Zuletzt aktualisiert am 18. Dezember 2023.

Grafik: SEO-Texte schreiben lernen: Ein verständlicher Leitfaden

SEO-Texte zu schreiben fühlt sich für viele Selbstständige an wie eine große Hürde. Zum einen, weil sie “nicht für Google” schreiben wollen. Zum anderen, weil viele Anleitungen zum Thema voller kryptischer Fachbegriffe und Abkürzungen stecken.

WDF*IDF, EEAT, Keyword Density – nebenbei hingeworfen, als wäre es selbstverständlich, dass jede:r sofort versteht, was Sache ist.

Geht Dir auch so? Dann kann ich Dich erstmal beruhigen: SEO-Texte schreibst Du nie für Google, sondern immer für Menschen. Und wenn Du Dir das erste Mal all die Regeln und Besonderheiten ansiehst, wirkt das Thema in der Tat komplex – aber in der Praxis ist dann doch alles halb so wild. Meine Kund:innen haben in der Regel nach ein bis drei Texten den Dreh schon raus. Das Schwierigste ist das Anfangen!

In diesem Artikel zeige ich Dir, wie Du kunden- und SEO-freundliche Texte schreibst und worauf Du achten solltest – Schritt für Schritt und mit so wenig Fachkauderwelsch wie möglich. Außerdem beantworte ich die häufigsten Fragen zum Thema (Wohin mit den Keywords? Darf ich die verändern? Wie lang sollte ein SEO-Text sein?).

Bereit? Dann … Status GO!

Warum der Begriff “SEO-Text” irreführend ist

Persönlich mag ich das Wort “SEO-Text” nicht besonders – weil es mit Schuld daran trägt, dass vielen Selbstständigen vor dem Thema SEO graut.

“SEO-Text”, das impliziert, dass ein Text speziell für Google geschrieben wurde. Dass man einzig und allein darauf schaut, was Suchmaschinen mögen und die menschlichen Leser:innen einfach ignoriert.

Verständlicherweise sträuben sich dann viele und sagen: “Ich will aber nicht für Google schreiben, sondern für meine Kund:innen!”

Der Punkt ist: Es gab Zeiten, in denen es bei SEO tatsächlich darum ging, bestimmte Wörter möglichst oft in den Text zu quetschen. Diese Zeiten sind aber schon seit vielen Jahren vorbei.

Heute bewertet Google Texte danach, wie gut sie bei den Leser:innen ankommen. Das bedeutet heruntergebrochen:

Google mag, was Menschen mögen!

Und das wiederum heißt für Dich: Du schreibst einen Text niemals für Google, sondern immer für Menschen. Am besten für ganz spezifische Menschen, nämlich Deine Kund:innen und die, die es vielleicht mal werden.

Was macht einen guten SEO-Text aus?

Werden wir konkret: Was bedeutet: “Google mag, was Menschen mögen” in der Praxis? Gute SEO-Texte sind:

1. Einzigartig

Google mag es gar nicht, wenn Du Dir Inhalte aus dem Internet zusammenkopierst. Warum? Weil es massig Ressourcen frisst, hunderte Male die selben Inhalte zu sichten (für Google ist das echt teuer). Und: Weil auch Nutzer:innen das nicht mögen.

Stell Dir vor, Du googelst selbst, öffnest drei verschiedene Seiten aus den Suchergebnissen und alle drei schreiben dasselbe. Laaaaangweilig. Und frustrierend!

Achte deshalb darauf, dass Du Deine Angebote, Tipps und Gedanken selbst in Worte fasst und Deinen Texten etwas Eigenes mitgibst. In manchen Fällen ist das nicht so leicht (zum Beispiel bei Definitionen – die sind nun mal, wie sie sind). Oft kannst Du aber zum Beispiel mit eigenen Tipps, Methoden, Erfahrungen, Anekdoten oder Einordnungen richtig viel reißen.

Beispiel: Oben habe ich geschrieben, warum ich das Wort “SEO-Texte” schwierig finde. Das ist meine persönliche Meinung. Kann sein, dass die noch jemand anders hat – aber sie steht auf jeden Fall nicht auf jeder anderen Website zum Thema SEO. Genau wie die Beispiele für gute SEO-Texte, die ich weiter unten mitgebracht habe. Die gibt es so nur hier, weil es meine Beispiele sind.

2. Auf die Suchintention zugeschnitten

Kein Mensch googelt einfach so. Hinter jeder Suchanfrage steckt ein Wunsch, eine Frage, ein Bedürfnis, kurz: eine Intention.

Diese Suchintention ist bei SEO Trumpf. Wenn jemand nach “pizza ohne ananas” sucht, will er nicht Dein Rezept für eine Pizza Hawaii finden. Und wenn die Person “rückenschmerzen tipps” googelt, will sie sehr wahrscheinlich genau das: Tipps. Für jetzt sofort. Kein Angebot für eine Physiotherapie (das will er dann vielleicht nächste Woche, wenn die Schmerzen nicht besser geworden sind oder er eine Überweisung hat).

SEO hat deshalb viel mit Einfühlungsvermögen zu tun: Wo stehen deine Kund:innen in dem Moment, in dem sie googeln? Was erwarten sie zu finden? Und was müssen sie jetzt wissen, verstehen oder können, damit sie einen Schritt weiter kommen?

Merke:

Nur, wenn Du die Suchintention erkennst und in Deinem Text triffst, hast Du überhaupt eine Chance, bei Google gefunden zu werden.

3. Auf Themen statt Keywords optimiert

Viele Selbstständige und Blogger:innen denken, sie müssen ihre Texte auf Keywords optimieren. Aber nein: Tatsächlich optimierst Du auf Themen.

Das heißt: Du suchst Dir ein Thema aus (das kann auch ein Angebot sein) und behandelst es dann möglichst ganzheitlich. Ziel ist, dass alle Fragen der Leser:innen zum Thema beantwortet werden und sie danach entweder ein bisschen schlauer sind, inspiriert oder sogar in der Lage, eines ihrer Probleme zu lösen.

Die richtigen Keywords für Dein Business zu recherchieren, ist trotzdem sinnvoll – aber aus anderen Gründen:

  1. Eine Keyword-Recherche zeigt Dir, welche Fragen, Herausforderungen und Wünsche Deine Kund:innen überhaupt haben und wo es sich entsprechend für Dich lohnt, Zeit in einen Text zu stecken.
  2. Keywords an bestimmten Stellen im Text helfen Google, das Thema zu verstehen und passende Seiten zu verschiedenen Suchintentionen zuzuordnen. Damit ich eben nicht einen Bäcker angezeigt bekomme, wenn ich eigentlich einen Friseur suche.
In dieser Funktion haben Keywords durchaus Einfluss auf Deine Rankings – Du brauchst sie aber nicht im großen Stil und superaufdringlich überall in Deinen Text zu pferchen. Mehr dazu später.

4. Gut lesbar

Ein guter SEO-Text holt Nutzer:innen inhaltlich ab – ist aber auch so aufgemacht, dass die Informationen leicht und schnell zu erfassen sind. In diesen Bereich fallen schon so simple Dinge wie eine gut lesbare Schriftart in ausreichender Größe zu verwenden und dafür zu sorgen, dass sich die Schriftfarbe deutlich vom Hintergrund abhebt. Natürlich gehören aber auch Aufbau und Struktur der Texte dazu.

5. Beliebt bei den Nutzer:innen

Google selbst hat keine Meinung zu Texten. Es arbeitet mit einem Algorithmus, der ziemlich clever ist – aber nicht aus menschlichen Gesichtspunkten auf den Text schaut.

Deshalb erfasst Google die sogenannten Nutzersignale, um Texte in ihrer Qualität zu bewerten. Dazu zählen unter anderem die Verweildauer (Wie lange hält sich jemand auf Deiner Seite auf?) und die Frage, wie Menschen mit Deinem Text interagieren (Scrollen sie, melden sie sich zum Newsletter an, buchen sie vielleicht sogar etwas – oder klicken sie sofort wieder weg?)

Je besser Dein Text bei den Leser:innen ankommt, desto besser sind Deine Ranking-Chancen.

Der Punkt “Nutzersignale” hängt eng mit den vorgenannten Aspekten guter SEO-Texte zusammen. Wenn Deine Schriftart zum Beispiel so klein ist, dass ich als Leserin heranzoomen muss, um überhaupt etwas lesen zu können, bin ich wahrscheinlich ganz schnell wieder weg.

6. Zeichen Deiner Expertise

Ein guter suchmaschinenoptimierter Text zeigt, dass Du Expert:in Deinem Fachbereich und vertrauenswürdig bist. Zum Beispiel, indem Du

  • Behauptungen durch Quellen belegst,
  • eigene Bilder und Metaphern einbaust oder
  • Beispiele und Fallstudien zeigst.

Im besten Fall ist Dein Text inhaltlich so stark, dass sich Leser:innen denken: “Wow, hier wurde das Thema wirklich ganzheitlich und umfassend behandelt. Alle meine Fragen sind geklärt.”

Dann neigen oft auch andere Websites und Blogs dazu, auf Deinen Text zu verlinken – was wiederum Deinen Expertenstatus nach außen hin stärkt und Google das Signal gibt, dass Du wirklich Ahnung hast.

Tendenziell ist es für Expertenseiten auch leichter, bei Google gute Rankings zu erreichen. Wenn ich als SEO-Fachfrau zum Beispiel regelmäßig über Suchmaschinenoptimierung schreibe, werde ich für verschiedene Themen rund um SEO bei Google gefunden. Wenn dagegen eine Hundetrainerin eines Tages (warum auch immer) beschließt, heute auch mal was über Suchmaschinen zu erzählen, hat sie bei Google schlechtere Karten. Dafür würde sie mich bei Hundethemen wahrscheinlich locker schlagen, weil sie einen ganz anderen Expertenstatus hat.

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Anleitung: Einen SEO-Text schreiben in 11 Schritten

Genug der Theorie: Zeit, Deinen Text zu optimieren! Die folgenden elf Schritte gehören dazu.

Schritt 1: Keywords auswählen

Als erstes wählst Du die Keywords, die Du für Deinen Text verwenden willst.

Wie gesagt zeigen Dir Keywords, welche Themen, Fragen und Wünsche Deine Kund:innen beschäftigen. Außerdem helfen sie Dir später, einen stimmigen roten Faden für Deinen Text zu finden und nichts Wichtiges zu vergessen.

Google und auch die Leser:innen mögen Keywords, weil sie ihnen deutlich und auf den ersten Blick zeigen, worum es in Deinem Text geht. Das spart ihnen Zeit, weil sie Inhalte einfach überspringen können, die für sie nicht relevant sind.

Für jeden SEO-Text brauchst Du mindestens ein Keyword. Meistens wird es Fokus-Keyword oder auch Haupt-Keyword genannt.

Zusätzlich kannst Du ein oder mehrere Supporting Keywords (auch Neben-Keywords) wählen, die – wie der Name schon sagt – das Fokus-Keyword unterstützen.

Supporting Keywords können Synonyme zu Deinem Fokus-Keyword sein oder Fragen und Begriffe, die eng mit Deinem Thema verknüpft sind.

Beispiel: Du schreibst über das Thema “stress abbauen”. Das ist Dein Fokus-Keyword. Du siehst aber anhand Deiner Keyword-Recherche, dass auch “stress reduzieren” und “weniger stress” als Synonyme gesucht werden. Und außerdem vielleicht noch Konkretisierungen wie “stress abbauen übungen” oder “stress abbauen schnell”.

Diese Begriffe können Supporting Keywords sein. Dein Keyword-Cluster könnte dann insgesamt zum Beispiel so aussehen:

Keyword-Cluster für einen SEO-Text zum Thema "stress abbauen".

Vorteil von solchen Keyword-Clustern: Du kannst für alle Deine Keywords auf einmal gefunden werden und musst nicht unbedingt zu jedem einen eigenen Text schreiben.

Wie Du überhaupt Keywords findest, sie analysiert und richtig einschätzt, das würde hier jetzt leider zu weit führen. Schau Dir aber sehr gerne meinen separaten Blogartikel dazu an: Keyword-Recherche: In 5 Schritten die richtigen Keywords für Dein Business finden.

Oder mach es Dir noch einfacher und hol Dir eine fertige Keyword-Liste von mir, mit der Du direkt weitermachen kannst.

Schritt 2: Suchintention bestimmen

Mit der Suchintention steht und fällt letztlich, ob Du in der Google-Suche eine Chance hast oder nicht. Deshalb ist es besonders wichtig, sie genau zu untersuchen und zu verstehen.

Bitte mach das gründlich und in Ruhe – sonst kannst Du Dir die Zeit für Deinen Text gleich sparen. Zumindest aus SEO-Sicht.

Google selbst spricht von vier Arten von Suchintentionen:

  1. Know: Suchende wollen etwas wissen, zum Beispiel “pferd geschwindigkeit”, “tüv abgelaufen strafe” oder “rückenschmerzen was tun”.
  2. Do: Suchende wollen etwas tun, zum Beispiel “seife selber machen”, “rezept apfelkuchen” oder “seo texte schreiben lernen”.
  3. Visit(-in-Person): Suchende wollen einen bestimmten Ort aufsuchen oder eine bestimmte Website online erreichen, zum Beispiel “restaurant leipzig” oder “facebook login”
  4. Buy: Suchende wollen etwas kaufen, zum Beispiel “iphone 14 kaufen”, “selbstfindung coaching” oder „blogartikel schreiben lassen”

Oft sind die Suchintentionen nicht klar zu trennen, sondern gehen fließend ineinander über.

Wichtig zu wissen: Informationelle Suchanfragen (also Know und ein großer Teil von Do) machen den größten Anteil der Google-Suchen aus. Das ist auch der Grund, warum Blogs für SEO so hervorragend funktionieren.

Manchmal ist anhand der Formulierung eines Keywords sofort klar, was die Suchintention ist. “fernseher kaufen” zum Beispiel – da ist das “Kaufen” ja schon im Suchbegriff mit drin.

In den meisten Fällen ist es aber leider nicht so eindeutig und auch Fehlinterpretationen kommen häufig vor.

Hier hilft nur eins: Dein Fokus-Keyword selbst bei Google eintippen und die ersten zehn Suchergebnisse anschauen.

Erinnere Dich: Google mag, was Menschen mögen und stellt die Seiten ganz vorne ins Ranking, die bei den Nutzer:innen am besten ankommen. Im Umkehrschluss kannst Du deshalb aus den aktuellen Top 10 eines Keywords Rückschlüsse ziehen, was die Leute sehen wollen. Wenn alle zehn Ratgeber sind, hast Du mit einer Angebotsseite schlechte Chancen.

Schritt 3: SEO-Text planen und strukturieren

Du hast mindestens ein passendes Keyword gefunden und kannst die Suchintention dazu abdecken? Super! Dann geht es los mit dem eigentlichen Text.

Als erstes entscheidest Du, welche Informationen in Deinen Text sollen und bringst diese in eine logische Reihenfolge.

So entsteht automatisch ein roter Faden für Deinen Text und Du kannst schon mal Zwischenüberschriften aufschreiben. Keine Sorge: Die müssen jetzt noch nicht rund sein. Betrachte sie ruhig erstmal als Arbeitstitel. Sie helfen, Dich beim Schreiben nicht zu verfranzen und sicherzustellen, dass Du am Ende die Suchintention genau triffst.

Orientiere Dich dabei an den gewählten Keywords: Oft verraten sie Dir schon, was Leser:innen sich wünschen. Um bei unserem Beispiel von oben zu bleiben: Beim Thema “stress abbauen” sind laut der Keyword-Recherche unter anderem Übungen und Methoden gefragt. Du könntest also eine Zwischenüberschrift “3 Methoden, um Stress langfristig zu reduzieren” nennen und eine andere “Stress abbauen im Alltag: 5 einfache Übungen”.

Achte auch an dieser Stelle aktiv auf die Konkurrenz. Was schreiben die aktuellen Top-10-Suchergebnisse zu Deinem Thema? Gibt es Aspekte, die alle oder fast alle aufgreifen? Dann lohnt es sich wahrscheinlich, auch Deine Sicht der Dinge aufzuschreiben.

Oder denkst Du Dir beim Lesen der anderen Texte vielleicht: “Das ist ja alles gut und schön … Aber was meine Kund:innen mich immer fragen, hier aber keiner sagt, ist …”? Dann kannst Du Deinen Text entsprechend ausbauen. Empathie für Deine eigene Leserschaft ist ausdrücklich erlaubt!

Schritt 4: Text nicht für Google, sondern für Menschen schreiben

Sobald Du einen Plan für Deinen Text hast, kannst Du mit dem Schreiben beginnen.

An dieser Stelle empfehle ich, die Keywords komplett außen vor zu lassen. Wenn Du Dich jetzt nämlich darauf fokussierst und die ganze Zeit denkst: “Wie kann ich hier mein Keyword noch mal unterbringen?!”, passieren meistens zwei Dinge:

  1. Dein Text klingt steif und unnatürlich.
  2. Das Schreiben macht Dir keinen Spaß – weswegen Du Deinen Text vielleicht ewig vor Dir herschiebst, in der Mitte abbrichst oder komplett mit SEO aufhörst und auf die Reichweite bei Google verzichtest.

Das wäre schade! Denn die Welt braucht Deine Stimme, Deine Perspektiven und Erfahrungen. Und es gibt Menschen da draußen, für die genau Deine Worte und Deine Formulierungen richtig viel verändern können.

Also: Schreib den Text einfach locker runter, wie Dir der Schnabel gewachsen ist.

Schreib ihn nicht mit Fokus auf Google – sondern mit Fokus darauf, dass er hilfreich und spannend für Deine Leser:innen ist. Und dass Du stolz dahinter stehen kannst.

Die wichtigsten Keywords fallen in Deinem Text automatisch – erst recht, wenn Du Dir vorher schon eine Struktur überlegt hast. Es ist verdammt schwierig, über Stress zu schreiben, ohne das Wort “Stress” zu erwähnen. 😉

Schritt 5: SEO-Keywords einbauen

Erst, wenn die Rohfassung Deines Textes steht, kommst Du wieder zurück auf Deine Keywords. Dein Fokus-Keyword verbaust Du am besten an folgenden Stellen:

  • im Seitentitel
  • in der Überschrift
  • in mindestens einer Zwischenüberschrift
  • in der URL
  • in den ersten 100 Wörtern
  • im Fließtext

Sollte es an einer oder zwei dieser Stellen mal nicht passen, ist das aber auch kein Beinbruch. Quetsch das Keyword nicht auf Zwang irgendwo rein.

Die Supporting Keywords dürfen grundsätzlich an den gleichen Stellen stehen – müssen aber nicht. Immerhin hast Du nur begrenzt Platz in der URL, der Überschrift und den ersten 100 Wörtern. Es ist also vollkommen ausreichend, wenn Deine Supporting Keywords “nur” in einer Zwischenüberschrift und dem Fließtext darunter vorkommen.

Noch Fragen?

Wie oft müssen die Keywords im Text vorkommen?

Bis vor einigen Jahren ist in Sachen SEO noch viel mit der sogenannten Keyword Density (Deutsch: Keyword-Dichte) gearbeitet worden. Ziel war, das Keyword in einer bestimmten Häufigkeit im Text unterzubringen. Zum Beispiel sollten 2 oder 3 Prozent des Textes aus dem Keyword bestehen.

Heute spielt es kaum noch eine Rolle, wie oft Dein Keyword im Text vorkommt. Es hilft, wenn es an den oben genannten Stellen steht. Tatsächlich werden manchmal aber auch Texte bei Google ausgespielt, die das gesuchte Keyword kein einziges Mal enthalten (weil dort trotzdem die Suchintention erfüllt wird).

Ergo: Verbaue Deine Keywords so im Text, wie es sinnvoll ist. Keyword-Stuffing, wo in jedem Satz die gleiche Wortgruppe steht, ist nicht nötig und auch einfach nicht schön zu lesen. (“Kaufen Sie Hundehütten in unserem Hundehütten-Shop für Hunde, die gerne in Hundehütten schlafen, denn egal, ob große Hundehütte oder kleine Hundehütte: Hundehütten machen Ihren Hund glücklich!” – Ja, danke, wir hams verstanden! 🙄)

Was ist WDF*IDF und wie wichtig ist das?

WDF*IDF ist eine Weiterentwicklung der Keyword Density. Damit wird gemessen, wie oft ein Keyword und bestimmte, damit zusammenhängende Begriffe in einem Text vorkommen – und zwar im Verhältnis zu allen anderen Seiten, die für das Keyword bei Google ranken.

Klingt kompliziert? Die Formel dazu ist tatsächlich nicht ohne.

Grob kannst Du Dir merken: Bei WDF*IDF wird Dein Text mit anderen Texten zum Thema verglichen. Auf dieser Basis bekommst Du Empfehlungen, welche Wörter Du entweder noch öfter verwenden solltest oder umgekehrt vielleicht auch zu häufig nutzt. Da gibt es verschiedene Tools für.

Wie sinnvoll WDF*IDF ist – da scheiden sich die Geister. Einige SEOs schwören darauf, andere halten es für Humbug und dann gibt es noch die, die irgendwo dazwischen stehen.

Ich persönlich glaube nicht daran, dass WDF*IDF allein Rankings verbessert. Es kann aber helfen, sich einen Überblick über Dein Thema zu verschaffen und sicherzugehen, dass Du keine wichtigen Aspekte vergessen hast.

Von daher: WDF*IDF ist ein Kann, kein Muss. Wenn Du gerade erst mit SEO anfängst, würde ich es erstmal ausklammern. Da gibt es wirklich bedeutendere Dinge, auf die Du Dich fokussieren kannst.

Darf ich meine Keywords verändern?

Ja. Du darfst konjugieren und deklinieren und ganz generell Deine Keywords so verwenden, dass sie grammatisch korrekt sind. Wenn Dein Keyword also “stress abbauen” ist, darfst Du durchaus auch schreiben: “Ich gebe Dir Tipps, wie Du Stress abbaust”.

Du darfst Keywords, die aus mehreren Wörtern bestehen, auch trennen: “Vielen Menschen fällt es nicht so leicht, Stress dauerhaft abzubauen”.

Und wenn Dein Keyword-Tool sagt, dass das Keyword ohne Bindestrich geschrieben wird, es aber mit Bindestrich korrekt wäre (“stress coaching” vs. “Stress-Coaching”), dann setz den Bindestrich. Google erkennt das Keyword trotzdem.

Kann ich verschiedene Keywords kombinieren?

Ja, das geht. Beispiel: Dein Fokus-Keyword ist “stress abbauen”, eines Deiner Supporting Keywords “stress abbauen übungen”. In “stress abbauen übungen” ist “stress abbauen” schon mit drin.

Auf diese Weise kannst Du auch mehrere Keywords zusammennehmen, wenn es inhaltlich passt: “Stress abbauen: 5 Methoden und Übungen, mit denen Du Anspannung schnell loswirst”

In dieser Überschrift wären jetzt fünf Keywords drin. (“stress abbauen”, “stress abbauen methoden”, “stress abbauen übungen”, “stress abbauen schnell”, “stress loswerden”)

Das sinnvolle (!) Kombinieren von Keywords braucht meistens ein bisschen Übung und Erfahrung, aber probier’s einfach mal – Du kommst bestimmt schnell rein. 🙂

Muss ich mein Keyword nicht noch in irgendwelche Felder eintragen?

Nein. Bei WordPress kannst Du Dein Fokus-Keyword in SEO-Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math eintragen – das dient aber eher Dir als interne Übersicht. Google ist das egal.

Schritt 6: Den SEO-Text formatieren

Dein Text kann inhaltlich noch so großartig sein: Wenn er als Textwüste daherkommt, wird ihn niemand lesen. Deshalb ist es wichtig, dass Du ihn vor dem Veröffentlichen noch schön formatierst. Nutze dafür:
  • Absätze: Alle zwei bis fünf Sätze darf eine Leerzeile stehen. Das macht es leichter, den Text schnell zu erfassen.
  • Fettungen: Aber nicht zu viele, ca. eine pro Absatz. Fettungen helfen, den Text zu überfliegen und schnell zu den interessantesten Stellen zu springen.
  • Aufzählungen, Listen und Tabellen: Machen Deinen Text übersichtlicher.
  • Bilder, Grafiken und Videos: Lockern den Text auf, sprechen unterschiedliche Lerntypen an und unterstützen Deine Aussagen visuell.
  • Inhaltsverzeichnisse: Sorgen dafür, dass sich Leser:innen auch in langen Texten schnell zurechtfinden.
  • Gut lesbare Schriftarten und -farben: Klar, oder?

Schritt 7: (Zwischen-)Überschriften korrekt ausweisen

Zu einer guten Formatierung gehören auch Zwischenüberschriften. Die sind aber so enorm wichtig für Dein Google-Ranking, dass sie hier einen eigenen Punkt bekommen.

Ganz grundsätzlich gilt: Spätestens alle 300 Wörter sollte eine Zwischenüberschrift stehen, damit sich Leser:innen gut im Text orientieren können.

Wichtig ist aber auch, dass Du die Überschriften korrekt ausweist.

Was bedeutet das?

Es gibt verschiedene Arten von Überschriften, die einem hierarchischen System folgen. Du kannst Dir das wie in einer wissenschaftlichen Arbeit oder einem herkömmlichen Fachbuch vorstellen: Es gibt einen Titel. Und dann gibt es verschiedene Kapitel. Und manchmal gibt es innerhalb der Kapitel noch mal Einschübe.

So ist das online auch.

Die Hauptüberschrift heißt H1. Pro Text darf es nur exakt eine H1 geben. Nicht 0, nicht 2. Eine.

Danach kommen die Zwischenüberschriften, die H2s. Davon darf es so viele geben wie Du willst.

Manchmal kommt es vor, dass Du zu einer H2 sehr viel zu sagen hast. Dann merkst Du, dass es unübersichtlich wird und Du eigentlich noch mehr Gliederung gebrauchen könntest … Und da kommen dann die H3s ins Spiel. Das sind auch Zwischenüberschriften, aber kleinere.

Schau Dir gerne mal das Inhaltsverzeichnis zu diesem Blogartikel hier an. Die H1 ist nicht mit drin, aber Du siehst die H2s (linksbündig) und einige H3s (eingerückt):

Ein Inhaltsverzeichnis als Beispiel für Überschriften in einem SEO-Text

Die verschiedenen Arten von (Zwischen-)Überschriften müssen in Deinem Text korrekt markiert werden. Es reicht nicht, sie einfach zu fetten oder anders hervorzuheben.

Zum Glück ist das aber ziemlich leicht: Normalerweise markierst Du einfach den Text, der eine Überschrift sein soll, mit der Maus und wählst im Schriftmenü aus, dass es eine Überschrift ist.

Überschriften für SEO richtig ausweisen: So sieht das aus
Je nachdem, welches Website-System Du nutzt, kann das ein bisschen anders aussehen – aber das Grundprinzip ist fast überall gleich.

Schritt 8: Links setzen

Prüfe Deinen Text nun darauf, ob Du sinnvolle Links setzen kannst.

Das können interne Links sein, zum Beispiel zu einem Deiner Angebote, einer Newsletter-Anmeldung oder einem thematisch passenden Artikel auf Deinem Blog.

Du darfst aber auch externe Links auf fremde Websites setzen: zum Beispiel auf Quellen oder ergänzende Inhalte von Kolleg:innen.

Links sind für Google wichtig, weil sich seine Crawler darüber durchs Internet bewegen und neue Inhalte entdecken. Besonders durch die interne Verlinkung kannst Du Google außerdem einen Hinweis geben, welche Deiner Seiten und Artikel besonders wichtig sind und ihnen darüber unter Umständen einen kleinen Ranking-Push verschaffen.

Schritt 9: Meta Daten ausfüllen

Die Metadaten bestehen aus einer Überschrift (Meta Title), einer kurzen Beschreibung (Meta Description) und der URL Deines Textes. Gemeinsam bilden diese Elemente das sogenannte Snippet, das bei Google in den Suchergebnissen angezeigt wird:

In WordPress kannst Du sie über ein SEO-Plugin Deiner Wahl festlegen.

Wie eine URL nach SEO-Kriterien am besten aussieht, erfährst Du in diesem Artikel.

Meta Title und Meta Description sollten kurz und bündig das Thema Deines Textes benennen und neugierig auf mehr machen.

Schritt 10: Bilder optimieren

Vielleicht fragst Du Dich gerade, warum ich hier jetzt mit Bildern ankomme, obwohl es doch um SEO-Texte geht.

Ganz einfach: Weil Texte und Bilder auf Deiner Website zusammenspielen und es Deine Google-Rankings verbessern kann, wenn Du Deine Bilder passend zum Text optimierst.

Keine Sorge, das ist kein großer Hüttenzauber und geht ziemlich schnell.

  1. Achte auf die Dateigröße: Bilder sollten nicht größer als 200 kb sein, denn sonst beeinträchtigen sie die Ladegeschwindigkeit Deiner Webseite.
  2. Schreibe schon vor dem Hochladen eins Deiner Keywords in den Dateinamen Deines Bildes. Falls das Keyword aus mehreren Wörtern besteht, trenne sie durch Bindestriche und schreibe alles klein. Zum Beispiel “hundetraining-leipzig.jpg”
  3. Schreibe nach dem Hochladen eins Deiner Keywords in das Titelfeld des Bildes. (Zu finden in der Mediathek Deiner Website)
  4. Gib dem Bild einen Alttext und beschreibe darin in einem Satz oder Stichpunkt, was auf dem Bild zu sehen ist. Wenn es passt, verwende auch hier ein passendes Keyword.
  5. Formuliere eine Bildunterschrift und verwende dabei das Keyword.
    Platziere das Bild so, dass es zum umgebenden Text und der vorangegangenen Zwischenüberschrift passt.
Falls Du mehrere Bilder verwendest: Nutze für die Benennung und Beschriftung unterschiedliche Keywords.

Schritt 11: Gegenlesen

Ganz zum Schluss kannst Du Deinen Text noch mal korrekturlesen, die Überschriften ausformulieren und letzte Anpassungen vornehmen. Oft hilft es, den Text mindestens eine Nacht liegen zu lassen, bevor Du ihn noch mal durchliest.

Wenn Du zufrieden bist, darf der Text online gehen. Und falls Du zu Selbstzweifeln und Perfektionismus neigst, darf er auch online, wenn Du nicht zufrieden bist. 😉

Perfekt wird es sowieso nie und es ist bei SEO Teil des Spiels, Texte auch immer mal wieder zu prüfen und anzupassen. Zögere also nicht zu lange mit der Veröffentlichung – raus damit!

Wie viele Wörter braucht ein SEO-Text? Gibt es eine Mindestlänge?

Wie lang ein SEO-Text sein sollte, hängt von der Suchintention ab.

Faustregel: So kurz wie möglich,

so lang wie nötig.

Wenn ich eine Anleitung suche oder vielleicht auch ein hochpreisiges Angebot – zum Beispiel ein Coaching –, dann bin ich tendenziell bereit und willens, eine gewisse Menge Text zu lesen. Ich lese so viel, wie ich muss, damit meine Fragen beantwortet sind, ich mein Ziel erreichen kann oder ich weiß, ob dieses Angebot für mich passt.

Wenn ich andererseits einen Wasserrohrbruch habe und das Wasser tropft mir von der Decke auf den Esstisch – dann will ich nicht erst 3.000 Wörter mit Erklärungen und Hintergründen lesen, sondern einen Klempner, sein Einzugsgebiet und seine Telefonnummer sehen. Und zwar schnell.

Im Internet liest man oft, dass 1.000 Wörter eine gute Länge für einen SEO-Text seien. Ich glaube, das kommt im Mittel auch ganz gut hin.

Besonders Blogbeiträge mit guten Rankings sind aber oft auch länger. 2.000 oder 3.000 Wörter sind keine Seltenheit mehr und auch 5.000 Wörter kommen durchaus vor. Je nach Thema eben.

Dennoch gibt es immer noch die Themen, die sich kurz und bündig behandeln lassen und bei denen sich Leser:innen das auch wünschen. Wenn ich “olaf scholz alter” googele, brauche ich nicht seine ganze Biografie – streng genommen reicht mir eine einzelne Zahl.

Bei Keywords mit kurzer Suchintention reagiert Google oft direkt und schreibt die Antwort einfach gleich in die Suchergebnisse:

Beispiel für eine Suchanfrage, die direkt in der Google-Suche beantwortet wird

Am einfachsten ist es, Dich bei der Länge Deines Textes grob an Deinen Mitbewerber:innen zu orientieren. Gib Dein Fokus-Keyword bei Google ein und schau Dir die ersten zehn Ergebnisse an: Wie lang sind sie? Wenn Du Dich in einem ähnlichen Rahmen bewegst, bist Du in der Regel gut dabei.

Wie unterscheidet sich ein SEO-Artikel von einem SEO-Text für die Website?

SEO-Artikel und Website-Texte unterscheiden sich vor allem in der Suchintention. Klassische Website-Texte erzählen in der Regel von Deinen Angeboten. Dementsprechend werden sie auf Google primär Menschen angezeigt, die schon speziell nach einem Angebot wie Deinem suchen.

Blog-Artikel hingegen dienen meistens eher dazu, sich über ein Thema zu informieren oder eine schnelle Antwort auf eine Frage zu erhalten. Jemand, der “seife selber machen” googelt, will wahrscheinlich keinen Online-Shop finden, in dem er Seife kaufen kann – er will vielmehr eine Anleitung sehen.

So kommt es, dass die Inhalte in Blogartikeln und Website-Texten sich oft deutlich voneinander unterscheiden. Die Optimierung an sich verläuft aber sehr ähnlich: Die Keywords gehören an die gleichen Stellen, die Zwischenüberschriften werden nach dem gleichen Prinzip ausgewiesen und auch für die optische Aufmachung mit Absätzen, Fettungen usw. gelten die gleichen Regeln.

Beispiel für SEO-Texte: So kann ein suchmaschinenoptimierter Text aussehen

Ich weiß: Wenn man mit SEO anfängt, ist das alles erstmal viel und teilweise ziemlich abstrakt. Lass uns deshalb auf ein konkretes Beispiel schauen: Wie kann ein SEO-Text aussehen und wo kommen die Keywords hin?
Als Anschauungsobjekt habe ich meinen Blogartikel zum Thema Website-Aufbau herausgepickt. Dafür ranke ich aktuell mit 22 Keywords auf Seite 1.

Als Fokus-Keyword habe ich “website aufbau” gewählt. Als Supporting Keywords unter anderem:

  • aufbau einer website
  • aufbau einer website grundlagen
  • website aufbau begriffe
  • website aufbau beispiel
  • aufbau webseite
  • aufbau homepage

Keywords in den Überschriften

Die H1 ganz oben lautet “Website-Aufbau und -Struktur: Grundlagen, Begriffe und Beispiele”. Darin sind schon mal vier Keywords verbaut: “website aufbau”, “aufbau einer website grundlagen”, “website aufbau begriffe” und “website aufbau beispiel”.

Ich verwende die Keywords allerdings nicht exakt so, wie sie gesucht werden. “website aufbau” hat einen Bindestrich bekommen. Bei “website aufbau begriffe” und “website aufbauen beispiel” sind die Einzelteile getrennt und andere Wörter stehen dazwischen. Statt “beispiel” im Singular verwende ich außerdem die Mehrzahl. “aufbau einer website grundlagen” habe ich komplett zerhackt und das “einer” einfach rausgelassen. Google erkennt trotzdem, worum es geht.

Das Inhaltsverzeichnis sieht dann folgendermaßen aus. Das Fokus-Keyword habe ich grün markiert, die Supporting Keywords gelb.

Beispiel: So kannst Du Keywords in Deinen Zwischenüberschriften verteilen.
Du siehst: Nicht jede Überschrift enthält ein Keyword, sondern ich verteile sie so, wie sie passen. Die Zwischenüberschriften habe ich am Anfang geschrieben, den Text dann entspannt danach.

Keywords im Fließtext

Weil ich beim Schreiben nicht aktiv an Keywords gedacht habe, sind diese auch nur locker im Fließtext verteilt.

In vielen Absätzen kommt sogar kein einziges Keyword vor. Dafür aber sogenannte semantische Zusammenhänge – also Wörter, die nicht in der Keyword-Liste stehen, aber trotzdem eng mit dem Thema verbunden sind. Sie fallen ganz natürlich, weil ich eben nicht über den Aufbau einer Website schreiben kann, ohne auch mal “Website” oder “Homepage” zu sagen.

Hier ein Beispiel: Das Keyword ist wieder grün, die semantischen Zusammenhänge rosa.

Beispiel: So kann ein SEO-Text mit Keywords und semantischen Zusammenhängen aussehen.

Schau Dir den Text gern selbst einmal an. Mit der Tastenkombination Strg + F kannst Du ihn nach dem Wort “aufbau” durchsuchen und sehen, wie oft und an welchen Stellen Keywords vorkommen. Außerdem bekommst Du vielleicht ein paar Ideen, wie sich so ein SEO-Text formatieren und aufbereiten lässt. 🙂

SEO-Texte leichter und schneller erstellen: Diese Tools helfen Dir

Online gibt es jede Menge Tools, die versprechen, Dir bei Deinen SEO-Texten zu helfen.

Beliebt sind zum Beispiel die KI-Tools Jasper, Frase und Neuroflash. Alle drei können Dich unterstützen, schnell neue SEO-Texte zu erstellen. Besonders für generische Inhalte (Definitionen und Listen zum Beispiel) funktionieren sie oft schon sehr gut.

Allerdings sind die Ergebnisse von KI-Tools immer nur so gut wie der Input, den Du vorher reingibst. Deshalb braucht es etwas Übung, um mit KI-Tools richtig umzugehen und brauchbare Texte zu bekommen.

Zudem solltest Du Texte aus Generatoren nie 1:1 übernehmen. Oft genug machen die Tools Fehler und stellen zum Beispiel falsche Behauptungen auf. Du kommst also nicht drumrum, die Texte inhaltlich zu prüfen, eigene Gedanken hinzuzufügen und den Text natürlich auch stilistisch an Deine Art zu schreiben anzupassen. Auch die Suchintention verstehen die Tools von alleine nicht oder nur sehr unzureichend.

Insgesamt können Dir SEO-Text-Generatoren also nicht den ganzen Text abnehmen. Was sie aber unter anderem tun können:

  • Dich bei der Recherche unterstützen
  • Eine Gliederung für Deine Texte vorschlagen
  • Knackige Überschriften formulieren
  • Einen groben ersten Textentwurf erstellen, falls Du zu denen gehörst, die sich von einer leeren weißen Seite paralysiert fühlen

Eine tolle Möglichkeit, kostenlos in die Möglichkeiten mit KI-Tools zu schnuppern, ist die Basis-Version von ChatGPT.

SEO-Texte mit ChatGPT erstellen

Über ChatGPT und was man damit alles machen kann, könnte ich einen eigenen Artikel schreiben (und werde es bestimmt auch noch tun). Online findest Du schon ganze Kurse dazu. Deshalb möchte ich Dir an dieser Stelle nur einen ganz schnellen ersten Einstieg geben: Einen simplen Weg, Deine Texte zu strukturieren und einen ersten Entwurf zu bekommen.

Frage ChatGPT dazu einfach: “Was sollte in einem hervorragenden [Blogartikel/Website-Text/sonstige Textart] zum Thema X unbedingt enthalten sein?”

Das Tool wird Dir nun eine Liste von Inhalten geben und immer auch in wenigen Sätzen erklären, was die einzelnen Abschnitte enthalten sollten. Nützlicherweise bringt es seine Vorschläge gleich in eine logische Reihenfolge, sodass Du mit einem Schlag einen roten Faden für den Text hast.

So kann es aussehen, wenn ChatGPT einen SEO-Text für Dich strukturiert.

Nun kannst Du Schritt für Schritt die Anweisungen durchgehen, die ChatGPT formuliert hat und sie ihm 1:1 zurückspielen.

Hier habe ich das mit dem ersten Punkt gemacht:

So kann es aussehen, wenn ChatGPT einen SEO-Text schreibt.

Der Text, der dabei herauskommt, ist natürlich nicht perfekt und erst recht nicht persönlich, auf die Suchintention und Deine Leserschaft zugeschnitten – aber Du hast innerhalb weniger Sekunden eine Basis, von der aus Du weiterarbeiten kannst.

SEO-Texte prüfen: Kostenlose Tools für eine Analyse

Natürlich kannst Du mit Tools nicht nur SEO-Texte neu erstellen, sondern auch prüfen, wie gut bestehende Texte bei den wichtigsten SEO-Faktoren abschneiden.

Aber Achtung: Die Wertungen werden immer von einem Algorithmus erstellt, der nicht menschlich ist. Alle Prüftools machen Fehler und manchmal behaupten sie auch hanebüchenen Blödsinn. Es kommt zum Beispiel vor, dass so ein Tool sagt: “Dein Keyword steht nicht in der Überschrift!”. Tatsächlich steht es aber drin, Du hast es nur konjugiert oder auseinandergenommen. Das Tool versteht das Keyword dann nicht mehr – Google aber schon.

Nutze die Tools also ruhig, um Dir einen Überblick zu verschaffen und Ideen zu bekommen, was Du noch verbessern kannst. Verlass Dich aber niemals blind auf ein Tool (egal welches). Wenn ein Ratschlag aus Deiner menschlichen Sicht keinen Sinn ergibt, dann ignorier ihn.

SEO-Text-Check direkt in WordPress: Yoast SEO + Rank Math

Wenn Du bei WordPress bist, kannst Du es Dir ganz leicht machen und einfach ein SEO-Plugin für einen schnellen Text-Check nutzen.

Sowohl Yoast SEO als auch Rank Math (die beiden bekanntesten und beliebtesten Plugins am Markt) zeigen Dir nach der Installation zu jedem Text ein Ampelsystem an. Je mehr Punkte abgehakt sind, desto besser wird Dein Score und desto wahrscheinlicher ist ein gutes Ranking. Zumindest in der Theorie.

In der Praxis interessiert es Google herzlich wenig, ob Deine Ampel in Yoast oder Rank Math grün oder tiefrot ist. Es lohnt sich deshalb nicht, Dir wegen eines nicht erfüllten Punkts lange einen Kopf zu machen. Die Liste kann Dich aber durchaus inspirieren und ein bisschen leiten, wenn Du neu in dem ganzen SEO-Thema bist.

Kostenloses Tool für die SEO-Textanalyse: Seobility

Bei Seobility musst Du einmal einen kostenfreien Account anlegen. Danach kannst Du für bis zu fünf Webseiten oder Blogartikel am Tag einen Keyword-Check durchführen. Als Ergebnis bekommst Du Hinweise zu Deinem Text an sich, den Metadaten und den Überschriften und wie offensichtlich Dein Keyword darin erkennbar ist.

Zusätzlich bietet Seobility ein WDF*IDF-Tool an, mit dem Du Deinen Text prüfen kannst, wenn Du das möchtest. Nötig ist es nicht unbedingt.

SEO-Texte nachträglich optimieren: Geht das?

Das Schöne am Internet ist: Nichts ist für die Ewigkeit. Du kannst jeden Text jederzeit anpassen, neue Keywords hinzufügen oder alte streichen, neue Inhalte ergänzen und so weiter.

Das bedeutet: Grundsätzlich kannst Du einen einmal geschriebenen Text auf jeden Fall auch nachträglich optimieren.

Die Frage ist eher, wie aufwändig das ist.

Wenn Du einen Text online hast, bei dem Du noch nicht aktiv auf Keywords geachtet hast und bei dem Struktur und Formatierung nicht optimal sind, der aber die richtige Suchintention trifft – dann kannst Du ihn mit relativ wenig Aufwand aufpolieren und schnell gute Ergebnisse im Ranking sehen.

Wenn Du hingegen einen Text vor Dir hast, der ein Keyword bedient, aber überhaupt nicht zur Suchintention passt – dann ist eine nachträgliche Optimierung schwer. Teilweise muss dann wirklich der komplette Text neu geschrieben werden.

Auch an dieser Stelle kannst Du also sehen, wie wichtig die Suchintention für einen guten SEO-Text ist. Es lohnt sich, sie von Anfang an gründlich zu analysieren und mitzudenken.

Fazit: SEO-freundliche Texte schreibst Du nicht für Google, sondern immer für Menschen!

In dieser Anleitung hast Du gesehen: Es gibt eine Menge zu lernen, wenn Du einen SEO-Text schreiben willst. Viele Selbstständige fühlen sich davon überrannt und verlieren die Freude am Schreiben, weil sie das Gefühl haben, dauernd auf irgendwas achten zu müssen.

Im Kern lassen sich aber all die Regeln und Tipps auf einen wesentlichen Punkt reduzieren:

Schreib den besten Text, zu dem Du jetzt in diesem Moment in der Lage bist.

Schreib ihn nicht für Google, schreib ihn für Menschen.
Schreib ihn am besten auch nicht, weil Du denkst, Du müsstest und das gehört sich so und Du musst ja irgendwie sichtbar werden. Schreib ihn aus dem aufrichtigen Wunsch heraus, Deinen Leser:innen zu helfen.

Und wenn Du mal nicht weiter weißt oder unsicher bist, frag Dich: Was wäre jetzt das beste für meine Kund:innen? Was wollen sie wahrscheinlich wissen? Welche Zweifel, Bedenken und Herausforderungen haben sie? Was brauchen sie, damit sie nach dem Lesen mehr wissen oder können als vorher oder sich besser fühlen? Und wie muss der Text aufbereitet sein, damit es leicht und spannend ist, ihn zu lesen?

Und dann gibst Du ihnen genau das.

Ich wünsche Dir viel Spaß dabei!

Jane von Klee

Jane von Klee

ist Spezialistin für Human SEO: Suchmaschinenoptimierung von Menschen für Menschen. Ihre Methode ist speziell für Selbstständige konzipiert:

  •  So effizient und zeitsparend wie möglich,
  •  mit Fokus auf empathische, an den Bedürfnissen der Leser:innen ausgerichtete Texte,
  •  mit Raum für individuelle und kreative Lösungen.

13 Kommentare

  1. Andrea Kamper

    Ein bombastischer Beitrag- Gratulation liebe Jane 👏🏻👏🏻👏🏻

    Jetzt nachdem ich einmal komplett gelesen habe, werde es so machen, wie von Dir vorgeschlagen- abspeichern und bei Bedarf immer mal wieder nachlesen. Ist für mich erstmal alles drin, was ich brauche 😊👍🏻Dankeschön !

    Antworten
    • Jane von Klee

      Danke für Dein schönes Feedback, Andrea! Ich freue mich, dass Du den Beitrag hilfreich findest. 🙂

      Antworten
  2. Monika Probst, rundum g'sund auf Körper, Geist und Seele

    Liebe Jane, was für ein krasser Input!!! Danke und ich werde ihn sicher noch oft lesen und die Anweisungen darin in meinem Blog einarbeiten! Mega, echt… Du bist wirklich eine Fachfrau und ich bin froh, in deinem Newsletter zu sein 😃 LG Monika

    Antworten
    • Jane von Klee

      Danke Dir, Monika! Das freut mich sehr! 😀

      Antworten
  3. Silke Kristin Juelich

    Liebe Jane,
    ein ganz großartiger Artikel. Ich kenne zwar alles bereits, aber Du bringst die Dinge so gut auf den Punkt. Nichts Überflüssiges. Und gleichzeitig kann man alles nachvollziehen. Gratulation.
    Ich baue gerade mein Programm um und gleichzeitig meine Website. Da kam Deine E-Mail als Erinnerung gerade zur rechten Zeit in meine Inbox geflattert!
    Danke Dir!
    LG Silke Kristin

    Antworten
    • Jane von Klee

      Danke für das Lob, Silke! Das klingt nach einem spannenden Projekt mit Deinem Programm und Deiner Website. Viel Erfolg wünsche ich Dir damit!

      Antworten
  4. Jasminka Hepperle

    Klasse Beitrag, liebe Jane. Vielen Dank für Deine Tipps und die Mühe, die Du Dir gemacht hast. Ich liebe es.

    Herzlich Jasminka 💫

    Antworten
    • Jane von Klee

      Super gerne, Jasminka. Danke für Deinen Kommentar! 🙂

      Antworten
  5. Marcin S.

    Liebe Jane,

    eine wunderbare und klare Anleitung zu SEO-Texten, die du für uns niedergeschrieben hast.:) Jeder kann sich an deinen Hinweisen und Tipps „bedienen“ und SEO besser verstehen.

    Liebe Grüße
    Marcin S.

    Antworten
    • Jane von Klee

      Hei Marcin,

      danke für Dein Feedback! Ich freue mich, dass Du aus dem Arikel etwas für Dich mitnehmen konntest.

      Viele Grüße

      Jane

      Antworten
  6. Karin Franken

    Ich bin so erleichtert, zu lesen, dass SEO doch „human“ ist. Das Gefühl hatte ich ganz und gar nicht, nachdem mir in einer Buch-Marketingberatung geraten wurde, meine Blogartikel mit Hilfe von „Textanalyse-Tool“ und „Yoast“ zu schreiben. Dabei sollte ich das einmal gewählte Keyword immer wieder ganz genau so und möglichst so oft, wie Yoast das vorgibt, verwenden.
    Mein so geschriebener Artikel kam mir danach tatsächlich so steif und unnatürlich vor, dass ich mir kaum vorstellen konnte, dass er emotional noch so rüberkommt, wie ich ihn gemeint hatte.
    Außerdem hieß es in der Beratung, um in Google weit nach oben zu kommen, würden 3 auf diese Weise optimierte Artikel reichen, wenn sie mindestens 3000 Wörter hätten. Das Wichtigste hätte ich in weniger Worten sagen können. Ich glaube auch, dass es aus LeserInnen-Sicht nicht unbedingt die Menge macht und dass es vielen bei dem heutigen Riesenangebot an möglichen Informationen oft sogar lieber ist, wenn Texte nicht grundsätzlich lang sind.
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag, der sehr zu meiner Aufklärung bezüglich Google, SEO und Menschlichkeit beigetragen hat!

    Antworten
    • Jane von Klee

      Vielen Dank für dieses schöne Feedback, Karin! Bei den Ratschlägen, die Du da bekommen hast, schüttle ich hier nur wild den Kopf. Das klingt, als wären die Kollegen mindestens ein Jahrzehnt vor uns steckengeblieben. Auf die Art würde SEO in meinen Augen auch überhaupt keinen Sinn in einem Marketing-Funnel haben. Denn was hätten wir denn davon, wenn Menschen die Website zwar finden, aber dann sofort genervt weiterziehen, weil jedes Keyword dreimal hintereinander im Satz steht und der Text zum Fürchten ist? Nee, lieber den Fokus auf die Leser:innen und ihre Wünsche und Vorlieben legen. 🙂

      Antworten

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