. Warum ist er so exzellent, dass das erwähnenswert ist?

Vielleicht bewirfst du deine Kund:innen mit warmen Vanille-Wattebäuschen zur Begrüßung. Oder freundliche Schabrackentapire servieren den aromatischsten Kaffee ever, wenn jemand mehr als 5 Minuten warten muss.

Was, so fancy geht es bei dir gar nicht zu?

Das ist total okay.

Aber vielleicht sorgst du dafür, dass dein Kunde sich bei dir so flauschwohl fühlt wie ein satt und müde gesäugtes Kitten. Oder du weißt, was deine Kundin möchte, noch bevor sie es dir erklärt hat. Und das ist erwähnenswert, weil es für genau die Menschen relevant ist, die das schätzen und brauchen.

Show, don’t tell.

Schaffe ein ordentliches Kopfkino bei deinen Leser:innen. Hilfst du ihnen vielleicht anders weiter, als sie es erwartet hätten? Wenn du ihnen erklärst, wie du das machst, überraschst du sie und sorgst so für die richtige Dosis Koffein in deinem Text.

Stephanie Stratton

Foto: Diana Jill Mehner | Hallo Lieblingshund

Ich bin Stephanie Stratton,

Copywriter. Wenn du für Einzigartigkeit und verrückte Ideen und gegen Marketinggelaber und ranzige Regeln bist, schreibe ich für dich lieblingskundengerechte Texte, bringe deine Positionierung auf den Punkt und berate dich zum glasklaren Aufbau deiner Website.

Website: www.wordabout.de

Elise Graf: mit Wohlfühlfaktor

Wer hat eigentlich diesen elenden Wohlfühlfaktor in die Welt gesetzt? Ich möchte Beschwerde einreichen. 😄

Denn der Wohlfühlfaktor tut leider nicht viel für deinen Text, ich korrigiere: für keinen Text dieser Welt. Sezieren wir das Wort doch mal. Was bedeutet es, „sich wohlzufühlen“? Die einen fühlen sich wohl, wenn sie den ganzen Tag in Jogginghose auf dem Sofa chillen; anderen reicht es schon, ausgeschlafen und satt zu sein. Sensible und empathische Menschen brauchen eine positive Stimmung um sich herum, damit es ihnen gutgeht. Der Interpretationsspielraum ist also groß.

Das wirklich Problematische an der Floskel ist aber der Faktor – ein Begriff aus Mathematik und BWL. Mit dem nüchternen Faktor erreicht das Wohlfühlen den Gefrierpunkt.

Bis zu meiner Recherche dachte ich, meine Hassfloskel wurde eigens für Wellnesshotels, Thermalbäder und Massagestudios erfunden. Ein kurzer Blick in die Suchmaschinen bewies mir das Gegenteil.

Da heißt es, Abnehmen mit Wohlfühlfaktor, Energieeffizienz, Corporate Design oder Studiengang mit Wohlfühlfaktor. Ich bin sogar auf eine Autowerkstatt gestoßen, die Reparaturen mit Wohlfühlfaktor verspricht. Was sie damit genau meinen, ist mir ein Rätsel.

Tipp #1: Werde konkret

Falls du in Versuchung gerätst, diese Floskel zu nutzen oder es sogar schon tust: Mach dir klar, wie sich Menschen ganz konkret mit dir und deinem Angebot (wohl)fühlen werden.

Für unsere Beispiele könnte das bedeuten:

  • Abnehmen mit Wohlfühlfaktor = nicht hungrig ins Bett gehen müssen; keine Heißhungerattacken; genug Energie für Job, Kinder und Sport haben
  • Energieeffizienz mit Wohlfühlfaktor = Heizkosten sparen UND immer warme Füße haben, babyweiche Haut trotz Heizungsluft
  • Corporate Design mit Wohlfühlfaktor = sich zu 100 Prozent im Design wiedererkennen, das eigene Angebot stolz und selbstbewusst präsentieren

Lass das mit dem nebulösen Wohlfühlfaktor sein und pack diese echten Vorteile auf den Tisch, selbst wenn es sich im ersten Moment banal anfühlt.

Tipp #2: Wecke Gefühle

Wenn du ein schönes Gefühl verkaufen willst, dann solltest du das zuallererst in deinen Marketingtexten liefern. Und zwar nicht, indem du das Gefühl benennst, sondern indem du es weckst! Du weißt nicht, wie du das schaffen kannst?

Mach es wie Romanautor:innen. 😃 Erzähl Geschichten. Schaffe eine lebendige Atmosphäre. Erzeuge Bilder in den Köpfen deiner Wunschkund:innen.

Hier kannst du auch bisherige Kund:innen für dich sprechen lassen. Was haben sie durch dein Angebot erlebt? Wie haben sie sich gefühlt?

Das Wohlgefühl musst du nicht mehr explizit erwähnen. Deine Leser:innen spüren es längst.

Elise Graf

Foto: Elise Graf

Über Elise Graf

Als Website-Texterin und Klarheitsmentorin unterstütze ich spirituelle und bewusste Unternehmen und Solopreneure dabei, mehr Besucher:innen auf ihre Seite zu locken und in zahlende Kundschaft zu verwandeln. Ohne Aufreißermethoden, dafür mit viel Mitgefühl, Herz und Persönlichkeit.

Website: https://hierundtext.de/

Julia Wißmeier: Wir freuen uns auf Sie

Jedes Unternehmen, das zu einer Veranstaltung einlädt – ob Webinar, Workshop oder Tag der offenen Tür –, endet auch den fünfunddreißigsten Social-Media-Post dazu noch mit den Worten: „Wir freuen uns auf Sie!“.

Sorry, aber ich kaufe euch die Freude einfach nicht ab. Wie drückt sich diese denn aus? Machen die Verantwortlichen bei jeder eingehenden Anmeldung Luftsprünge? Werden die Teilnehmer*innen mit Konfetti und Tröten begrüßt, weil das Veranstaltungsteam nicht weiß wohin mit seinem Enthusiasmus?

Oder ist „Wir freuen uns auf Sie“ eine Verlegenheitsfloskel, die man schreibt, weil man sonst nicht weiß, wie man den Post enden soll?

Ich nenne das „Fauxfreude“ – falsche Vorfreude. (Andere Beispiele dafür sind „Bald ist es wieder soweit!“ und „Der Countdown läuft!“.) Ein „Wir freuen uns auf Sie“ am Ende klingt halt rund. Ich habe aber lange genug im Marketing gearbeitet, um zu wissen, dass Kundenveranstaltungen bei den Organisator*innen mehr Stress als Freude verursachen.

Außerdem verwendet ausnahmslos jedes Unternehmen diese Floskel, was ihr den Effekt des „Gesundheit!“-Wünschens nach dem Niesen verleiht: Man hört es so häufig, dass man den eigentlichen Sinn nicht mehr wahrnimmt. Sagt man halt so, nicht?

Wie geht’s besser?

Warum muss man den Leuten überhaupt vorgaukeln, man freue sich? Kommt dann eine Person mehr? Ich nehme an, es ist die persönliche Komponente, die diese Phrase attraktiv macht – gerade für B2B-Unternehmen.

Wer unbedingt von Menschen sprechen will, könnte stattdessen davon berichten, wie sehr sich das Team ins Zeug gelegt hat, um ein tolles Event auf die Beine zu stellen; wie zielstrebig es sich um die besten Redner*innen bemüht, wie lange es am Programm gefeilt oder wie viele Anrufe es getätigt hat, um die perfekte Location zu finden. Solche Details würden mich als Interessentin mehr davon überzeugen, dass mich da ein großartiges Event erwartet, bei dem ich unbedingt dabei sein sollte, als wenn man mir versichert, dass man sich auf mich freut.

Julia Wißmeier

Foto: Katharina Meier | Spiegelhof Fotografie

Über Julia Wißmeier

Julia Wißmeier von Friedo Content schreibt suchmaschinenoptimierte Blogartikel für die IT-Branche – garantiert floskelfrei.

Website: https://friedo-content.de

Peter Dreissig: tolles Preis-Leistungs-Verhältnis

Ich kriege Krämpfe, wenn ich in Onlinetexten sagen soll, dass ein Produkt billig ist. Als in den Neunzigern Discounter die Tante-Emma-Läden umgebracht haben, hab ich gelernt, dass bei Marketing über den Preis alles und alle über die Klinge springen. Der Discounter selber auch, aber leider zuletzt.

Eine Prise Polemik: Wo der Preis das erste Alleinstellungsmerkmal ist, bedient der Kapitalismus mit dem Prinzip „Geiz ist geil“ die dunkle Seite der Macht.

Wenn ich schreibe, das gut ist, was billig ist, reproduziert mein Text den Missbrauch von Privilegien und überlegenen Ressourcen zur betriebswirtschaftlich optimalen Ausbeutung weniger Privilegierter, die sich nicht wehren können oder es nicht besser wissen.

Billig ist nicht innovativ. Billig hat keinen Wert. Wer mit „billig“ wirbt, gräbt fast immer den eigenen Mitbewerbern durch die Umgehung sozialer Standards das Wasser ab und beschädigt den Markt so, dass er grad noch davon leben kann, während die Konkurrenz eingeht.

Bisschen drastisch. Aber leider ist was dran.

Aber was hat der jetzt gegen Preis und Leistung?

Ein „tolles Preis-Leistungsverhältnis“ ist ja was ganz anderes, oder? Es sagt doch gar nicht, dass meine Leistung an allen Ecken und Enden spart und dabei lässig Grenzbereiche des moralisch Vertretbaren ausbeutet, solange es keiner merkt und kein Gesetz mich effektiv davon abhält?

Es sagt doch viel mehr, dass mein Kunde eine tolle Leistung kriegt und die auch noch zu einem Preis, der dafür so richtig angemessen ist?

Nö. Wär das das, dann wäre das „tolle Preis-Leistungsverhältnis“ kein trojanisches Pferd, keine uninspirierte Täuschung. Aber in 9 von 10 Texten ist die zielbewusst transportierte und im Konsens wohlig-muffiger Verdrängung von sparfixierten KonsumentInnen-Hirnen völlig richtig gelesene Bedeutung glasklar: „Wir sind sogar noch billiger als die Anderen.“

Billig klingt ja mies, hässlich und moralbefreit. Also so, wie es meistens ist. Und wer will sich so schon präsentieren? Also, offen und ehrlich. Abgesehen von dem Sonderpostenmarkt bei mir an der Ecke, der ganz offizell „Im Angebot“ heißt. Schräg, aber ehrlich. Mag ich.

Better practice: Sagen was ist

Das prächtige Augstein-Wort zur Quintessenz und unlösbaren Herausforderung objektiven Journalismus wollte ich schon immer mal mit Marketingkommunikation verknoten. Marketingtext ist nicht nur Bericht. Niemand erwartet von uns maximale Objektivität. Doch als Teil im Kanon anzustrebender Werte macht er unsere Texte gut und schön. Ehrlich.

Es gibt damit zwei Optionen:

A) Ich bezeichne Produkte, die an allen Ecken und Enden sparen, Lasten lässig in die Ferne exportieren und dafür richtig billig sind, genau so: „Billig“.

B) Ich schreibe nicht über solche Produkte.

B ist für uns Texter auch deshalb eine nette Option, weil solche Anbieter überall bis aufs Blut sparen (solang es nicht das eigene ist). Also auch bei diesem Heini, der ja eh nur die Texte schreibt. Ein Ziel in der Selbstständigkeit darf sein, solche Nasen rigoros auszusortieren. Marktbereinigung, die mein Herz erwärmt.

Und was machen wir mit den Anderen? So lange die Wendung noch eine Floskel und potentiell giftig ist, verwende ich sie nicht. Wozu auch? Feine Produkte haben neben ihrem Preis-Leistungsverähltnis noch was anderes tolles: Eigenschaften und Substanz. Ich schreibe also über das, was ist. Der Preis spielt dabei in keiner Hinsicht eine Rolle. Davon haben alle was. Nicht zuletzt diejenigen, die Texte und Produkte lesen, kaufen und benutzen.

Peter Dreißig

Über Peter Dreißig

Peter ist Text- und Marketingprofi, Autor und Kreativtrainer mit einem besonderen Hang zu klaren und nachhaltigen Konzepten. Den lebt er zum Nutzen seiner Kunden vor allem bei Unternehmensbeschreibungen und Kerntextprojekten aus.

Website: www.text-konzept-story.de

Brigitte Walter: Hallo, ihr Lieben

„Hallo ihr Lieben!“

Heute schonmal gehört oder gelesen? Ja, ich auch!
Weißt du was? Meiner Meinung nach ist das eine echt schöne Begrüßung. Sowohl mündlich als auch schriftlich. Ehrlich. Ich kann sie nur leider nicht mehr hören.

Geht es nur mir in meiner Bubble so, oder hast du auch das Gefühl, dass jede zweite Instagram-Story mit „Hallo ihr Lieben“ beginnt? Leute, was ist denn mit dem Thema Individualität? Wenn alle das gleiche sagen, sticht niemand mehr heraus?!

Auch auf der Website ergibt „Hallo ihr Lieben“ als erster Satz einfach keinen Sinn. Damit holst du niemanden ab.

Ich betreue viele Kund:innen, die eine Personal Brand rund um ihr Thema aufgebaut haben und so ihr Einzelunternehmen rocken. Insbesondere die persönliche Ausrichtung macht letztendlich den Unterschied zu anderen Solopreneur:innen.
Individuell und echt zu sein ist in meinen Augen ein entscheidender Teil des Businessfundaments. Genau das spiegelt sich auf der Website und in den Texten wider.

Also: Warum nutzt du immernoch „Hallo ihr Lieben“ als Begrüßung auf deinen Kanälen?

Mein Tipp:

Beobachte dich im Alltag, welche Begrüßung du wirklich verwendest. Oder frag deine Freunde, welche Redewendungen und Wörter du oft benutzt.
Vielleicht ist sogar die ein oder andere Erkenntnis dabei? Lass diese Wörter viel mehr in deine Texte und deine Social Media Aktivitäten einfließen. Denn DAS bist DU und genau das schätzen deine Kund:innen an dir.

Viel Freude beim Ausprobieren!

Brigitte Walter

Foto: Brigitte Walter

Über Brigitte Walter

Ich unterstütze Selbstständige dabei, in ihrer unternehmerischen Ausrichtung klar und sicher zu werden. Darauf aufbauend helfe ich meinen Kund:innen mithilfe von Suchmaschinenoptimierung und starken Websitetexten dabei, online sichtbar und gefunden zu werden.

Website: www.digitaleschreibfeder.de

Mia Gries: kundenorientierter Service

Als Texterin für Websites frage ich meine Kund*innen im Briefing, was sie servicetechnisch von ähnlichen Anbieter*innen abhebt oder besonders macht. Oft erhalte ich hier die Antwort: „Wir arbeiten kundenorientiert!“ oder „kundenorientierter Service“. Originell ist leider anders! Eben diese Phrase findet sich entweder als vollständiger Satz oder als Hinweis auf tausenden Websites. Mein Problem damit ist außerdem: Was bedeutet das bitte genau?! Ohne Kund*innen kann kein Unternehmen Leistungen anbieten – somit arbeitet wirklich jedes Business kundenorientiert.

Was die Besucher*innen deiner Website (und mich als Texterin) wirklich interessiert: Was erwartet sie bei dir, was sie woanders nicht bekommen? Interessanter als die schwammige Formulierung „kundenorientiert“ ist der Mehrwert deiner Arbeit oder Leistung, den du zusätzlich zum Ergebnis bietest. Folgendes ist beispielsweise erwähnenswert:

  • Die Atmosphäre in deinem Kosmetikstudio ist einladend durch eine Willkommens-Lounge mit kostenlosen Getränken und gemütlichen Sitzgelegenheiten.
  • Du hast als Dienstleister*in immer motivierende Worte für deine Kund*innen parat, was sie sehr an dir schätzen.
  • Deine Servicemitarbeiter*innen melden sich innerhalb weniger Stunden auf Anfragen und deine Hotline ist sieben Tage die Woche rund um die Uhr besetzt.
  • Wer deinen Onlinekurs absolviert, bekommt am Ende ein liebevoll und professionell gestaltetes Zertifikat.
  • Du hast einen Onlineshop und legst jedem Päckchen eine kleine Überraschung bei.
  • Deine Workbooks gibt es für einen kleinen Aufpreis in gedruckter Form, falls deine Kund*innen keinen Drucker haben oder es lieber händisch ausfüllen wollen.
  • Du bietest eine Zufriedenheitsgarantie an (zum Beispiel 30 Tage Rückgaberecht).

Das ist doch gleich viel konkreter, oder? Wenn du deinen „kundenorientierten Service“ genau beschreibst, wissen alle, was sie erwartet! Dadurch hast du einen echten Vorteil gegenüber deinen Mitbewerber*innen, die auf ihrer Website noch mit der inhaltsleeren Phrase werben.

Falls du bisher noch nie überlegt hast, was deinen Service besonders macht, habe ich einen Tipp für dich: Gehe deine Feedbacks von Kund*innen durch oder denke an vergangene Projekte. Was hat deine Kund*innen an der Zusammenarbeit mit dir begeistert? Bestimmt findest du etwas Erwähnenswertes. Und wenn nicht, überlegst du dir etwas, womit du deine Kund*innen künftig glücklich machst und kommunizierst es in deinem Marketing – ganz ohne Floskel!

Mia Grieß

Foto: Mia Gries

Hallo, ich bin Mia Gries

und gehe mit dir als Storybranding-Expertin auf deine Heldinnenreise, um die Essenz deine Marke mithilfe von Archetypen zu ergründen. Außerdem bin ich Lektorin und helfe dir dabei, dein Buch selbstbewusst zu veröffentlichen.

Website: https://federrauschen.de

Lena Block: Innovation aus Tradition

Eine Floskel passiert ja immer dann, wenn die gewählte Formulierung nichts aussagt und sie außerdem SO einen Bart hat. Bei „Innovation aus Tradition“, gern verwendet als Slogan oder Startseiten-Opener, trifft beides zu.

Man merkt beim Lesen schnell: Hier hat jemand Panik. Wie können wir bloß möglichst viele Leute abholen?, lautet die Frage hinter dem Satz. Wir wollen natürlich die ältere Zielgruppe kriegen, die eher konservativ ist und auf Bewährtes setzt („Tradition“), aber die jungen Leute, die sollen uns auch geil finden („Innovation“). Wir sind schließlich für alle da und wir können auch alles! Und die Begriffe „Tradition“ und „Innovation“ sind doch ein genialer Gegensatz. Nicht.

Darüber hinaus kommt die Floskel auch noch gereimterweise im Nominalstil daher, der noch nie irgendwelche potentiellen Kunden überzeugt hat. Auch semantisch ist der Satz vermurkst:

Man ist also innovativ. Warum? Na, aus Tradition. Man war also immer schon innovativ, weil…ja, warum? Und was hat der Kunde davon? Was soll er sich unter „Innovation“ vorstellen? Nirgendwo geht der Satz auf den Leser ein, alles dreht sich nur um den Absender. So überzeugt man niemanden.

Wie Du es besser machen kannst:

Indem Du erklärst. Aufdröselst. Beweist. Verbildlichst, veranschaulichst, ins Detail gehst. Stell Dir vor, da ist eine Goldschmiede. Sie wurde 1922 gegründet und wird inzwischen vom Ur-Ur-Ur-Enkel geführt.

Das Geschäft befindet sich immer noch an der gleichen Adresse; jeder Inhaber profitiert von der Expertise des Vorgängers, und an den Wänden hängen alte Meisterurkunden.

Der Chef der Goldschmiede besucht regelmäßig Messen und Fortbildungen und recherchiert die neusten Schmucktrends, um sie seinen Kunden anbieten zu können. Die Werkstatt wurde renoviert, sodass alle Schmiedemeister an modernen Arbeitsplätzen mit der neusten Technik arbeiten.

Diese Goldschmiede ist wirklich traditionell und wirklich innovativ. Und wenn man auf der Website all diese Dinge erklärt und beschreibt, versteht der Leser das auch, ohne dass man „Tradition“ oder „Innovation“ auch nur erwähnen muss.

Kann gut sein, dass dieser Leser dann demnächst mal in der Goldschmiede vorbeischaut.

Lena Block

Foto: Mia Grieß

Über Lena Block

Ich helfe Selbständigen und KMU, durch professionelle Texte mehr Kunden zu gewinnen. Allen, die selbst texten wollen, gebe ich im direkten Online-Coaching Hilfestellung und Tipps.

Website: https://www.textbueroblock.de

Mirko Partschefeld: Aktuell

Aktuell geht es euch gut? Das klingt nicht nur ein bisschen komisch, sondern ist genau gesehen auch eine Floskel 😊. Das Wort „aktuell“ erfreut sich momentan großer Beliebtheit und wird vor allem im Journalismus, in der Beratersprache und in der Politik inflationär verwendet. Der so bezeichnete Sachverhalt soll wichtig klingen, die Formulierung wirkt aber oft etwas gestelzt.

Wie ist es korrekt?

„Aktuell“ ist ein Adjektiv, kein Adverb. Korrekt ist demnach: „Der Bundestag diskutierte ein aktuelles Thema. Dies sind die aktuellen Vorschriften. Der Schriftsteller thematisierte eine aktuelle Frage.“

Weil Adjektive adverbial verwendet werden können, ist die folgende Verwendung ebenfalls richtig:

„Diese Orthografieregeln gelten aktuell.“

Dieser adverbiale Gebrauch hat sich mittlerweile etabliert.

Warum ist es so beliebt?

Das Wort „aktuell“ vereint mehrere Bedeutungen. So kann es „zeitgemäß“, „momentan“ und auch „von (großer) Wichtigkeit“ bedeuten. Etymologisch bedeutete es zuerst „wirklich, wirksam“ (entlehnt von frz. actuel, so auch heute noch engl. actual und bes. actually „tatsächlich, eigentlich“).

Wann wurde es zur Floskel?

In der Bedeutung „neu, zeitgemäß“ war es bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein von der Publizistik bevorzugtes Modewort. Betrachten wir die Sprache in der Gegenwart, fällt auf: Laut DWDS und Google Ngram Viewer stieg die Beliebtheit von „aktuell“ kurz nach der Rechtschreibreform in den Jahren 2005/2006 rapide an. Weil man aufgrund von „zurzeit/zur Zeit“ verwirrt war und für „zurzeit“, „momentan“ eine gute Entsprechung suchte? Möglich, aber unwahrscheinlich. Der größte Anstieg findet sich im vergangenen Jahr, wie bei Google oder auch im DWDS-Zeitungskorpus (siehe oben) in absoluten Zahlen ersichtlich ist.

Was kann man stattdessen sagen?

Statt „aktuell“ kann man „zurzeit“, „momentan“, „gegenwärtig“, „jetzt“, „heute“, „heutzutage“ oder „modern“, „zeitgemäß“, „in“ sagen oder auch „zeitgenössisch“, „spruchreif“, „brisant“, „brandneu“, „neuzeitlich“, „angesagt“.

Mirko Partschefeld

Foto: Stephen Koziol

Ich bin Mirko Partschefeld,

Lektor, Korrektor und Texter mit großer Liebe zum geschriebenen Wort. Als Lectorare unterstütze ich Autoren und Unternehmen dabei, mit Qualitätstexten erfolgreich zu sein.

Website: www.lectorare.de

Dorit Flor: qualitativ hochwertig

„Wir bieten Ihnen ausschließlich qualitativ hochwertige Ware an.“ „Überzeugen Sie sich selbst von unserem qualitativ hochwertigen Angebot.“ Sorry, liebe Leute, aber: Nö! Denn diese lahme Tautologie kann ich mittlerweile echt nicht mehr lesen.

Wenn die überragende Beschaffenheit des Angebots in deinem Werbetext schon mit einem Adjektiv angepriesen werden muss, genügt es vollkommen, sich auf „hochwertig“ zu beschränken. Dem Ganzen auch noch das Adverb „qualitativ“ vor die Nase zu pflanzen, ist wirklich überflüssig, denn deine Leser:innen werden dadurch weder schlauer noch entscheidungsfreudiger.

„Hochwertig“ drückt ja bereits aus, dass etwas von guter Qualität und eben nicht „minderwertig“ ist. Auf welche Weise sollte es sonst hochwertig sein? Quantitativ? Damit würde wohl niemand werben wollen.

Streich diese farblose Floskel am besten gleich aus deinem Werbe-Wortschatz.

Wie es besser geht:

Statt von hochwertigen Qualitäten zu faseln, die wenig mehr aussagen als „das ist echt gut“, erzähle deinen Leser:innen doch lieber, was die Qualität des Angebots, über das du schreibst, tatsächlich ausmacht:

  • Werden die Zutaten sorgfältig ausgewählt und jeden Morgen frisch beim Bio-Händler eingekauft, damit der versierte Chef de Cuisine daraus Köstlichkeiten zaubern kann, die nach Natur und Sonne schmecken?
  • Freut sich Steffi, die Tänzerin auf dem Bild, gerade über ihr tadellos gearbeitetes Petticoat-Kleid, das ihren Rock’n’Roll-Kapriolen auch nach unzähligen Waschgängen noch ein Krönchen aufsetzt?
  • Bekommen die Teilnehmer:innen dieses Online-Kurses nicht nur jede Menge nützliches Material an die Hand, sondern auch die fachkundige Unterstützung eines Profis, der sich geduldig mit ihren Fragen auseinandersetzt und all ihre Kopf-Knoten gemeinsam mit ihnen auseinanderzupft?

Nimm deine Leser:innen mit in die Welt des Angebots und zeig ihnen, warum es wertvoll für sie ist. Aussagen, die lebendige Bilder im Kopf entstehen lassen, überzeugen viel eher als doppelt gemoppeltes Qualitätslob von vorgestern.

Dorit Flor

Foto: Axel Vetter | Archipel Videoproduktion

Ich bin Dorit Flor,

die unkonventionelle Texterin aus der Klopfecke, ansässig im schönen Hamburg. Gemeinsam mit meinen Klopfgeistern Neugier, Interesse, Leidenschaft, Begeisterung und Inspiration fabriziere ich raffinierte, einfühlsame Schriftstückchen für freigeistige Unternehmer:innen, Künstler:innen, Kreative und Leute mit spirituellen oder anderweitig abgefahrenen Angeboten.

Website: https://www.klopfecke.de

Jane von Klee: Mit Herz und Verstand

So, jetzt entreiße ich den Kolleginnen und Kollegen das Zepter wieder. Mit ganz viel Herz und Verstand. Das ist nämlich meine aktuelle gegenwärtige (Erwischt, Mirko!) Gruselfloskel Nummer 1.

Der erste Grund, dass sie mir dermaßen auf die Nerven geht, ist dass ich sie dauernd überall sehe. ÜBERALL. Auf Websites, auf Flyern und – besonders häufig – in Insta-Bios. Was es da nicht alles gibt:

  • Social-Media-Management mit Herz und Verstand,
  • Kunsttherapie mit Herz und Verstand,
  • Life-Coaching mit Herz und Verstand,
  • Pflege mit Herz und Verstand …

Dass sie sich offensichtlich durch sämtliche Branchen zieht, führt mich zum zweiten Grund meiner Abneigung: Ich finde diese Floskel über alle Maßen uninspiriert. Auf mich wirkt sie immer, als hätte die Person einfach keine Lust gehabt, sich mal einen Moment hinzusetzen und sich eine Alternative zu überlegen. Das geht mittlerweile so weit, dass ich aus Prinzip nichts mehr bei Menschen kaufe, die mit „Herz und Verstand“ werben, weil ich denke: Gehen sie mit meinem Anliegen dann auch so lieblos um wie mit ihrem Slogan?

Meiner Meinung nach sollte es selbstverständlich sein, dass Dienstleister:innen, Coaches und Berater:innen mit Verstand arbeiten. Wofür bezahle ich sie denn sonst? Und auch dass ein Pflegedienst „mit Herz“ agiert (Himmel, ich krieg allein vom Aufschreiben schon wieder die Krätze) setze ich voraus. Sonst wäre das ein klassischer Fall von „Beruf verfehlt“.

Wie kannst Du diese Floskel vermeiden?

Ganz einfach: Lass sie weg. Gerne ersatzlos. Gar keinen Slogan oder Claim zu haben, ist immer noch besser, als mit einem schlechten von der Stange hausieren zu gehen.

Sag also einfach, dass Du Social-Media-Manager:in, Kunsttherapeut:in, Life-Coach oder Pflegedienstleister:in bist. Punkt. Das spart Platz und vergeudet nicht die wertvolle, begrenzte Aufmerksamkeit Deiner Leser:innen, ohne auch nur den Hauch eines Inhalts zu vermitteln.

Alternativ kannst Du das tun, was schon viele meiner Kolleginnen und Kollegen in diesem Artikel empfohlen haben: Werde konkret. Was bedeutet es in der Praxis, dass Du mit Herz und Verstand arbeitest? Wie äußert sich das? Bist Du rund um die Uhr telefonisch erreichbar, wenn Deine Kund:innen Deine Hilfe brauchen? Schickst Du ihnen jede Woche eine fünfstöckige Torte mit bunten Streuseln? Spendest Du in ihrem Namen an einen Tierschutzverein?

Kommuniziere solche Dinge, aber bitte, bitte lass die Floskel weg.

Übrigens: Sieben weitere nützliche Schreibtipps für Deine Website habe ich Dir in diesem Artikel zusammengestellt.

Fazit: So vermeidest Du leere Floskeln

Als ich die Ausführungen meiner Kolleginnen und Kollegen gelesen habe, ist mir aufgefallen: Zwei Tipps tauchen immer wieder auf. Wenn Du irgendetwas aus diesem Artikel im Gedächtnis behalten möchtest, dann bitte diese beiden Punkte:

Zum Hinter-die-Ohren-schreiben:

  1. Lass Offensichtliches weg.
  2. Sei konkret.

Jetzt bin ich gespannt: Welche Floskeln kannst Du denn nicht mehr sehen? Verrat es mir in den Kommentaren!

Jane von Klee

Jane von Klee

ist Spezialistin für Human SEO: Suchmaschinenoptimierung von Menschen für Menschen. Sie ist überzeugt, dass SEO nur mit Empathie und Fokus auf einzigartige, wirklich hilfreiche Texte gelingt. Mit idiotensicheren Erklärungen, praxisnahen Beispielen und eingängigen sprachlichen Bildern sorgt sie dafür, dass jede Unternehmerin SEO für sich nutzen kann - und zwar ganz ohne unnötiges Technikgesabbel.

23 Kommentare

    • Jane von Klee

      Das finde ich auch. Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Peter! 🙂

      Antworten
  1. Stephanie Stratton

    Wie cool! Danke, dass ich dabei sein durfte. Und da könntest du ja eigentlich sogar noch eine Serie draus machen, bei all den fiesen Floskeln die es sonst noch so gibt 🤭

    Antworten
    • Jane von Klee

      Stimmt, an Floskeln könnten wir uns wahrscheinlich ewig abarbeiten. 😀 Ich hatte auf Instagram mal ein Floskelbingo für verschiedene Branchen. Vielleicht greife ich das mal wieder auf. Danke, dass Du an diesem Artikel mitgewirkt hast, Stephanie!

      Antworten
      • Julia Wißmeier

        Dein Floskelbingo war super, ich erinnere mich noch. Danke auch von mir, dass ich zu diesem Artikel beitragen durfte.

        Antworten
        • Jane von Klee

          Leider hatten die Floskelbingos auf Instagram eine sehr geringe Reichweite. Deshalb habe ich sie vorläufig eingestampft. Vielleicht wage ich später aber noch mal einen Versuch. 🙂

          Antworten
  2. Dorit Flor

    Ist ein schönes Stückchen geworden! Auch von mir vielen Dank fürs Mitwirken-Dürfen. Ich hatte viel Spaß – auch beim Lesen der schönen Beiträge meiner Kolleg:innen. 💜 Hab direkt Lust, noch einen Floskel-Artikel zu schreiben. 😅

    Antworten
    • Jane von Klee

      Wer weiß, vielleicht starten wir ja mal eine zweite Auflage. 😀

      Antworten
  3. Julia Oehme

    Ich bin kein Texter, aber zwei Worte die ich nicht mehr hören bzw. Lesen kann sind „ich bin ein Herzensmensch“ (Was heißt denn das!? Wir haben doch alle ein Herz…sind wir nicht alle Herzensmenschen!?!?) und „Learning“ (Im Sinne von „Mein Learning des Tages ist…“. Mein absolutes Unwort der letzten Jahre!! )

    Antworten
    • Jane von Klee

      Das geht mir ähnlich. Es gibt viele Wörter mit „Herz“, die mich nerven. „Herzensbusiness“ gehört zum Beispiel auch dazu. Das Learning mag ich auch nicht besonders, aber ich muss gestehen, dass es sich manchmal dennoch in meine Texte einschließt. Es ist halt kürzer als „Erkenntnisse“. 😀

      Antworten
  4. Jasmin Lotter

    Hallo Jane, mich hat das „Hallo ihr Lieben“ kalt erwischt, das nutze ich auch häufig, habe noch nicht so die Idee, wie ich es ersetzen kann. Tolle Infos!
    Liebe Grüße aus Portugal.

    Antworten
    • Jane von Klee

      Hei Jasmin, wie begrüßt Du denn Deine Freunde, wenn Du sie irgendwo zufällig triffst? Das könnte eine gute Alternative zu „Hallo, ihr Lieben“ sein. 🙂

      Antworten
  5. Christina

    Super hilfreich. Werde meine Homepage gleich mal nach leeren Floskeln durchsuchen. Danke für eure Inputs.

    Antworten
    • Jane von Klee

      Sehr gerne, Christina! Schön, dass Du etwas aus dem Artikel mitnehmen konntest. 😀

      Antworten
  6. Petra

    So ein schöner Artikel, liebe Jane!

    #1 viel geschmunzelt
    #2 mehrfach ertappt
    #3 lasse ich weg, weil meine Lernings (hallo Jasmin 😄) hast du mit den beiden Punkten zum Schluss zusammengefasst.

    Danke und liebe Grüße

    Antworten
    • Jane von Klee

      Dankeschön, Petra! 🙂

      Antworten
  7. Katrin Flecken

    Toller Artikel. Vielen Dank euch allen. Das ein oder andere Mal hab ich mich ertappt gefühlt. „Hallo ihr Lieben“ nutze ich z. B. auch sehr gern. Eine Floskel, die ich grad nicht mehr lesen kann: „Hand aufs Herz“. Lese ich gefühlt in jedem zweiten Social-Media-Post.

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    • Jane von Klee

      Oh, stimmt! Hand aufs Herz hätte es auf jeden Fall verdient, in diesem Artikel erwähnt zu werden. Vielleicht muss ich wirklich noch eine zweite Auflage starten. 😀

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  8. Stefanie

    „Gute Besserung!“

    konnte ich noch nie leiden. Passt auch voll in mein Thema, dass wir wieder in die Spur kommen sollen. Wir sollen funktuonieren in unserem Leistungsorientierten System. Wer krank ist, wird abgelehnt. -ok, nicht überall, aber hattest du auch schon mal ein schlechtes Gewissen, als du dich krank gemeldet hast, oder bist genau deswegen trotzdem zur Arbeit gegangen?
    Ich antworte mittlerweile auf diesen Befehl: „Ich besser mich.“ oder „Ich geb´mir Mühe.“ oder „Ich brauch mich nicht bessern. Ich bin richtig gut.“

    Danke für den super Artikel, hat mir viel Freude gemacht und aha – Momente beschert.
    Lass es dir gut gehen! (Passt übrigens auch, wenn jemand krank ist)

    Stefanie

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    • Jane von Klee

      Über „Gute Besserung“ habe ich noch nie aktiv nachgedacht. Als Befehl habe ich es nie aufgefasst … Auf jeden Fall eine spannende Sichtweise, die ich mal durchdenken werde. 😉

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    • Julia Wißmeier

      Hi Stefanie,
      ich finde „gute Besserung“ auch eher nervig. In einem Knigge-Kurs habe ich gelernt, dass man das eigentlich gar nicht mehr sagen soll, weil es die Gesundheit des Niesenden thematisiert. Stattdessen soll man einfach so tun, als wäre nichts gewesen. Mach ich jetzt immer so und finde das viel angenehmer.

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  9. Goni

    Hallo ihr Lieben!
    Ach, scheisse! Erwischt worden. Diese Floskel benutze ich tatsächlich oft.

    Danke für den Wink mit der Tastatur. Ich werde versuchen in meinen Texten konkreter zu werden und weniger Floskeln zu benutzen. Auch wenn es mir teilweise schwer fällt einen guten Ersatz zu finden, zum Beispiel für „authentisch“ oder „achtsam“.

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    • Jane von Klee

      Ich kann Dich beruhigen: Das fällt manchmal selbst uns Texterinnen und Textern schwer. 😉 Statt „authentisch“ könntest Du vielleicht auch „echt“, „glaubwürdig“, „wahrhaftig“ oder „natürlich“ sagen. Oft hilft es, einfach mal nach Synonymen zu googeln. Es ist aber auch nicht das Ziel, ein Wort um jeden Preis zu ersetzen. Denk darüber nach, ob Dir etwas anderes einfällt – und wenn Du dann zu dem Schluss kommst, dass das Originalwort einfach am besten von allen passt, ist es auch in Ordnung, wenn Du es verwendest. 🙂

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