Dieser Beitrag wurde ursprünglich am 6.8.2020 veröffentlicht und am 28.5.2026 grundlegend überarbeitet.

Foto von einer Frau am Schreibtisch. Aufschrift: Es gibt keine magische Abkürzung! - und 11 weitere SEO-Wahrheiten

Wenn es beim Thema SEO Frust und schlechte Laune gibt, dann liegt es oft an enttäuschten Erwartungen. Deshalb möchte ich Dir in diesem Beitrag zwölf teils unbequeme Wahrheiten über SEO und GEO verraten.

Wahrscheinlich werden Dir nicht alle davon gefallen, aber ich finde es trotzdem wichtig, dass Du sie kennst, bevor Du SEO machst – weil Du Dir dann so manchen typischen Fehler und Umweg einfach sparen kannst und weißt, wann realistisch mit Ergebnissen zu rechnen ist. 🙂

Übrigens: Falls Du gerade unterwegs bist, noch die Wäsche aufhängen musst oder generell lieber hörst als liest, gibt es diesen Beitrag auch als Podcast-Episode:

Wahrheit 1: Es gibt keinen geheimen magischen Trick, der Dich ruckzuck an Position 1 der Suchergebnisse katapultiert.

Starten wir gleich mit der wohl unschönsten Wahrheit – dann haben wir es hinter uns. 😉

Auch wenn es nach außen hin manchmal anders wirkt: SEO ist keine Magie, sondern Handwerk. Deswegen kann niemand mal eben mit den Fingern schnipsen und Dich in den Suchergebnissen von Seite 9 auf Seite 1 nach vorne holen. Bitte sei misstrauisch, wenn Dir jemand so etwas verspricht.

Der wichtigste Faktor dafür, dass Du mit Deiner Website gefunden wirst, ist Qualität. Du musst eine wirklich gute Website anbieten, mit einer durchdachten Struktur und hervorragenden, an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichteten Inhalten, damit Google und KI sie prominent ausspielen.

Um das zu schaffen, sind eine ganze Reihe von Kriterien zu erfüllen, die wie Zahnräder ineinandergreifen. Nicht umsonst läuft mein SEO Kurs über sechs Monate.

Ich verstehe natürlich die Sehnsucht danach, Dinge einfacher zu machen … Aber in Sachen SEO gibt es einfach keine schnelle Abkürzung. Deine Website darf und muss wachsen, Schritt für Schritt.

Wahrheit 2: SEO kostet entweder Zeit oder Geld.

Wenn es keinen magischen Trick gibt, dann heißt das konsequenterweise, dass SEO Arbeit bedeutet. Diese Arbeit kann auf drei Wegen erledigt werden:

1. Du übernimmst sie selbst. Dann musst Du Dir Zeit für die Einarbeitung und Umsetzung nehmen. (Richtwert: Mit zwei Stunden pro Woche kommst Du als Selbstständige:r schon weit.)

2. Du beauftragst jemanden mit SEO. Mit welchen Preisen Du da rechnen solltest, kannst Du hier nachlesen. Auch hierzu ein Richtwert: Wenn Du wirklich sämtliche SEO-To-dos auslagern willst, landest Du schnell bei über 1.000 € im Monat.

3. Du gibst nur die Aufgaben ab, die Dir besonders schwer fallen und machst den Rest selbst. Das wäre also eine Mischform.

Gefunden werden ohne zu investieren oder Dir etwas Zeit freizuschaufeln? Das funktioniert leider nicht.

Wahrheit 3: Es dauert Monate, bis Du konkrete Ergebnisse siehst.

SEO braucht Zeit, bis es wirkt. Wie lange genau, hängt unter anderem davon ab …

  • in welchem Themenbereich Du unterwegs bist,
  • wie hoch die Konkurrenz ist,
  • wie Dein Business-Modell aussieht und
  • ob Du Deine Website ganz frisch aufsetzt oder ob es sie schon eine Weile gibt.

Google selbst spricht von vier bis zwölf Monaten, bis Du mit konkreten Ergebnissen rechnen kannst:

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Mehr Informationen

Ich hatte auch schon Kund:innen, bei denen es schneller ging und wir schon nach zwei bis vier Wochen erste Resultate feiern konnten. Das sind aber erfreuliche Ausnahmen – nichts, was ich jemals versprechen oder womit ich fest planen würde.

Wenn Du SEO machen möchtest, plane lieber minimum ein halbes Jahr ein, bis Du Deine Reichweite nach oben klettern siehst. Auch dann wird es wahrscheinlich nicht direkt einen Riesensprung geben, aber die Zahlen wachsen stetig weiter. 🙂

Wahrheit 4: Alle SEO-Tipps dieser Welt bringen Dir nichts, wenn Du Deine Kund:innen nicht gut genug kennst.

Suchmaschinen sind Dienstleister. Sie versuchen immer, Nutzer:innen bei einer Suche das bestmögliche Ergebnis auszuwerfen. Das tun sie natürlich nicht, weil sie so wahnsinnig menschenfreundlich sind, sondern weil ihr Umsatz daran hängt. Wenn die Nutzer:innen unzufrieden mit den Ergebnissen sind, verwenden sie beim nächsten Mal eine andere Suchmaschine oder einen KI-Chat – simple as that.

Was aber ist dieses bestmögliche Ergebnis?

Das klingt vielleicht erstmal nach einer lapidaren Frage, trifft aber genau den Kern von SEO.

Das bestmögliche Ergebnis ist die Seite oder der Blogartikel, der genau die Informationen liefert, die die Menschen gerade suchen.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Du Deine Kund:innen sehr genau kennen und die sogenannte Suchintention verstehen solltest: 

  • Was beschäftigt Deine Kund:innen?
  • Wieso nehmen sie sich die Zeit, bei Google oder ChatGPT eine Suchanfrage einzutippen?
  • Wie fühlen sie sich in dem Moment?
  • Was hoffen sie, zu finden? Was brauchen sie, um weiterzukommen oder sich besser zu fühlen? 

Die Antworten darauf sind die absolute SEO-Grundlage – denn nur, wenn Du mit Deinen Inhalten die Suchintention triffst, hast Du überhaupt eine Chance, gefunden zu werden.

Wahrheit 5: Ohne einen Blog verschwendest Du Potenzial.

Diese Wahrheit schließt unmittelbar an die eben an. Denn natürlich suchen Menschen auch nach konkreten Angeboten, aber vergleichsweise wenig. Je nachdem, welcher Quelle Du vertrauen willst, zielen 50 bis 80 Prozent oder fast zwei Drittel aller Suchanfragen erstmal auf Informationen ab – ohne dass dahinter schon unbedingt eine Kaufabsicht steckt.

Es kann zum Beispiel sein, dass die Menschen nach Anleitungen suchen, nach Tipps oder erster Hilfe in einem bestimmten Gebiet, die sie erstmal selbst umsetzen können, nach Inspiration, Unterhaltung, Einordnung oder Empfehlungen.

All das kannst Du in einem Blog am besten abdecken.

Wenn Du Dich hingegen nur auf die Suchanfragen konzentrierst, bei denen Menschen schon genau wissen, was sie wollen (zum Beispiel „hochzeitsfotograf münchen“ oder „führungskräftetraining berlin“), gehen Dir alle Menschen verloren, die gerade erst anfangen, sich mit Deinen Themen zu beschäftigen. Sie brauchen noch etwas Zeit, bis sie bereit sind, zu buchen – aber recherchieren bereits und merken sich Marken, die sie dabei hilfreich fanden.

Besonders, wenn Du überregional gefunden werden möchtest, ist es extrem sinnvoll, einen Blog zu führen. Du verankerst damit Dein Business schon weit vor dem ersten Kaufgedanken in den Köpfen, verhinderst, dass sie sich von vornherein auf die Konkurrenz festlegen und bereitest den Umsatz in sechs bis zwölf Monaten vor.

Wahrheit 6: Du musst bereit sein, Informationen und Wissen zu teilen.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Die Suchintention ist bei SEO Trumpf. Wenn Du verstehst, was Deine Kund:innen sich wünschen und ihnen genau das gibst, wirst Du belohnt. Umgekehrt haben Menschen ein feines Radar für Texte, die nur für Suchmaschinen produziert wurden, lieblos und auf Masse.

Viele Texte, die es online gibt, sind inhaltlich flach und kratzen nur an der Oberfläche. Die gleichen Informationen könnte ich auch auf 50 anderen Seiten finden.

Wenn Du jetzt den 51. Text dieser Art schreibst, wirst Du weder Kund:innen noch Suchmaschinen hinterm Ofen hervorlocken.

Trau Dich, stattdessen in die Tiefe zu gehen. Beantworte echte Fragen, die Deine Kund:innen Dir stellen, zeige das Für und Wieder verschiedener Möglichkeiten, schreibe „Es kommt darauf an“, teile Erfahrungen, gib Einblicke in Deine Arbeit, ordne Neuigkeiten ein, äußere Meinungen, kurz: 

Sei Du selbst mit all Deinen Facetten.

Halte nichts künstlich zurück.

Viele machen sich Sorgen, dass sie zu viel Wissen teilen könnten und dass deshalb dann niemand mehr bei ihnen bucht. Aber das Gegenteil ist der Fall: Wenn Du großzügig Dein Wissen teilst, und zwar möglichst nicht aus dem Gedanken heraus: „Ich mache jetzt mal SEO, weil ich gefunden werden will“, sondern mehr aus dem Gedanken: „Ich möchte helfen!“ – dann baust Du damit Vertrauen auf und stichst ganz nebenbei auch noch aus der Menge heraus. 

Falls Du trotzdem noch zauderst, hör Dir gerne meine Podcast-Folge zu dem Thema an:

Wahrheit 7: Nicht alle Texte werden gefunden – völlig egal, wie viel Mühe Du Dir gibst.

Manche Texte gehen durch die Decke, stehen in den Rankings total gut da und bringen über Monate und Jahre hinweg neue Intererssent:innen zu Dir. Andere versauern einfach.

Du kannst das vergleichen mit dem Verlagswesen: Da wird auch nicht jedes Buch ein Bestseller. Von zehn Büchern wird vielleicht eins ein Verkaufsschlager. Eine weitere Handvoll läuft nicht überragend, aber doch ganz ordentlich. Und dann gibt es eben auch auch immer ein paar Ladenhüter.

Leider weißt Du vorher nicht sicher, in welche Kategorie ein neuer Text fallen wird. Du kannst mithilfe einer Keyword-Recherche (Suchvolumen, SEO Difficulty, Cost per Click und so weiter) Vermutungen anstellen, aber letzten Endes siehst Du es erst in der Praxis endgültig.

Das wiederum heißt: Du kannst von Anfang an einkalkulieren, dass es immer ein bisschen Ausschuss geben wird. Schick den Perfektionismus in die Wüste, schreib locker drauflos, wie die Texte eben gerade aus Dir heraussprudeln – und mach vor allem stoisch weiter, auch wenn die eine oder andere Seite mal nicht zünden will.

Wahrheit 8: Du wirst mit SEO niemals fertig.

Viele denken, SEO sei ein Projekt, an dem nach ein paar Wochen ein Haken dran ist.

In Wahrheit will Deine Website kontinierlich gepflegt und aktulisiert werden (Suchmaschinen lieben aktuelle Inhalte). Außerdem summiert sich SEO auf.

Da sind wir wieder bei dem Blog-Gedanken: Mit jedem neuen Text, den Du veröffentlichst, hast Du eine neue Chance, gefunden zu werden. Mit jedem neuen Text kannst Du weitere Interessent:innen ansprechen. 

Im besten Fall veröffentlichst Du also regelmäßig neue Inhalte (ein neuer Blogartikel pro Monat ist supergut, Du kannst für den Start aber zum Beispiel auch alle zwei oder drei Monate einen neuen Beitrag online stellen – je nachdem, wie es Deine Zeit zulässt).

Im Alltag sollte SEO dabei kein großer Berg sein, sondern ein selbstverständlicher Begleiter. Wie Zähneputzen: Das machst Du ja auch nicht nur einmal im Jahr. 🙂

Wahrheit 9: Du brauchst für SEO ein Analyse-Tool.

Oder noch besser zwei. 😀

Die Grundlage ist die Google Search Console. Sie gibt Dir superwichtige Informationen darüber, wie Deine Website in den Suchergebnissen dasteht und was Du da noch optimieren kannst. Zudem hilft sie Dir, Aufgaben zu priorisieren, wenn Du wenig Zeit hast. (Wie das geht, zeige ich hier.) Sehr praktisch – und da keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden auch noch komplett unbedenklich bezüglich DSGVO. 

Bestenfalls hast Du zusätzlich noch ein weiteres Analyse-Tool, das Dir zeigt, was direkt auf Deiner Website passiert (die Search Console schaut wirklich nur auf die Suchergebnisse bei Google):

  • Wie viele Leute kommen generell auf Deine Website – auch unabhängig von SEO, zum Beispiel über Newsletter oder Social Media?

  • Welche Seiten sind besonders beliebt?

  • Wie bewegen sich die Leute von einer Unterseite zur nächsten?

  • Wo verlierst Du Interessent:innen wieder?

Das Standard-Tool dafür ist Google Analytics. Du kannst aber auch Matomo oder eine andere Alternative nutzen.

Wichtig ist, dass Du überhaupt irgendein Analyse-Tool zur Verfügung hast, denn ohne Zahlen kannst Du nicht gezielt optimieren. Spätestens, wenn auf Deiner Website mal etwas nicht so läuft wie gewünscht, bekommst Du dann ein Riesenproblem.

Kürzlich hatte ich zum Beispiel eine Kundin, die sich ganz bewusst dagegen entschieden hat, Google Analytics zu nutzen – aus Datenschutzgründen und weil sie keine Cookies auf ihrer Website nutzen wollte (was per se ja erstmal total in Ordnung ist).

Meine Kundin bat mich um Rat: Sie hatte ihre Website-Texte überarbeitet und wenig später festgestellt, dass sie nun weniger Anfragen bekam. „Hängt das zusammen?“, fragte sie mich. „Sind die neuen Texte das Problem?“

An der Stelle musste ich dann sagen: „Weiß ich nicht.“ Wenn es Zahlen aus Google Analytics oder einem vergleichbaren Tool gegeben hätte, hätten wir genau nachvollziehen können, wo es hakt und das Problem aus der Welt schaffen.

So aber konnten wir nur raten und vermuten. Es war in der Tat im Bereich des Möglichen, dass die neuen Texte die Menschen nicht so sehr ansprachen wie die alten. Es hätte aber auch am sonnigen Wetter liegen können (weil mehr Leute draußen waren und viele Probleme mit einem Eis in der Hand weniger dringend scheinen). Oder an der allgemeinen Lage der Nation, weil die Nachrichtenlage so belastend war und alle ihr Geld zusammenhalten wollten. Vielleicht war es auch gar kein Website-Problem, sondern ein anderer Marketing-Kanal schwächelte. Oder, oder, oder …

Eine andere Kundin meldete sich, weil sie bei Google immer gut dastand – bis von einem Tag auf den anderen die Rankings komplett einbrachen. Sie bekam einen Riesenschreck, weil damit auch ihr Umsatz einknickte und wollte natürlich möglichst schnell gegensteuern. In diesem Fall hatten wir Zahlen zur Verfügung und konnten einen klaren Plan entwickeln.

Deshalb: Bitte sorge vor und richte ein Analyse-Tool ein. Auch, wenn Du Zahlen nicht magst oder noch nicht weißt, was Dir das alles genau sagen soll: Allein die Daten im Notfall zu haben, kann Dir später einmal viele graue Haare ersparen.

Wahrheit 10: SEO-Tools allein verbessern Dein Ranking nicht.

Es gibt eine ganze Reihe großartiger SEO-Tools – einige kostenlose, aber auch viele, die ordentlich ins Geld gehen.

Viele Selbstständige klammern sich an diesen Tools fest. Doch nicht immer sind die Empfehlungen dort sinnvoll. Oft werden Dinge als wichtig hingestellt, die eigentlich eine unwesentliche Kleinigkeit sind. Manche Tools beharren auch auf veralteten Praktiken oder missinterpretieren Inhalte (zum Beispiel die SEO-Plugins Rank Math und Yoast SEO, wie ich hier aufgezeigt habe).

Das heißt nicht, dass SEO-Tools unnütz sind. Sie können Dir durchaus aufschlussreiche Analysen (zum Beispiel zu Keywords oder Backlinks) liefern, bei strategischen Entscheidungen helfen und Dir Zeit sparen. Dafür musst Du diese Tools aber auch verstehen und die Daten darin richtig einordnen können. Tools sind immer nur so gut, wie der Mensch der sie nutzt.

Wahrheit 11: KI kann kein SEO.

Es klingt so verlockend: Einfach Claude oder ChatGPT öffnen und die KI SEO übernehmen lassen.

Doch leider funktioniert das (noch?) nicht, denn KI kann von sich aus kein SEO. Du kannst ihr Fragen über SEO stellen und Du wirst auch Antworten bekommen. Manchmal sind die richtig, manchmal sind sie aber auch falsch und einfach nur mit sehr großem Selbstvertrauen vorgetragen. Das solltest Du beurteilen können, wenn Du mit KI arbeitest, denn sonst läufst Du Gefahr, Deine Website zu verschlimmbessern und später alles noch mal über den Haufen werfen zu müssen.

Auch wenn Du konkrete Aufgaben an die KI gibst (zum Beispiel: „Schreib mir einen Blogartikel zum Thema X“) wird die KI von alleine nicht auf SEO-Kriterien achten. Du musst sie briefen und ganz genau sagen, was sie machen soll.

Wenn Du zum Beispiel eine Meta-Beschreibung für einen Blogartikel schreiben lassen möchtest, solltest Du der KI dazu sagen, was das Fokus-Keyword ist, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und wie viele Zeichen die Meta-Beschreibung haben darf.

Hinterher solltest Du prüfen, dass das Ergebnis wirklich so passt und gegebenenfalls eine Korrektur einfordern oder selber noch etwas anpassen.

Versteh mich nicht falsch: KI kann ein super Tool sein und wirklich viel Zeit sparen, wenn es um SEO geht – aber eben nur, wenn Du selber eine Ahnung von SEO hast.

Falls Du Dich da noch unsicher fühlst, schau Dir gerne meinen PDF-Guide „SEO mit KI“ an. Darin gebe ich Dir Anhaltspunkte, worauf Du achten solltest: Welche Aufgaben kannst Du überhaupt gut an die KI abgeben und wo sind ihre Grenzen? Wie briefst Du sie und worauf solltest Du bei den Ergebnissen achte, damit Du nicht aus Versehen in eine blöde Falle tappst? Inklusive konkreten Prompts zum Ausprobieren. 🙂

Mit Deiner Anmeldung erhältst Du auch alle 1-2 Wochen meinen Newsletter mit Tipps und Tricks rund um SEO und verkaufsstarke Texte sowie gelegentlich Hinweise zu meinen Angeboten. Du kannst Dich jederzeit mit einem Klick abmelden. Mehr Infos findest Du in der Datenschutzerklärung.

Lerne, was es braucht, damit ChatGPT und Co. Dir SEO künftig abnehmen können.

Das solltest Du wissen, bevor Du mit SEO anfängst: 12 unbequeme Wahrheiten 3

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Wahrheit 12: Wenn Du nicht nur zufällig Erfolge erreichen möchtest, brauchst Du eine Strategie.

Wahrscheinlich hast Du mittlerweile schon verstanden, dass “ein bisschen SEO” nicht ausreicht, um irgendein konkretes Ergebnis zu erreichen. Es genügt auch nicht, alle Jubeljahre einen lieblos heruntergeschriebenen Blogartikel zu veröffentlichen. Du brauchst eine Strategie!

In dieser Strategie sind alle möglichen Elemente enthalten, von Deiner Positionierung über Aufbau und Technik Deiner Website und die Auswahl sinnvoller Keywords bis hin zur Optimierung Deiner Texte und Bilder. Sie greifen ineinander, unterstützen sich gegenseitig und entfalten erst zusammen ihre ganze Macht. 

SEO-Strategien können sehr unterschiedlich aussehen, je nachdem, was Du für ein Business-Modell hast. Ein Online-Shop folgt zum Beispiel anderen Richtlinien als ein Coach und der Coach wiederum geht anders vor als eine Agentur. 

In der Theorie gibt es ganz viel, was Du im Bereich SEO machen kannst. Daher kommt ja unter anderem auch dieses Gefühl der Überforderung und der Wunsch nach dem magischen Trick, mit dem wir vorhin in diesen Beitrag gestartet sind. An dieser Stelle möchte ich deshalb ganz deutlich sagen: Nicht jeder SEO-Tipp, den Du irgendwo findest, ist unbedingt relevant für Dich persönlich.

Du darfst hinterfragen und aussieben und Dir eine Strategie zusammenstellen, die genau zu Dir passt und zu dem, was Du machst und zu den Ressourcen, die Du zur Verfügung hast.

Falls Du Dir dafür einen Einstiegspunkt wünschst, fühl Dich herzlich willkommen in meinem neuen Webinar am 11.6.2026. Darin zeige ich Dir, was derzeit speziell für selbstständige Coaches, Berater:innen und Dienstleister:innen wichtig zu wissen ist und wie Du ohne Überforderung mit SEO starten kannst. 

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Live-Webinar für 0 € | 11.06.2026, 10–11 Uhr

Das solltest Du wissen, bevor Du mit SEO anfängst: 12 unbequeme Wahrheiten 4

Fazit: Warum lohnt sich SEO?

Vielleicht sitzt Du jetzt völlig desillusioniert vor Deinem Rechner. Warum sollte sich irgendjemand eine solche Bürde überhaupt aufhalsen?!

Nunja, erstmal ist SEO ja nicht anders als jedes andere Thema auch: Am Anfang musst Du Dich einfuchsen, aber mit der Zeit wird es immer klarer und leichter, bis Du irgendwann gar nicht mehr darüber nachdenken musst.

Wenn Du einmal verstanden hast, wie Suchmaschinen “denken”, ist SEO sogar eine ziemlich logische Angelegenheit.

Dir sollte einfach nur bewusst sein, dass Du ein bisschen in Vorausleistung gehen musst, bis Du Ergebnisse feiern kannst. Und ganz wichtig: Du musst dranbleiben. Wenn Du bereit bist, SEO eben nicht als separates, großes Hauruck-Projekt zu sehen, sondern kleine, überschaubare Schritte zu machen – aber dafür regelmäßig und immer wieder -, dann kannst Du schon bald all die vielen Vorteile genießen:

  1. Jeden einzelnen Tag werden allein über Google 14 Milliarden Suchanfragen gestellt. Das sind 420 Milliarden im Monat. Wie viele davon müssten zu Dir kommen, damit Du davon leben kannst?
  2. SEO wirkt langfristig. Deine Instagram-Posts sieht nach ein paar Tagen keine Menschenseele mehr. Deine Blogartikel hingegen sind dauerhaft abrufbar und bringen jeden Tags aufs Neue Interessent:innen zu Dir.
  3. Du kannst SEO & GEO effizient und zeitsparend in Dein Marketing einbinden. Zum Beispiel, indem Du erst optimierte Blogartikel schreibst und daraus dann etliche verschiedene Social-Media-Posts generierst. Aus diesem Artikel hier könnte ich zum Beispiel mindestens zwölf Instagram-Posts machen, für jede Wahrheit eine. Und dann noch mal für die Gründe, warum ich SEO großartig finde. Deine Artikel kannst Du zudem beliebig oft immer wieder auf all Deinen Kanälen verteilen.
  4. Du erreichst Menschen in allen Stadien der Kundenreise: Solche, die noch gar nicht wissen, dass es Dein Angebot überhaupt gibt, aber auch solche, die ganz konkret nach Deinem Berufsstand oder noch konkreter sogar direkt nach Dir suchen.
  5. Mit SEO hast Du die volle Aufmerksamkeit Deiner Wunschkund:innen. Viele Plattformen werden auch zur Zerstreuung genutzt: Abends auf dem Sofa schauen die Menschen dann niedliche Tiervideos und sind wenig empfänglich, wenn dazwischen plötzlich Dein Thema auftaucht. Suchmaschinen jedoch werden bewusst aufgerufen, wenn Deine Wunschkund:innen eine bestimmte Frage klären oder mit einem Thema weiterkommen wollen. Die Suchergebnisse werden aktiv gelesen. Das ist im vollgestopften Internet bares Geld wert.
  6. SEO funktioniert ganz ohne Marktgeschrei. Du musst Dich nicht hinstellen, Dir auf die Brust trommeln und möglichst laut Deine Vorzüge anpreisen. Stattdessen überzeugst Du mit Deiner Expertise – ganz natürlich und unaufgeregt.
  7. SEO ist optimal für Introvertierte und Hochsensible wie mich geeignet. Allein der Gedanke, ich wäre darauf angewiesen, täglich in den trubeligen sozialen Medien präsent zu sein, ist ein Graus. Auf Deinem Blog kannst Du unbehelligt vor Dich hinwerkeln, wann und wie Du es möchtest.
  8. Wo die Algorithmen von Facebook und Co. Dich dafür bestrafen, wenn Du mal eine Woche in den Urlaub fahren willst, sind Suchmaschinen nachsichtig. Wenn Du einmal mit SEO angefangen und eine Grundstruktur aufgebaut hast, bringt Deine Website Dir auch in Deiner Abwesenheit stetig neue Interessent:innen.

Welche Erfahrungen hast Du bisher mit dem Thema SEO gemacht? Erzähl es mir gern in den Kommentaren!

Jane von Klee

Jane von Klee

ist SEO-Fachfrau, Werbetexterin und Content-Strategin. Sie unterstützt Selbstständige dabei, online sichtbar zu werden, mit ihren Botschaften und Angeboten mutig Raum einzunehmen und zu verkaufen, ohne dabei schmierig oder marktschreierisch zu sein. Janes Strategien sind speziell auf Selbstständige zugeschnitten: effizient und zeitsparend, mit Fokus auf Empathie und Menschlichkeit.

16 Kommentare

  1. Marius

    Hallo,
    vielen Dank für die nützlichen Tipps. Ich kannte davon noch nicht alle und werde sie direkt mal in meinem Blog unter http://www.justmarius.de umsetzen.
    Schau doch mal vorbei und gib gerne deinen Senf dazu 🙂
    Liebe Grüße Marius

    Antworten
    • Jane Schmidt

      Hei Marius,

      freut mich, dass Du etwas aus dem Artikel mitnehmen konntest! 🙂 Mir fällt auf Deiner Seite gleich etwas positiv ins Auge: Deine Fotos haben eine ziemlich kleine Dateigröße. Darauf achten viele andere fotolastige Seiten erfahrungsgemäß nicht und leiden dann unter einer schlechten Ladezeit. Gut gemacht. 😉

      Liebe Grüße

      Jane

      Antworten
  2. Magdalena

    Liebe Jane,
    vielen Dank für den wirklich informativen Artikel. Ich habe oft ähnliche Diskussionen mit Kund*innen. Vor allem der Punkt, dass man dran bleiben muss und es nicht mit 1 bis 5 Blogbeiträgen getan ist, ist oft schwer zu vermitteln.

    Da helfen solche umfangreichen Artikel doch sehr weiter! 🙂

    Liebe Grüße
    Magdalena

    Antworten
    • Jane Schmidt

      Hei Magdalena,

      das habe ich schon von echt vielen Kolleg:innen gehört. Letztlich war die Erkenntnis, dass ich mit diesen Gesprächen nicht allein bin, den Ausschlag für den Artikel gegeben. Wir werden damit niemals alle erreichen, die es betrifft, aber irgendwo muss man ja mal anfangen. 😀

      Liebe Grüße

      Jane

      Antworten
  3. Maria

    Wow, was ein ausführlicher Artikel.
    Ich finde es immer spannend von Menschen, die mit dem eigentlichen Inhalt des Artikels nichts anfangen können, erzählt zu bekommen, dass der Artikel viel zu lang und eher für einen Online Kurs geeignet ist (genau diese Formulierung bekam ich heute als Rückmeldung auf meinen aktuellen Artikel über die Entwicklung im zweiten Lebensjahr.

    Hauptsache kurz und man kann schnell drüber scrollen – ich finde das traurig, denn Zusammenhänge sind für mich wichtig!

    Danke, für deine weitläufigen Erklärungen

    Antworten
    • Jane Schmidt

      Sehr gern! Ich glaube, wir können es einfach nie allen recht machen. Manche Menschen mögen lange Texte, manche kurze. Zum Glück können wir alle das lesen, was wir wollen und auch das schreiben, was wir wollen. 🙂 Ich werde meinem langen Stil auf jeden Fall treu bleiben – sonst müsste ich mich verbiegen.

      Antworten
  4. Ruth

    Vielen Dank für diesen interessanten Text. Ich versuche mich schon eine Weile an der Keyword-Suche. Aber du hast mir tatsächlich die Notwendigkeit einer Strategie klargemacht. Das ist toll!

    Antworten
    • Jane Schmidt

      Danke für das Lob! 🙂 Freut mich, dass Du etwas aus dem Artikel mitnehmen konntest!

      Antworten
  5. Susanne Lohs

    Liebe Jane,

    danke fürs ausführliche Festhalten dieser großteils „unbequemen“ Wahrheiten!

    SEO ist ein solch umfassendes Thema, dass es mir manchmal schwerfällt zu entscheiden, wieviel von meinem Wissen ich meinen Kunden „zumuten“ soll. Ich will sie einerseits nicht überladen, weil sie das bloß verunsichert. Andererseits soll doch deutlich werden, warum beispielsweise ein Blogartikel nicht in ein, zwei Stunden geschrieben ist. 🤷🏼‍♀️

    Sehr beruhigend finde ich, dass auch du für Recherche plus Auswertung einiges an Zeit brauchst – bisher habe ich oft gedacht, ich brauche zu lange dafür und sollte einfach schneller machen. Aber gut Ding braucht eben Weile und schließlich soll ja das Ergebnis passen.

    Sonnige Grüße aus Wien!

    Susanne

    Antworten
    • Jane Schmidt

      Hei Susanne,

      mir fällt es auch oft schwer zu entscheiden, wie viel ich erklären soll, ohne dass es in Verwirrung endet. In meinem SEO-Kurs habe ich die wichtigsten Infos so strukturiert, dass auch Lai:innen folgen können. Da präsentiere ich sie aber auch Schritt für Schritt über vier Wochen hinweg. In einem Telefonat mit einem Kunden, der mich mit Texten beauftragt hat, ist das so gar nicht leistbar. Und dann hat ja auch noch jede Person ein anderes Vorwissen … Letztlich entscheide ich das deshalb immer im Einzelfall.

      Liebe Grüße aus Leipzig!

      Jane

      Antworten
  6. Terrassenüberdachung

    Hallo Jane,

    ich bin dir so dankbar für diesen Artikel. Einige meiner Fragen zum Seo hat sich somit mit deinem Beitrag beantwortet. Danke.

    Lg Tilda

    Antworten
    • Jane von Klee

      Danke für Deinen Kommentar, Tilda! Das freut mich sehr. 🙂

      Antworten
  7. Nicole Steinke

    Ein super Artikel und ich mag deine Schreibstimme, liest sich sehr unterhaltsam 😉 Ich bin Blog- und Seo-Anfängerin, bin sehr gespannt, OB (!) und wann ich evtl mal ranken würde, hust 😉 Zwei Artikel sind veröffentlicht, einer folgt in wenigen Tagen. Falls du Zeit hast, reinzuschauen, nerdmothers.de ist mein frischer, neuer Blog

    Antworten
    • Jane von Klee

      Danke für das schöne Feedback, Nicole! 🙂 Ich wünsche Dir, dass sich schnell Ranking-Erfolge einstellen!

      Antworten
  8. Katrin Wolf

    Liebe Jane,

    danke für diesen tollen Artikel. Besonders Wahrheit 7 wird zu selten ausgesprochen. Manche Themen gehören einfach dazu, auch wenn sie nicht besonders gut ranken. Aber wenn der Artikel fehlt, ergibt es kein „rundes“ Bild.

    Aus meiner Arbeit mit Coaches würde ich noch einen weiteren Aspekt ergänzen:

    Die meisten warten mit SEO, bis ihre Website “fertig” ist. Erst das Branding, dann die Texte, dann irgendwann der Blog. Und in der Zwischenzeit vergehen Monate, in denen Google ihre Domain hätte kennenlernen können. Die Website darf auch unfertig wachsen.

    Viele Grüße
    Kati

    Antworten
    • Jane von Klee

      Hei Kati,

      danke für die Ergänzung! Das war für mich im Punkt „Du wirst mit SEO nie fertig“ mitgemeint, aber stimmt, so explizit steht es da nicht. Am schlimmsten ist es, wenn die Website einfach offline gelassen wird oder eine Wartungsseite einspringt, nur weil sich irgendwas noch nicht fertig anfühlt. Lieber erstmal raus damit und dann fortlaufend optimieren. 🙂

      Viele Grüße

      Jane

      Antworten

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